K

FILM

ZWISCHEN INTIMTÄT UND OPULENZ

MEISTERWERKE DES UNGARISCHEN STUMMFILMS

Das «artheater» startet im Rahmen der scene ungarn in nrw ein spannendes Experiment. Geboren aus der überregional etablierten Jazzreihe «Jazz-O-Rama» im artheater Köln, werden Musiker unter der Leitung des Organisators dieser Reihe, Oliver Leicht, eine spezielle und jeweils einmalige Vertonung von Filmen aus der Frühzeit ungarischer Regisseure vornehmen. Geplant ist eine kleine Filmreihe ab Anfang Mai 2010, die in lockeren Abständen gezeigt wird. Wir freuen uns sehr, dass uns für die Auswahl und Präsentation dieser Filme als Kurator der etablierte Filmkritiker, anerkannte Spezialist und Kenner der Stummfilmszene Daniel Kothenschulte zur Seite steht. In Planung ist die Präsentation 3er herausragender Filme: Alexander-Kordas «Der rote Halbmond» (1918) – das Liebesdrama gibt einen wunderbaren Eindruck von Kordas Liebe zur Opulenz, «Sodom und Gomorrha» (1922), einem biblischen Monumentalfilm von Mihály Kertész, später bekannt geworden als Michael Curtiz, Regisseur von «Casablanca», verschiedenen Erol-Flynn-Filmen sowie von Paul Fejos «Lonesome», ein Meisterwerk aus der Spätphase des stummen Films (1928).

Geplanter Veranstaltungsort: Filmforum / Museum Ludwig

Filmforum NRW e.V. im Museum Ludwig Bischofsgartenstr. 1 50667 Köln


Eintritt frei
artheater, www.artheater.de
0221/5503344, kontakt(at)artheater.de

16/03
19:30
BO

LITERATUR

DUO PIAVOLI

KULINARISCHE REISE DURCH UNGARN

Ulrich Pätzold-Jäger (Texte, Gesang) und Wilhelm Makus (Klavier) laden zu einer musikalisch-literarisch-kulinarischen Reise quer durch Ungarns Restaurants, Weinkeller und Kaffeehäuser ein. Anhand von schrägen und humorvollen Texten beliebter ungarischer Autoren präsentiert das Künstler-Duo aus dem Ruhrgebiet sowohl Einblicke in die ungarische Küche als auch einen kleinen Sprachführer. Die Stadtbücherei Bochum lädt herzlich zum musikalischen Ohrenschmaus mit dem Duo PiaVoLi ein und wünscht «Jó étvágyat»!

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund statt.

DI 16/03/10 19:30 UHR
Stadtbücherei Bochum Zentralbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2–6 44787 Bochum


Eintritt frei
Stadtbücherei Bochum, www.bochum.de/stadtbuecherei

18/03
19:00
DO

DIALOG

UNGARN – SEIT 1000 JAHREN IM HERZEN EUROPAS

PRÄSENTATION VON KLARA STROMPF

Wir laden Sie zu einer landeskundlichen Reise in dieses kleine Land in der geografischen Mitte Europas ein. Erinnerungen an das Römische Reich – der Limes folgte der Donau, Bauwerke aus der Zeit der 150-jährigen Türkenherrschaft, Ausflüge in die vier Königsstädte Esztergom, Székesfehérvár, Buda und Visegrád. Genießen Sie die mediterrane Atmosphäre von Szentendre und Pécs, einer der europäischen Kulturhauptstädte 2010, den Besuch der Hauptstadt Budapest, der Königin der Donau, Ausflüge in die Puszta und zum Plattensee und den Besuch einiger der 1300 erschlossenen Thermalquellen. Die multimediale Präsentation von Klara Strompf gibt ein repräsentatives Bild des modernen Ungarns wieder und macht Lust auf mehr.

DO 18/03/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

19/03
D

KUNST

PRIVACY

VIOLA FÁTYOL

Im Rahmen der Ausstellungsreihe «Junge ungarische Künstler im Schaufenster Kunstverein» werden im Jahr 2010 vier junge Künstler aus unterschiedlichen Bereichen der bildenden Kunst nach Düsseldorf eingeladen. Im Schaufenster des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, das seit 2008 als ein progressives und offenes Format für junge, internationale Künstler gilt, haben sie die Möglichkeit eine ortsbezogene Rauminstallation zu zeigen. Den Auftakt der Ausstellungsreihe bildete im Januar die Installation von Hajnalka Tarr, der nun die Fotografin Viola Fátyol nachfolgt. Die Künstlerin beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der Intimität menschlicher Beziehungen, schildert vertraute Situationen, welche in unterschiedliche Kontexte eingefügt werden. Die in Düsseldorf präsentierte Fotoserie «Privacy» zeigt intime Momente zweier Frauen – der Künstlerin und ihrer Mutter –, welche die Passanten durch Gucklöcher betrachten können. Auf diese Weise untersucht die Künstlerin die Problematik von Privatem und Öffentlichem und sinnt über die Orte der Intimität nach. Zugleich vermittelt sie eine Kritik an der Gesellschaft unserer medialen Zeit, indem sie den Betrachter unbemerkt die Rolle des Voyeurs übernehmen lässt. Das Projekt wurde von Eszter Tóth konzipiert und von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

FR 19/03/10
Schaufenster Kunstverein Neustr. 10 40213 Düsseldorf


Eintritt frei
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, www.kunstverein-duesseldorf.de

09/04
20:00
BI

MUSIK

BIELEFELDER PHILHARMONIKER – GRABSTEIN FÜR STEPHAN

VON GYÖRGY KURTÁG

Wie begegnet uns Schönheit in zeitgenössischer Musik? Bedeutet sie Klarheit, Gleichklang, Besinnung oder gar Wahrheit? Für die Musikwissenschaft besteht kein Zweifel, dass Schönheit den ästhetisch maßgeblichen Ausdruck im Werk György Kurtágs bildet. Ihre ruhige Kraft gewinnt «Grabstein für Stephan» aus den leisen Impulsen der Gitarre, aus denen sich im Orchester ein subtiler Trauermarsch entwickelt. György Kurtág schafft seine Musik vor dem Hintergrund  der Vergänglichkeit. Das Werk des neben Ligeti derzeit bedeutendsten ungarischen Komponisten ist relativ klein, die Stücke oft kurz und fragmentarisch. Im Rahmen des 7. Freitagskonzertes und 5. Sonntagskonzertes «Finis.NonFinis» präsentieren die Bielefelder Philharmoniker neben Kurtágs Stück für Gitarre und Instrumente auch Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner.

Gitarre: Thomas Müller-Pering, Klavier: Denys Proshayev.

Musikalische Leitung: Peter Kuhn.

FR 09/04/10 20:00 UHR
Rudolf-Oetker-Halle Lampingstr. 16 33615 Bielefeld


16,– € bis 30,– €
Bielefelder Philharmoniker, www.bielefelder-philharmoniker.de
0521/515454

09/04
20:00
DO

KUNST

.SIMPLA..DUPLA…

BLICK AUF UNGARISCHE KUNST

Das Künstlerhaus Dortmund – ein Ort für künstlerische Experimente, hat für die scene ungarn in nrw zwei Mitglieder, H. Woidich und W. Otremba, auf die Reise nach Ungarn geschickt, um zusammen mit der Gastkuratorin S. Hajnal in den Städten Pécs und Budapest Künstlerinnen und Künstler in deren Ateliers zu besuchen. In der Ausstellung «.simpla..dupla...» wird deren gemeinsame Auswahl präsentiert. Die Einladungen folgten keinem inhaltlichen Konzept. Die Zusammenstellung spiegelt exemplarisch die Atmosphäre und die Vielfalt künstlerischer Haltungen Ungarns wieder. Der Titel der Ausstellung ist nichts anderes als ein einfacher Abzählreim ungarischer Kinder. Er weist darauf hin, dass dieses Ausstellungsprojekt – auf der Ebene autonomer Künstlerorganisationen – progressiv für einen weiteren künstlerischen Austausch sein soll. Der Schwerpunkt der «.simpla..dupla...» liegt auf Rauminstallationen der Künstlerinnen und Künstler der aktuellen ungarischen Szenen, die neue Arbeiten vor Ort erarbeiten werden. Ein faszinierender Blick auf ungarische Kunst, wie man sie so noch nicht gesehen hat.

Video: Barbara Follárd, Zeichnung: Hajnalka Tarr, Plastic Installation: Ádám Kokesch, Zeichnung mit Projektion und Installation: Zsolt Tibor, Rauminstallation: Anna Baróthy / Szövetség’39, Marianna Szabó, István Csákány.

FR 09/04/10 20:00 UHR
Künstlerhaus Dortmund Sunderweg 1 44147 Dortmund


Eintritt frei
Künstlerhaus Dortmund, www.kh-do.de , Kulturbüro Stadt Dortmund

11/04
20:00
BI

MUSIK

BIELEFELDER PHILHARMONIKER – GRABSTEIN FÜR STEPHAN

VON GYÖRGY KURTÁG

Wie begegnet uns Schönheit in zeitgenössischer Musik? Bedeutet sie Klarheit, Gleichklang, Besinnung oder gar Wahrheit? Für die Musikwissenschaft besteht kein Zweifel, dass Schönheit den ästhetisch maßgeblichen Ausdruck im Werk György Kurtágs bildet. Ihre ruhige Kraft gewinnt «Grabstein für Stephan» aus den leisen Impulsen der Gitarre, aus denen sich im Orchester ein subtiler Trauermarsch entwickelt. György Kurtág schafft seine Musik vor dem Hintergrund  der Vergänglichkeit. Das Werk des neben Ligeti derzeit bedeutendsten ungarischen Komponisten ist relativ klein, die Stücke oft kurz und fragmentarisch. Im Rahmen des 7. Freitagskonzertes und 5. Sonntagskonzertes «Finis.NonFinis» präsentieren die Bielefelder Philharmoniker neben Kurtágs Stück für Gitarre und Instrumente auch Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart und Anton Bruckner.

Gitarre: Thomas Müller-Pering, Klavier: Denys Proshayev.

Musikalische Leitung: Peter Kuhn.

SO 11/04/10 20:00 UHR
Rudolf-Oetker-Halle Lampingstr. 16 33615 Bielefeld


16,– € bis 30,– €
Bielefelder Philharmoniker, www.bielefelder-philharmoniker.de
0521/515454

12/04
19:30
DO

TANZ

ERÖFFNUNG HUNGARIAN STATE FOLK ENSEMBLE

«LABYRINTH»

Neben der traditionellen Interpretation ungarischer Volkstänze präsentiert das in Ungarn noch relativ junge Tanztheater Traditionen auf moderne Weise. Ein herausragender Vertreter dieses Genres ist das Hungarian State Folk Ensemble mit seiner farbenprächtigen Tanzperformance «Labyrinth».

Die moderne Tanzoper drückt die Überzeugung aus, dass Traditionen nicht wie Museumsobjekte konserviert werden sollten. Sie sind unser gemeinsames Erbe, leben in uns und sind Teil  unseres Alltags – sie sind unsere Gegenwart und wie die Gegenwart schreiten sie voran und verändern sich ständig mit uns. Die Bartók-Trilogie zeigt den ästhetischen und philosophischen Weg, den der weltweit bekannte ungarische Komponist Béla Bartók gegangen ist, um von der traditionellen Volksmusik zur neuen Musik zu gelangen und vermittelt gleichzeitig ein Bild von den historischen, politischen, kulturellen und sozialen Faktoren, die ursächlich für diese Entwicklung waren.

«Labyrinth» ist der zweite Teil einer Trilogie, die sich mit den Tänzen und der Musik aus Bartóks Recherchen auseinandersetzt. Während der erste Teil der Trilogie aus einer authentischen Folklore-Performance besteht, gibt es in diesem Teil eine große Vielfalt an Bildern und Musik, aber der Schwerpunkt liegt zweifellos auf den Tänzern und Musikern. Die akustischen und visuellen Elemente dienen allein dazu, die Aufmerksamkeit auf den darstellenden Künstler zu lenken.

Die aufeinander folgenden Szenen weisen zwar denselben Stil auf, unterscheiden sich aber dennoch voneinander. Dies ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass jedes Bild etwas Neues auf die Bühne bringt. Die surrealen schwarzen Märchenfiguren mischen sich mit normalen Menschen. Einzelne Figuren und Paare, die im nächtlichen Feuer verloren sind, suchen einen Ausweg - bedeutungslose und bedeutungsvolle Worte werden entweder gesungen oder nur geflüstert. Fragmente von Liedern und Gedichten erinnern an alte Bräuche.

Spielerische Pantomime, barock anmutende Opernmusik (fünf Streicher und eine Klarinette), ein gemischter Chor, zeitgenössisches Ballett, Tanzpaare und Tanzparodien sind alle Teil des Stücks und sollen einen Eindruck der verschiedenen historischen Epochen vermitteln. Labyrinth ist eine unterhaltsame Tanzoper, die ihre Wurzeln in der ewigen und sich ständig wandelnden Welt der Mythen und Märchen hat. Sie knüpft immer noch sehr stark an die ungarischen Volkstraditionen an und folgt damit dem Erbe des großen Komponisten Béla Bartók. Die Tanzperformance «Labyrinth» übersetzt mit erstaunlicher Leichtigkeit Tradition in die Moderne.

Grußworte
Birgit Jörder
Bürgermeisterin Stadt Dortmund


Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff
Staatssekretär für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen


János Can TogayBotschaftsrat der ungarischen Botschaft und Direktor des Collegium Hungaricum Berlin

Labyrinth
Hungarian State Folk Ensemble

MO 12/04/10 19:30 UHR
Opernhaus Platz der alten Synagoge 44137 Dortmund


15,– € / 10,– € (ERM. 5,–€)
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW KULTURsekretariat, Stadt Dortmund – Amt für Angelegenheiten des Rates und des Oberbürgermeisters, Theater Dortmund, Kulturbüro Stadt Dortmund, domicil gGmbH, Kulturbüro Stadt Dortmund
Tickets: 0231/50 27222 und www.theaterdo.de/tickets

13/04
19:00
BN

FILM

BUDAPESTER LEGENDEN – BUDAPESTI MESÉK

EIN FILM VON ISTVÁN SZABÓ

Verzweiflung und Ziellosigkeit prägen die Menschen in Budapest unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Da wird ein umgekippter Straßenbahnwagen am Stadtrand zum Hoffnungsschimmer. Der Wagon, zunächst nur aufgerichtet, um ein Dach über dem Kopf zu haben, wird für die Menschen zum Ausgangspunkt zielgerichteter Aktivitäten: Sie wollen die Straßenbahn auf Schienen setzen, um wieder fahren zu können. «Budapesti mesék» (Budapester Legende) ist ein allegorischer, sehr pathetischer Film über Menschen in einer extremen Lage und ihre Fähigkeit, gegen alle Schwierigkeiten ein in die Zukunft weisendes Ziel zu verfolgen. (Film-Dienst)

Dieser Film ist eine historische Erstaufführung von 1976, denn er war im «Westen» noch nicht zu sehen.

Ungarn 1976, 92 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Ági Mészáros, Maja Komorowska, Franciszek Pieczka u.a.

Die «Filmtage Ungarn» in Bonn zeigen sechs Filme als Spektrum der wichtigsten Strömungen im Ungarischen Kino.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

DI 13/04/10 19:00 UHR
Kino in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn-Beuel


6,50 € (erm. 5,– €)
Bonner Kinemathek
0228/478489, www.bonnerkinemathek.de

14/04
19:00
BN

FILM

HUKKLE – DAS DORF

EIN FILM VON GYÖRGY PÁLFI

Sommerliche Dorfidylle – die Bauern holen die Ernte ein, der Zuchteber deckt die Sau, die Bienen sammeln Honig und die Männer sterben wie die Fliegen. Vordergründig schildert «Hukkle» in rhythmisch, teils experimentellen Bildern vor allem den Mikrokosmos des Dorflebens. Die einzelnen, scheinbar unzusammenhängenden Szenen sind durch ein Geheimnis verbunden – dieses Geheimnis ist die Geschichte selbst. Denn der Dorfpolizist sieht sich mit einer steigenden Anzahl von mysteriösen Todesfällen konfrontiert.

Ungarn 2002, 75 Min., OmU, fast keine Dialoge – ungarische Lieder, Buch & Regie: György Pálfi, Schnitt: Gábor Marinkás, Musik: Balázs Barna, Samu Gryllus, Mit: Ferenc Bandi, Józsefné Rácz, József Farkas, Ferenc Nagy, Ferencné Virág, Jánosné Nagy, Mihályné Király, Mihály Király, u.a.

Die «Filmtage Ungarn» in Bonn zeigen sechs Filme als Spektrum der wichtigsten Strömungen im Ungarischen Kino.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Dortmund und Köln statt.

MI 14/04/10 19:00 UHR
Kino in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn-Beuel


6,50 € (erm. 5,– €)
Bonner Kinemathek
0228/478489, www.bonnerkinemathek.de

15/04
19:00
DO

FILM

KULTURKAMPF IN UNGARN? FREIHEIT IN GEFAHR?

DR. MICHAEL KLUTH

Die ungarische Demokratie wird seit der politischen Wende 1989 von innenpolitischen Kämpfen geprägt. Zwei etwa gleich starke Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. Gelegentlich werden die Parlamentsdebatten auf die Straße verlegt. Es gibt eine Art Medienkrieg in den elektronischen und in den Print-Medien. Radikal nationalistische Tendenzen gewinnen an Einfluss. Angehörige ethnischer Minderheiten und vor allem kritische Intellektuelle werden für den katastrophalen Zustand der Gesellschaft verantwortlich gemacht. Das Land wirkt wie gelähmt. Gibt es Auswege aus dieser resignativen Situation? Dr. Michael Kluth, Filmemacher und Produzent, bereist – auch im Auftrag von arte – seit über 20 Jahren Ungarn. Er drehte zahlreiche Filme über das Land und die Menschen, die Kunstszene und über die Schriftsteller. Für seine Dokumentarfilme ist Dr. Michael Kluth von der ungarischen Regierung ausgezeichnet worden. Im Anschluss findet eine Diskussion zum Thema statt.

DO 15/04/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

15/04
20:00
BN

THEATER

GAGARIN

OBJEKTTHEATER VON GYULA MOLNÁR

Am 12. April 1961 umrundete der sowjetische Kosmonaut Jurij Gagarin als erster Mensch in einem Raumschiff die Erde. Er erfüllte damit einen Menschheitstraum, ging in die Geschichte ein und wurde nicht nur in der Sowjetunion als Held der Weltraumeroberung gefeiert. Wer war dieser Mensch, der die Vision Wirklichkeit werden ließ, der das Undenkbare wagte und nach dem sogar ein Krater auf der unsichtbaren Seite des Mondes benannt ist? In einem furiosen Spiel zwischen Fiktion, Legende und Realität entführt der in Italien lebende ungarische Objektkünstler Gyula Molnár in die Räume und Träume des Jurij Gagarin. Um einen Hula-Hoop-Reifen kreisen Schicksal und Mythos, Komik und Schwerelosigkeit. Ein Bravourstück des Objekttheaters. (fidena-Festivalkatalog 2009)

DO 15/04/10 20:00 UHR
Theater in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn


13,– € (erm. 9,– €)
Theater in der Brotfabrik, www.brotfabrik-theater.de
0228/421310, www.bonnticket.de

15/04
20:00
BI

MUSIK

VARIATIONS OF A DOUBLE

SUPERNOVA-SONDERKONZERT MIT L. ROZMÁN UND M. TCHIBA

Ein Konzert als Dialog zwischen zwei Ländern, aber auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Werke von jeweils vier zeitgenössischen Komponisten aus Ungarn und nrw, deren Wirken aktuell und auch in historischer Tiefe die Neue-Musik-Szene des jeweiligen Landes prägt, im Wechselspiel mit den Fantasiestücken op. 73 des großen Jubilars 2010: Robert Schumann. Gespielt und moderiert wird das Programm von zwei jungen ungarischen Künstlern: dem Klarinettisten Lajos Rozmán (*1970) und dem Pianisten Martin Tchiba (*1982), der seit 1985 in nrw lebt. Das künstlerische Schaffen beider Musiker, deren Schwerpunkt in der Aufführung von Neuer Musik liegt, ist von zahlreichen nationalen und internationalen Konzertätigkeiten, CD-Aufnahmen sowie Auszeichnungen gekennzeichnet.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

DO 15/04/10 20:00 UHR
Rudolf-Oetker-Halle Lampingstr. 16 33615 Bielefeld


13,– € (erm. 11,– €), BI-Pass 12,–€
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de, Cooperativa Neue Musik, www.cooperativaneuemusik.de

16/04
19:00
E

MUSIK

PETER JÓZSA

KLAVIERABEND

Peter Józsa gilt als einer der bemerkenswertesten Pianisten der jüngeren Generation. Sein international bekannter Kollege Zoltán Kocsis nennt ihn einen brillanten und reifen Künstler, der weit über dem internationalen Niveau spielte. Bereits im Alter von zehn Jahren wurde Peter Józsa als Sondertalent an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest aufgenommen. 1997 wechselte er an die Folkwang Hochschule in Essen, wo er in der Meisterklasse von Prof. Boris Bloch studierte. Im Juni 2003 legte er hier das Konzert-Examen mit besonderer Auszeichnung ab. Seit seinem sechzehnten Lebensjahr konzertiert er regelmäßig in ganz Europa. Er spielt Werke von der Wiener Klassik bis zur Moderne, wobei der Schwerpunkt des Abends auf der Romantik liegt. So sind von Robert Schumann die «Fantasiestücke op. 12» zu hören, von Franz Liszt aus den Années de Pélerinage II «Sposalizio», von Franz Schubert zwei Lieder aus dem «Schwanengesang», von Joseph Haydn die «Sonate Es-Dur Hob. xvi/49» und «Burlesken op. 8/c» von Béla Bartók.

FR 16/04/10 19:00 UHR
Schloß Borbeck Schlossstr. 101 45355 Essen


17,– € (erm. 14,– €)
Kulturzentrum Schloß Borbeck
0201/8844219, www.schloss-borbeck.essen.de

16/04
20:00
BN

THEATER

KASPERLS WURZELN

KASPERTHEATER À LA MOLNÁR

Es geht um Leben und Tod – die unwiderstehliche Macht des Schattenreiches auf die Seele und eine aberwitzig-wundervolle Schöpfungsgeschichte. Kasper, mit der unzähmbaren Kraft des Holzkopfes, will den Hades bezwingen und hat dafür einen guten Grund. Er will seine tote Großmutter zurückholen, damit sie ihm wieder Kuchen backen kann. In der Rolle seines Lebens reiht sich Kasper-Molnár in die Riege der großen Unterweltfahrer ein, die es wagten, dem Tod ins Auge zu schauen. Was das Ensemble auf seiner Reise durch das Nebelreich auffährt ist so aberwitzig, dass es dem Zuschauer den Atem verschlägt. Ein großer beweglicher Kasten – «Theaterchen» genannt – bietet vier Bühnenbilder, auf denen sich wahnwitzige Szenen abspielen: vom Tanz der Taschentuchseelen über eine wahre Orgie im höllischen Fluss des Vergessens bis hin zum misslungenen Suizid des Todes selbst. Dieser Theaterabend ist eine Tour de Force, eine höllische Gradwanderung durch die Untiefen der menschlichen Seele. Eine Wanderung zwischen schrecklich und komisch, wie es nur ein Kaspertheater à la Molnár zustande bringt. Am Ende kommt man unweigerlich zu der Frage, ob die Hölle wirklich die Anderen sind.

Gyula Molnár ist einer der wichtigsten Akteure des Figurentheaters.


Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund statt.

FR 16/04/10 20:00 UHR
Theater in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn


13,– € (erm. 9,– €)
Theater in der Brotfabrik, www.brotfabrik-theater.de
0228/421310, www.bonnticket.de

16/04
20:00
DO

MUSIK

MIHÁLY DRESCH QUARTETT

ZEITGENÖSSISCHER JAZZ TRIFFT TRADITIONELLE MUSIK

Der Saxofonist Mihály Dresch wurde 1955 in Budapest geboren und ist einer der bekanntesten und etabliertesten Jazz-Musiker Ungarns. Zusammen mit seinem Quartett wird er den Zuhörern im Saal des «domicil» ein Konzert von höchster Virtuosität präsentieren. Zeitgenössischer Jazz trifft auf die Kultur und traditionelle Musik Ungarns. 2004 veröffentlichte Dresch mit seinem Quartett das Album «Straight Music», welches vom Grammophon-Magazin direkt zum Album des Jahres gewählt wurde. 2005 als Musiker des Jahres in Ungarn gekürt, spielte Mihály Dresch bereits mit vielen Stars der internationalen Jazz-Szene – allen voran Archie Shepp – mit dem er 2002 die Platte «Hungarian Bebop» veröffentlichte und seitdem durch gemeinsame Festivalauftritte für Aufsehen sorgt. Neben Dresch spielen in seinem Quartett Miklós Lukács (Cimbalom), István Baló (Schlagzeug) und Mátyás Szandai (Kontrabass) mit. Drei Instrumentalisten, die wie Mihály Dresch selbst, zu den führenden Musikern Ungarns zählen.

In Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas ruhr.2010.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld statt.

FR 16/04/10 20:00 UHR
domicil Hansastr. 7–11 44137 Dortmund


VVK 11,– € / AK 13,– €
domicil gGmbH, Kulturbüro Stadt Dortmund
0231/8629030, www.domicil-dortmund.de

17/04
20:00
D

MUSIK

VARIATIONS OF A DOUBLE

SUPERNOVA-SONDERKONZERT MIT L. ROZMÁN UND M. TCHIBA

Ein Konzert als Dialog zwischen zwei Ländern, aber auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Werke von jeweils vier zeitgenössischen Komponisten aus Ungarn und nrw, deren Wirken aktuell und auch in historischer Tiefe die Neue-Musik-Szene des jeweiligen Landes prägt, im Wechselspiel mit den Fantasiestücken op. 73 des großen Jubilars 2010: Robert Schumann. Gespielt und moderiert wird das Programm von zwei jungen ungarischen Künstlern: dem Klarinettisten Lajos Rozmán (*1970) und dem Pianisten Martin Tchiba (*1982), der seit 1985 in nrw lebt. Das künstlerische Schaffen beider Musiker, deren Schwerpunkt in der Aufführung von Neuer Musik liegt, ist von zahlreichen nationalen und internationalen Konzertätigkeiten, CD-Aufnahmen sowie Auszeichnungen gekennzeichnet.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld statt.

SA 17/04/10 20:00 UHR
Tonhalle Düsseldorf Helmut-Hentrich-Saal Ehrenhof 1 40479 Düsseldorf


11,– € (erm. 5,– €)
Tonhalle Düsseldorf, www.tonhalle.de
Konzertkasse der Tonhalle Düsseldorf, 0211/8996123

17/04
20:00
DO

MUSIK

BEA PALYA TRIO

MUSIKALISCHE FASZINATION UNGARNS

Die stimmstarke Vokalistin Bea Palya ist eine der schönsten Stimmen Ungarns und ein wahres Multitalent. In mehreren Sprachen präsentiert sie im Saal des «domicil», zusammen mit ihrem Trio eine Kombination aus traditionellen Klängen Ungarns, Sinti- und Roma-Einflüssen sowie zeitgenössischem Jazz und Weltmusik. In den Geschichten ihrer Lieder nimmt die 1976 in Ungarn geborene Bea Palya ihre Zuhörer mit auf eine Reise zu den schönsten Orten dieser Welt. Die Geschichte und Faszination Ungarns, aber auch Einflüsse der arabischen  und indischen Welt sind in Bea Palyas Konzerten spür- und hörbar.

SA 17/04/10 20:00 UHR
domicil Hansastr. 7–11 44137 Dortmund


VVK 13,– € / AK 17,– €
domicil gGmbH, Kulturbüro Stadt Dortmund
0231/8629030, www.domicil-dortmund.de

17/04
20:00
DO

THEATER

HAUSPUTZ

VON PÉTER NÁDAS

Nur noch die Nägel an den Wänden, ein letztes Bild des alten Hausherrn – sonst ist der Raum leer. Klára, die ältliche Herrin der Villa, überwacht den Hausputz. Alles soll neu und sauber werden. Das Dienstmädchen Zsuzsa wischt willig, der junge Jóska unter Protest. «Wenn wir vollkommene Sauberkeit schaffen könnten, könnten wir nicht immer wieder von vorne beginnen.» Die drei nähern sich einander an – und stoßen sich ab. Bekunden sich Liebe – und bezichtigen sich der Lüge. Respektieren und verachten sich. Jóska und Zsuzsa hoffen auf das Erbe, das Haus. Dafür würden sie stehlen, vielleicht sogar töten. Klára will Herrin ihrer Geschichte bleiben. Alle drei wollen ihre Existenz erleben, ihr Dasein spüren. «Auch das Hässliche ist schön. Schlecht ist nur, was nicht ist.» Gedanken, Visionen, Lügen. Sie kreisen sich ein, geraten in einen Strudel aus Erinnerungs- und Traumbildern.

Morbide und voller Lebenshunger beginnen sie ein Vexierspiel der Projektionen – in dem Realität und Vorstellung verschwimmen. Langsam beginnen die drei, das Zimmer wieder einzuräumen. Der Ungar Péter Nádas ist als Autor von Romanen wie dem «Buch der Erinnerung» weltweit bekannt geworden.Seine Theaterstücke zeichnen sich durch große Musikalität und poetische Kraft aus. Regie: Barbara Schulte

SA 17/04/10 20:00 UHR
schauspielhaus, Studio Hiltropwall 15 44137 Dortmund


13,20 € (erm. 8,80 €)
0231/5027222, www.theaterdo.de

17/04
20:00
DO

THEATER

KASPERLS WURZELN

FIGURENTHEATER MIT GYULA MOLNÁR

Der Material-Poet Gyula Molnár, geboren 1950 in Budapest, ist einer der wichtigsten Akteure der europäischen Figurentheaterszene und ein Wegbereiter des Objekttheaters seit den 1980er Jahren. Es geht ums Ganze an diesem Abend: um die unwiderstehliche Macht des Schattenreiches auf die Seele und um eine aberwitzig-wundervolle Schöpfungsgeschichte. Kasper mit der unzähmbaren Kraft des Holzkopfes will den Hades bezwingen und hat dafür einen ganz nachvollziehbaren Grund. Er will seine tote Großmutter zurück an den Herd holen, damit sie ihm wieder Kuchen backen kann. In der Rolle seines Lebens löst Molnár die Grenzen zwischen Schauspieler, Regisseur und Figur völlig auf. Wiedergänger Kasper-Molnár reiht sich in die Riege der großen Unterweltfahrer, die mit Kraft und starker Überzeugung alles wagten, um dem Tod ins Auge zu schauen. Was Molnár, Kaufmann und Kaufmann auf ihrer Reise durchs Nebelreich auffahren, ist so aberwitzig, dass es einem den Atem verschlägt. Ein großer beweglicher Kasten – genannt das «Theaterchen» – bietet vier Bühnenbilder, auf denen sich wahnwitzige Szenen abspielen: vom Tanz der Taschentuchseelen über eine wahre Orgie im höllischen Fluss des Vergessens bis hin zum misslungenen Suizid des Todes selbst. Dieser Theaterabend ist eine Tour de Force, eine höllische Gratwanderung durch die Untiefen der menschlichen Seele zwischen schrecklich und komisch, wie es nur ein Kaspertheater à la Molnár zustande bringt und an dessen Ende man nachzudenken beginnt, ob die Hölle wirklich die anderen sind. Doch eine unerhört-wunderbare Schluss-Szene bricht auch diese Anwandlung. (nach Sebastian Göschel, lvz, 31.08.09).

Spiel: Gyula Molnár, Alexandra Kaufmann, Eva Kaufmann, Regie: Francesca Bettini, Gyula Molnár, Text: Ensemble, Ausstattung: Ensemble, Licht: Werner Wallner
Dauer: 75 min

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

SA 17/04/10 20:00 UHR
Parzelle im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


22,– € (erm. 18,– €)
Parzelle im Depot, Depot e.V., Kulturbüro Stadt Dortmund, www.licht-schatten-projekte.de, www.depotdortmund.de
KulturInfoShop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de

18/04
18:30
BN

FILM

SUNSHINE – EIN HAUCH VON SONNENSCHEIN

EIN FILM VON ISTVÁN SZABÓ

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug. Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte. Die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch – von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 – gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.

Ungarn / Kanada / Österreich / Deutschland 1999, 173 Min., engl. OmdtU, fsk 12, Drehbuch: Israel Horovitz & István Szabó, Regie: István Szabó, Mit: Ralph Fiennes, William Hurt, John Neville, Rachel Weisz, Jennifer Ehle

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Dortmund und Köln statt.

SO 18/04/10 18:30 UHR
Kino in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn-Beuel


6,50 € (erm. 5,– €)
Bonner Kinemathek
0228/478489, www.bonnerkinemathek.de

18/04
20:00
DO

THEATER

HAUSPUTZ

VON PÉTER NÁDAS

Nur noch die Nägel an den Wänden, ein letztes Bild des alten Hausherrn – sonst ist der Raum leer. Klára, die ältliche Herrin der Villa, überwacht den Hausputz. Alles soll neu und sauber werden. Das Dienstmädchen Zsuzsa wischt willig, der junge Jóska unter Protest. «Wenn wir vollkommene Sauberkeit schaffen könnten, könnten wir nicht immer wieder von vorne beginnen.» Die drei nähern sich einander an – und stoßen sich ab. Bekunden sich Liebe – und bezichtigen sich der Lüge. Respektieren und verachten sich. Jóska und Zsuzsa hoffen auf das Erbe, das Haus. Dafür würden sie stehlen, vielleicht sogar töten. Klára will Herrin ihrer Geschichte bleiben. Alle drei wollen ihre Existenz erleben, ihr Dasein spüren. «Auch das Hässliche ist schön. Schlecht ist nur, was nicht ist.» Gedanken, Visionen, Lügen. Sie kreisen sich ein, geraten in einen Strudel aus Erinnerungs- und Traumbildern.

Morbide und voller Lebenshunger beginnen sie ein Vexierspiel der Projektionen – in dem Realität und Vorstellung verschwimmen. Langsam beginnen die drei, das Zimmer wieder einzuräumen. Der Ungar Péter Nádas ist als Autor von Romanen wie dem «Buch der Erinnerung» weltweit bekannt geworden.Seine Theaterstücke zeichnen sich durch große Musikalität und poetische Kraft aus. Regie: Barbara Schulte

SO 18/04/10 20:00 UHR
schauspielhaus, Studio Hiltropwall 15 44137 Dortmund


13,20 € (erm. 8,80 €)
0231/5027222, www.theaterdo.de

18/04
20:00
DO

THEATER

KASPERLS WURZELN

FIGURENTHEATER MIT GYULA MOLNÁR

Der Material-Poet Gyula Molnár, geboren 1950 in Budapest, ist einer der wichtigsten Akteure der europäischen Figurentheaterszene und ein Wegbereiter des Objekttheaters seit den 1980er Jahren. Es geht ums Ganze an diesem Abend: um die unwiderstehliche Macht des Schattenreiches auf die Seele und um eine aberwitzig-wundervolle Schöpfungsgeschichte. Kasper mit der unzähmbaren Kraft des Holzkopfes will den Hades bezwingen und hat dafür einen ganz nachvollziehbaren Grund. Er will seine tote Großmutter zurück an den Herd holen, damit sie ihm wieder Kuchen backen kann. In der Rolle seines Lebens löst Molnár die Grenzen zwischen Schauspieler, Regisseur und Figur völlig auf. Wiedergänger Kasper-Molnár reiht sich in die Riege der großen Unterweltfahrer, die mit Kraft und starker Überzeugung alles wagten, um dem Tod ins Auge zu schauen. Was Molnár, Kaufmann und Kaufmann auf ihrer Reise durchs Nebelreich auffahren, ist so aberwitzig, dass es einem den Atem verschlägt. Ein großer beweglicher Kasten – genannt das «Theaterchen» – bietet vier Bühnenbilder, auf denen sich wahnwitzige Szenen abspielen: vom Tanz der Taschentuchseelen über eine wahre Orgie im höllischen Fluss des Vergessens bis hin zum misslungenen Suizid des Todes selbst. Dieser Theaterabend ist eine Tour de Force, eine höllische Gratwanderung durch die Untiefen der menschlichen Seele zwischen schrecklich und komisch, wie es nur ein Kaspertheater à la Molnár zustande bringt und an dessen Ende man nachzudenken beginnt, ob die Hölle wirklich die anderen sind. Doch eine unerhört-wunderbare Schluss-Szene bricht auch diese Anwandlung. (nach Sebastian Göschel, lvz, 31.08.09).

Spiel: Gyula Molnár, Alexandra Kaufmann, Eva Kaufmann, Regie: Francesca Bettini, Gyula Molnár, Text: Ensemble, Ausstattung: Ensemble, Licht: Werner Wallner, Dauer: 75 min

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

SO 18/04/10 20:00 UHR
Parzelle im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


22,– € (erm. 18,– €)
Parzelle im Depot, Depot e.V., Kulturbüro Stadt Dortmund, www.licht-schatten-projekte.de, www.depotdortmund.de
KulturInfoShop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de

19/04
20:30
K

FILM

THE MAN FROM LONDON

EIN FILM VON BÉLA TARR

Maloin lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres – dort führt er ein einfaches Leben, in dem er jedoch keine Perspektiven mehr hat. Er nimmt die Welt um sich herum kaum noch wahr und hat vor dem langsamen, unvermeidlichen Zerfall des Lebens und seiner eigenen, völligen Einsamkeit kapituliert. Als er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes wird, schlägt sein Leben eine neue Richtung ein. Er trifft auf Fragen über die Sünde, das Gesetz, die Moral und bemerkt den feinen Unterschied zwischen Unschuld und Mitschuld.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr+engl OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Co-Regisseurin: Ágnes Hranitzky, Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes, István Lénárt
Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Dortmund statt.

MO 19/04/10 20:30 UHR
Filmpalette Köln Lübeckerstr. 15 50668 Köln


6,50 € (erm. 6,– €)
Kino Gesellschaft Köln, www.filmfestivals-koeln.de
0221/122112

20/04
19:30
D

LITERATUR

LÁSZLÓ FÖLDÉNYI

SCHICKSALLOSIGKEIT: EIN IMRE KERTÉSZ-WÖRTERBUCH

Spätestens seit dem Erfolg seines Buches «Roman eines Schicksallosen» (dt. 1996) gilt Kertész als einer der großen europäischen Schriftsteller. 2002 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. In seinen Romanen, Essays und Tagebüchern beschäftigt er sich auf ungewöhnliche und bisweilen provozierende Weise mit der «conditio humana» nach Auschwitz. 1999 war er zu Gast im Heine-Institut in Düsseldorf und hat seinen Roman «Fiasko» vorgestellt. Nun liegt mit dem neuen Buch des ungarischen Essayisten und Literaturwissenschaftlers László Földényi  eine einzigartige Annäherung an das Werk von Imre Kertész vor. In 110 Einträgen erläutert sein «Wörterbuch» charakteristische, interessante oder merkwürdige Begriffe, die bei Kertész immer wieder auftauchen:
von A wie «Absurd» und F wie «Fußballplatz» über G wie «Glück» und J wie «Jude» bis hin zu W wie «Wolkengrab» und Z wie «Zoll». Jeder einzelne dieser Artikel von László Földényi ist ein brillanter Essay, der dazu anregt, sich wieder in Kertész’ Bücher zu vertiefen. László Földényi, geboren 1952, zählt zu den bedeutendsten ungarischen Intellektuellen. Er lebt und arbeitet in Budapest. 2005 wurde er mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet.

Diese Veranstaltung findet auch in Münster statt.



Diese Veranstaltung ist in Kooperation mit dem Goethe-Institut Budapest entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DI 20/04/10 19:30 UHR
Heinrich-Heine-Institut Bilker str. 12–14 40213 Düsseldorf


6,– € (erm. 4,– €)
Heinrich-Heine-Institut, www.duesseldorf.de/heineinstitut
0211/8995571, hhi-hhg(at)t-online.de

20/04
20:30
K

FILM

THE MAN FROM LONDON

EIN FILM VON BÉLA TARR

Maloin lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres – dort führt er ein einfaches Leben, in dem er jedoch keine Perspektiven mehr hat. Er nimmt die Welt um sich herum kaum noch wahr und hat vor dem langsamen, unvermeidlichen Zerfall des Lebens und seiner eigenen, völligen Einsamkeit kapituliert. Als er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes wird, schlägt sein Leben eine neue Richtung ein. Er trifft auf Fragen über die Sünde, das Gesetz, die Moral und bemerkt den feinen Unterschied zwischen Unschuld und Mitschuld.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr+engl OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Co-Regisseurin: Ágnes Hranitzky, Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes, István Lénárt
Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Dortmund statt.

DI 20/04/10 20:30 UHR
Filmpalette Köln Lübeckerstr. 15 50668 Köln


6,50 € (erm. 6,– €)
Kino Gesellschaft Köln, www.filmfestivals-koeln.de
0221/122112

20/04
21:00
BN

FILM

KONTROLL – JEDER MUSS BEZAHLEN

EIN FILM VON NIMRÓD ANTAL

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden. Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle. Seine Kollegen und er werden angepöbelt, angespuckt, angebrüllt. Wer einmal U-Bahnkontrolleur geworden ist, der ist offensichtlich nicht mehr in der Lage mit der Welt an der Oberfläche zurecht zu kommen. Unter der Erde ist die Welt aber auch nicht einfacher zu meistern. Bootsie, der flinkste Schwarzfahrer  der Stadt, narrt die Kartenkontrolleure jeden Tag aufs Neue. Die Rivalen aus den anderen Kontrolltrupps feinden sie dauerhaft an und ein mysteriöser Killer, der immer wieder unschuldige Fahrgäste vor einfahrende Züge stößt, verbreitet Angst und Schrecken. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist «Kontroll» eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Ungarn 2003, 106 Min., fsk 16, dtF, Regie: Nimród Antal, Mit: Csaba Pindroch, Zoltán Mucsi, Sándor Csányi

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Dortmund und Köln statt.

DI 20/04/10 21:00 UHR
Kino in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn-Beuel


6,50 € (erm. 5,– €)
Bonner Kinemathek
0228/478489, www.bonnerkinemathek.de

21/04
19:00
DO

THEATER

DER GLASBERG

MÄRCHENTHEATER

«Der Glasberg» ist ein Märchen der Sinti und Roma aus Ungarn, das von Schülerinnen und Schülern der Europaschule Dortmund unter der Leitung von Britta Gundlach zu einem Theaterstück umgearbeitet wurde. Die Jugendlichen im Alter von 15 Jahren packen ihre Koffer und «bereisen» über die Auseinandersetzung mit dem Märchen das Land Ungarn. Im Gepäck sind auch die großen Themen Anerkennung, Toleranz und Schikane. Der Held des Märchens ist der jüngste von drei Brüdern, von denen er ungerecht behandelt wird. Nach dem Tod des Vaters erhält er von ihm drei Zauberflöten, die es ihm ermöglichen, den Wettbewerb um die schöne Prinzessin zu gewinnen. Ihm gelingt der Ritt auf den Glasberg und zur Belohnung erhält er die Hand der Prinzessin. Und wenn sie nicht gestorben sind …

MI 21/04/10 19:00 UHR
Wichern Stollenstr. 36 44145 Dortmund


3,– €
Kulturbüro Stadt Dortmund, www.kulturellebildung.dortmund.de
0231/8630983, www.wichern.net

21/04
20:00
D

LITERATUR

GYÖRGY DALOS UND LEA POLGÁR

UNGARN – GESTERN UND HEUTE

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten nach jahrzehntelanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: Endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluss an das westliche Europa suchen. Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozess der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. György Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt heute als freier Autor in Berlin und ist einer der bedeutendsten ungarischen Schriftsteller.

In ihrem ersten Roman «Die zwei Welten der Rahel Bratmann» erzählt Lea Polgár eine Familien- und Liebesgeschichte aus dem Budapest zwischen 1906 und 1911 und zugleich die Geschichte einer scheiternden jüdischen Assimilation. Sie erzählt anhand von zwei Töchtern einer wohlhabenden, liberalen jüdischen Familie, zwei Versionen eines Lebens. Es beginnt in einer Zeit des Umbruchs Ungarns und Europas. Kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges und mit Ende der k.u.k.-Zeit begibt sich die eine mit ihrem Mann nach Amerika und sieht sich einer scheiternden Ehe entgegen gehen und die andere heiratet einen orthodoxen Juden und wird glücklich. Polgár schreibt über eine halbwegs friedliche Welt der Koexistenz in einer der großen europäischen Metropolen, wie es sie bald darauf nicht mehr geben durfte. Moderation: Dr. Hannes Krauss

Veranstaltungen mit György Dalos und Lea Polgár finden auch in Aachen, Bochum, Bonn, Münster und Neuss statt.

MI 21/04/10 20:00 UHR
Zentralbibliothek Bertha-von-Suttner-Platz 1 40227 Düsseldorf


Eintritt frei
Stadtbüchereien Düsseldorf, www.duesseldorf.de/stadtbuechereien

21/04
20:00
MS

LITERATUR

LÁSZLÓ FÖLDÉNYI

SCHICKSALLOSIGKEIT: EIN IMRE-KERTÉSZ-WÖRTERBUCH

Spätestens seit dem Erfolg seines Buches «Roman eines Schicksallosen» (dt. 1996) gilt Kertész als einer der großen europäischen Schriftsteller. 2002 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. In seinen Romanen, Essays und Tagebüchern beschäftigt er sich auf ungewöhnliche und bisweilen provozierende Weise mit der «conditio humana» nach Auschwitz. 1999 war er zu Gast im Heine-Institut in Düsseldorf und hat seinen Roman «Fiasko» vorgestellt. Nun liegt mit dem neuen Buch des ungarischen Essayisten und Literaturwissenschaftlers László Földényi  eine einzigartige Annäherung an das Werk von Imre Kertész vor. In 110 Einträgen erläutert sein «Wörterbuch» charakteristische, interessante oder merkwürdige Begriffe, die bei Kertész immer wieder auftauchen: von A wie «Absurd» und F wie «Fußballplatz» über G wie «Glück» und J wie «Jude» bis hin zu W wie «Wolkengrab» und Z wie «Zoll». Jeder einzelne dieser Artikel von László Földényi ist ein brillianter Essay, der dazu anregt, sich wieder in Kertész’ Bücher zu vertiefen. László Földényi, geboren 1952, zählt zu den bedeutendsten ungarischen Intellektuellen. Er lebt und arbeitet in Budapest. 2005 wurde er mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.


Diese Veranstaltung ist in Kooperation mit dem Goethe-Institut Budapest entstanden.

 





MI 21/04/10 20:00 UHR
Bezirksregierung Domplatz 1–3 48143 Münster


8,– € (erm. 5,– €)
Kulturamt der Stadt Münster, Literaturverein Münster e.V., www.muenster.de/stadt/kulturamt, Deutsch-Ungarische Gesellschaft Münster
Rosta Buchladen, 0251/44926, www.rosta-online.de

21/04
20:30
K

FILM

SUNSHINE – EIN HAUCH VON SONNENSCHEIN

EIN FILM VON ISTVÁN SZABÓ

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug. Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte. Die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch – von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 – gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.

Ungarn / Kanada / Österreich / Deutschland 1999, 173 Min., engl OmdtU, fsk 12, Drehbuch: Israel Horovitz & István Szabó, Regie: István Szabó, Mit: Ralph Fiennes, William Hurt, John Neville, Rachel Weisz, Jennifer Ehle

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Dortmund statt.

MI 21/04/10 20:30 UHR
Filmpalette Köln Lübeckerstr. 15 50668 Köln


7,50 € (erm. 7,– €)
Kino Gesellschaft Köln, www.filmfestivals-koeln.de
0221/122112

22/04
19:00
DO

LITERATUR

GYÖRGY DALOS

JÜDISCHES LEBEN IN UNGARN

Gerade die derzeitige politische und finanzielle Situation Ungarns mit einem Erstarken der rechtsextremen Kräfte und der Verfolgung von politisch Andersdenkenden wie von jüdischen Bürgerinnen und Bürgern hat im Vorfeld der Europawahlen 2009 internationale Aufmerksamkeit erregt. György Dalos gibt einen Rückblick in die jüdische Geschichte, einen Ausblick auf die Zukunft jüdischen Lebens und jüdischer Kultur in Ungarn. Er liest aus seiner Erzählung «Die Beschneidung» (1990), in der er sich mit seiner jüdischen Tradition auseinandersetzt. Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1995 den «Adelbert-von-Chamisso-Preis» und 2000 die «Goldene Plakette der Republik Ungarn». Bei C.H.Beck liegen von ihm vor: «Ungarn in der Nußschale. Geschichte meines Landes» (bsr 1638), «1956. Der Aufstand in Ungarn» (2006) und «Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa» (2009).

Eine Lesung mit György Dalos findet auch in Bochum, Neuss, Düsseldorf und Münster statt.

DO 22/04/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V., VHS, Auslandsgesellschaft NRW e.V., Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Kulturbüro Stadt Dortmund

22/04
19:30
BN

LITERATUR

LEA POLGÁR

DIE ZWEI WELTEN DER RAHEL BRATMANN

In ihrem ersten Roman «Die zwei Welten der Rahel Bratmann» erzählt Lea Polgár eine Familien- und Liebesgeschichte aus dem Budapest zwischen 1906 und 1911 und zugleich die Geschichte einer scheiternden jüdischen Assimilation. Sie erzählt anhand von zwei Töchtern einer wohlhabenden, liberalen, jüdischen Familie, die gerade den Adelstitel erworben hat, zwei Versionen eines Lebens. Es beginnt in einer Zeit des Umbruchs Ungarns und Europas. Kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges und mit dem Ende der k.u.k. Zeit begibt sich die eine mit ihrem Mann nach Amerika und sieht sich einer scheiternden Ehe entgegen gehen und die andere heiratet dann doch einen orthodoxen Juden und wird glücklich. Sie schreibt über eine halbwegs friedliche Welt der Koexistenz in einer der großen europäischen Metropolen, wie es sie bald darauf nicht mehr geben durfte. Ein literarischer Abend mit der 1974 geborenen ungarischen Autorin in deutscher und englischer Sprache. Lea Polgárs Lesung findet im Vorfeld des Karlspreises zu Aachen, im Rahmen der Europäischen Kulturnacht statt.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf und Münster statt.

DO 22/04/10 19:30 UHR
Frauenmuseum Bonn Im Krausfeld 10 53111 Bonn


Eintritt frei
www.bonn.de/Stadtbibliothek , www.frauenmuseum.de

22/04
20:00
BN

THEATER

MACBETH FÜR ANFÄNGER FIGURENTHEATER

THALIAS KOMPAGNONS

Der Puppenspieler, von Ehrgeiz besessen, plant eine Aufführung von Shakespeares «Macbeth». Als seine alten Kasperpuppen erfahren, dass sie nicht mitspielen dürfen, kommt es zum Aufstand: Hinter dem Rücken des Puppenspielers beginnt das Ensemble auf eigenes Risiko mit der Tragödie. Doch schon bald geraten die unschuldigen «Anfänger» in den verhängnisvollen Sog der Shakespeareschen Dramaturgie und unbarmherzig erfüllt sich an ihnen das Schicksal des Macbeth … Der ungarische Regisseur Gyula Molnár schuf zusammen mit dem venezianischen Puppenspieler Gigio Brunello die italienische Original-Produktion. Sie gewann einen der wichtigsten Theaterpreise Italiens, den «Premio della Critica Teatrale». In Zusammenarbeit mit Gyula Molnár entstand eine neue Version für Thalias Kompagnons – eine hintergründige Satire auf den Theaterbetrieb und seine Protagonisten, die schließlich Opfer ihrer eigenen Profilierungssucht werden. Und wie so oft liegen Tragik und Komik absurd nah beieinander. Ein Stück mit liebevoll gezeichneten Figuren, äußerst virtuos gespielt und mit vielen subtilen Ebenen.

DO 22/04/10 20:00 UHR
Theater in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn


13,– € (erm. 9,– €)
Theater in der Brotfabrik, www.brotfabrik-theater.de
0228/421310, www.bonnticket.de

22/04
20:00
D

THEATER

THE CLOUD SPACE

EINE FÜHRUNG DURCH DAS MUSEUM DER ZUKUNFT

Wir schreiben das Jahr 2060. Fünfzig Jahre nach dem großen Umbruch, der die Geschichte der Menschheit ein für allemal zum Besseren gewendet hat. In diesem Jubiläumsjahr blicken Museen weltweit noch einmal auf das Jahr der Entscheidung, auf das Leben im Jahr 2010. Die Besucher erleben eine perfekt nachgebildete Welt in einer Open Air-Installation. Objekte, Szenen, Menschen und Begebenheiten dieses wichtigen Zeitenwechsels sind lebensecht wiedergegeben, die Museumsführer geleiten durch einen Parcours der Beinahe-Katastrophe. In einer «memorial soap» sind Szenen und Momente eines Lebens zu sehen, das heute, 2060, kaum noch vorstellbar ist. Gleichzeitig verfolgt man die ersten vorsichtigen Schritte zu dem, was kurze Zeit später zum großen Umbruch geführt hat. Space spielen gekonnt mit den Mitteln des semi-dokumentarischen Theaters: Mit geführter Audio-Tour, interventionistischen Interviews und Live-Musik wird die Realität von heute zu einem Museum von morgen, um den Blick freizugeben auf die Zusammenhänge von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Und beim Verlassen des fiktiven Museums taucht die gesellschaftliche Frage auf: In welche Gegenwart will man entlassen werden? 2010 oder 2060?

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

DO 22/04/10 20:00 UHR
FFT Juta Kasernenstraße 6 40213 Düsseldorf


AK 18,– € (erm. 10,– €) / VVK 15,– € (erm. 8,– €)
Forum Freies Theater Düsseldorf, www.forum-freies-theater.de

22/04
20:00
DO

MUSIK

THE DORF, JANOS NAGY UND FOUR BONES

SCENE JAZZWERKSTATT

«The Dorf» gilt unter Leitung des Saxofonisten Jan Klare als «Hausorchester» des «domicil». Einige der etabliertesten Jazzmusiker nrws treffen hier einmal im Monat aufeinander und lassen Musik geschehen. Mit dem Pianisten János Nagy und dem Bläser-Quartett «Four Bones» kommen aus Budapest Musiker, welche ein passend kreatives Pendant zu «The Dorf» bilden. Schräg, frisch und modern. In einer mehrtägigen, interkulturellen Jazzwerkstatt werden alle Musiker Neues erarbeiten, Begegnungspunkte schaffen und in einem offenen Konzertabend präsentieren.

Ergänzend zu den Jazzkonzerten im «domicil» ist ein kulturpädagogischer Programmpunkt in Form eines Kinderworkshops geplant. Der Workshop findet statt in Kooperation mit dem Dortmunder Jazzmusiker Stuart Grimshaw und einer Klasse aus der Unterstufe eines Dortmunder Gymnasiums. In Hörbeispielen und durch Live-Musizieren sowie Mitmach-Konzepten, werden insbesondere das Zusammengehen ungarischer Musikkultur und Improvisationsmusik vermittelt.

Ein Projekt der besonderen Art präsentiert von «domicil» in
Kooperation mit «jazzwerkruhr».

DO 22/04/10 20:00 UHR
domicil Hansastr. 7–11 44137 Dortmund


Eintritt frei
domicil gGmbH, www.domicil-dortmund.de , Kulturbüro Stadt Dortmund

22/04
21:30
K

FILM

HUKKLE – DAS DORF

EIN FILM VON GYÖRGY PÁLFI

Sommerliche Dorfidylle – die Bauern holen die Ernte ein, der Zuchteber deckt die Sau, die Bienen sammeln Honig und die Männer sterben wie die Fliegen. Vordergründig schildert «Hukkle» in rhythmischen, teils experimentellen Bildern vor allem den Mikrokosmos des Dorflebens. Die einzelnen, scheinbar unzusammenhängenden Szenen sind durch ein Geheimnis verbunden – dieses Geheimnis ist die Geschichte selbst. Denn der Dorfpolizist sieht sich mit einer steigenden Anzahl von mysteriösen Todesfällen konfrontiert.

Ungarn 2002, 75 Min., OmU, fast keine Dialoge – ungarische Lieder, Buch und Regie: György Pálfi, Schnitt: Gábor Marinkás, Musik: Balázs Barna, Samu Gryllus, Mit: Ferenc Bandi, Józsefné Rácz, József Farkas, Ferenc Nagy, Ferencné Virág, Jánosné Nagy, Mihályné Király, Mihály Király, u.a.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Dortmund statt.

DO 22/04/10 21:30 UHR
Filmpalette Köln Lübeckerstr. 15 50668 Köln


6,50 € (erm. 6,– €)
Kino Gesellschaft Köln, www.filmfestivals-koeln.de
0221/122112

23/04
19:00
DO

LITERATUR

ERZSÉBET SCHÄFFER

LESUNG IN UNGARISCHER SPRACHE

Die ungarische Journalistin und Schriftstellerin Erzsébet Schäffer hat sich durch ihre wöchentlich erscheinenden Mini-Essays und «Menschenmärchen», die fesselnden Berichte über Menschen landauf und landab, einen hervorragenden Ruf bei den ungarischen Lesern erworben. Ob sie über Bienenzüchter, Öko-Bauern oder Persönlichkeiten des kulturellen Lebens schreibt, es sind stets Geschichten, die viele Menschen tief berühren. Die Schauplätze ihrer Geschichten liegen rund um die Welt verstreut, in Mexiko, in der ungarischen Tiefebene, in Kolumbien, auf der Insel Borneo oder auf einer Ziegenfarm in Transdanubien. Der ungarische Schriftsteller Ervin Lázár sagte über sie: «Sie schafft so viel Vertrauen, dass sich die Menschen frei fühlen.» Die Pulitzer-Preisträgerin hat am 4. Dezember 2009 im Fach Journalistik den renommierten «Prima Primissima» Preis in Budapest verliehen bekommen. Zum Motto ihres Schreibens wählte sie einen Spruch von Simone Weil: «Wir müssen lernen, uns nach dem zu sehnen, das uns gehört.»

FR 23/04/10 19:00 UHR
Kleines Café Budapest Chemnitzerstr. 9 44139 Dortmund


10,– € (inkl. 2,– € Verzehr)
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de
Vorverkauf im Café, 0231/142917

23/04
20:00
BN

THEATER

MACBETH FÜR ANFÄNGER FIGURENTHEATER

THALIAS KOMPAGNONS

Der Puppenspieler, von Ehrgeiz besessen, plant eine Aufführung von Shakespeares «Macbeth». Als seine alten Kasperpuppen erfahren, dass sie nicht mitspielen dürfen, kommt es zum Aufstand: Hinter dem Rücken des Puppenspielers beginnt das Ensemble auf eigenes Risiko mit der Tragödie. Doch schon bald geraten die unschuldigen «Anfänger» in den verhängnisvollen Sog der Shakespeareschen Dramaturgie und unbarmherzig erfüllt sich an ihnen das Schicksal des Macbeth … Der ungarische Regisseur Gyula Molnár schuf zusammen mit dem venezianischen Puppenspieler Gigio Brunello die italienische Original-Produktion. Sie gewann einen der wichtigsten Theaterpreise Italiens, den «Premio della Critica Teatrale». In Zusammenarbeit mit Gyula Molnár entstand eine neue Version für Thalias Kompagnons – eine hintergründige Satire auf den Theaterbetrieb und seine Protagonisten, die schließlich Opfer ihrer eigenen Profilierungssucht werden. Und wie so oft liegen Tragik und Komik absurd nah beieinander. Ein Stück mit liebevoll gezeichneten Figuren, äußerst virtuos gespielt und mit vielen subtilen Ebenen.

FR 23/04/10 20:00 UHR
Theater in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn


13,– € (erm. 9,– €)
Theater in der Brotfabrik, www.brotfabrik-theater.de
0228/421310, www.bonnticket.de

23/04
20:00
BI

LITERATUR

GYÖRGY KONRÁD

DAS BUCH KALLIGARO

Wer ist Kalligaro? Ein Flaneur, ein Betrachter, ein Liebhaber seiner Stadt Budapest, ein Freund ganz bestimmter Cafés, ein Mann der Frauen. Ein höchst sonderbares, zwiespältiges Individuum; in der Provinz ebenso beheimatet wie in der Großstadt; ein Eremit; ein Erleidender historischer Verläufe. Krieg, Judenverfolgung, Diktatur und Reformdiktatur bringt er ebenso hinter sich, wie die Wende zur Demokratie. Darin zugleich aber ein Handelnder: Dissident, Stadtplaner, Politiker, Dichter, Wortführer, Präsident verschiedener Akademien; ein Reisender zwischen New York, Berlin und Kyōto. Kurzum: In der Gestalt des Herrn Kalligaro begegnen wir einer neuen Spiegelung des György Konrád und seines Lebensweges. Eine Zeitreise zwischen Gestern und Morgen, ein Geschichts- und Geschichtenbuch des 20. Jahrhunderts. Ein Reflexionsepos in der europäischen Traditionslinie von Rousseau, Rilke, Valéry, Pessoa und Benn. Vor allem aber: ein Buch des Lebens. «Wer nur einen einzigen Tag lebt, auch für den lohnt es; diese vierundzwanzig Stunden rechtfertigen das Abenteuer.» György Konrád.

Moderation: Prof. Werner Kummer

Eine Lesung mit György Konrád findet auch in Aachen, Münster und Neuss statt.

FR 23/04/10 20:00 UHR
Stadtbibliothek Bielefeld Wilhelmstr. 3 33602 Bielefeld


7,– € (erm. 5,– €), Bi-Pass 1,–€ (nur AK)
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

23/04
20:00
D

THEATER

THE CLOUD SPACE

EINE FÜHRUNG DURCH DAS MUSEUM DER ZUKUNFT

Wir schreiben das Jahr 2060. Fünfzig Jahre nach dem großen Umbruch, der die Geschichte der Menschheit ein für allemal zum Besseren gewendet hat. In diesem Jubiläumsjahr blicken Museen weltweit noch einmal auf das Jahr der Entscheidung, auf das Leben im Jahr 2010. Die Besucher erleben eine perfekt nachgebildete Welt in einer Open Air-Installation. Objekte, Szenen, Menschen und Begebenheiten dieses wichtigen Zeitenwechsels sind lebensecht wiedergegeben, die Museumsführer geleiten durch einen Parcours der Beinahe-Katastrophe. In einer «memorial soap» sind Szenen und Momente eines Lebens zu sehen, das heute, 2060, kaum noch vorstellbar ist. Gleichzeitig verfolgt man die ersten vorsichtigen Schritte zu dem, was kurze Zeit später zum großen Umbruch geführt hat. Space spielen gekonnt mit den Mitteln des semi-dokumentarischen Theaters: Mit geführter Audio-Tour, interventionistischen Interviews und Live-Musik wird die Realität von heute zu einem Museum von morgen, um den Blick freizugeben auf die Zusammenhänge von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Und beim Verlassen des fiktiven Museums taucht die gesellschaftliche Frage auf: In welche Gegenwart will man entlassen werden? 2010 oder 2060?

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

FR 23/04/10 20:00 UHR
FFT Juta Kasernenstraße 6 40213 Düsseldorf


AK 18,– € (erm. 10,– €) / VVK 15,– € (erm. 8,– €)
Forum Freies Theater Düsseldorf, www.forum-freies-theater.de

23/04
20:00
DO

MUSIK

POP IVAN UND JÁNOS NAGY FEAT. FOUR BONES

NEUE SZENE UNGARISCHER JAZZMUSIK

Schräg, frisch und modern: Die neue Szene ungarischer Jazzmusik! In einem Doppelkonzert sind mit János Nagy feat. «Four Bones», sowie «Pop Ivan» zwei der spannendsten Ensembles Ungarns zu Gast im großen Saal des «domicil». Beide repräsentieren einen neuen, modernen Stil ungarischer Jazzmusik. Aktuelle Grooves, kombiniert mit traditionellen Einflüssen Ungarns, freien Soli und Elektronik – alles abgerundet mit fantastisch kreativen Videoprojektionen, denen sich kaum ein Zuhörer entziehen kann. Das aus der Klassik kommende Bläserquartett «Four Bones» wird an diesem Abend von dem Pianisten János Nagy, musikalischer Leiter des «Freestyle Chamber Orchestra Budapest» und einer der kreativsten (Jazz-) Köpfe seines Landes geleitet. Mit «Pop Ivan» kommt zusätzlich die begehrteste junge Gruppe Ungarns. Eine Band, die in reduzierter Big-Band-Formation, mit treibenden Beats, schrägen Sounds, wunderschönen Melodien und mitreißender Euphorie sowie Melancholie, ihr Publikum begeistert. Ein ständig groovendes Duo aus Schlagzeug und Bass hier, eine peitschende Gitarre im Zusammenspiel mit der vierköpfigen Bläsersektion da – verschiedene perkussive Instrumente und Effektgeräte zaubern ein gewaltiges Klangvolumen, das die Zuhörer mit einem Mix aus Rock, Jazz und Balkanbeats umhüllt.

In ihrer Performance nutzen «Pop Ivan» neben ihrer Musik großartige visuelle Kunst – parallel zum Konzert werden Super 8 und 16mm Filme zu sehen sein, welche die Band und die einzelnen Musiker quasi live vertonen. Ihr Debutalbum «Hospital Hungary» veröffentlichten «Pop Ivan» 2001, seitdem geben sie Konzerte in ganz Europa und spielten wiederholt in Russland, Österreich, Slowenien sowie in Belgien, Frankreich, Kroatien, Georgien und 2006 auf dem Jazzfestival in Moers.

Eine Veranstaltung mit «Pop Ivan» findet auch in Münster und Bielefeld statt.

FR 23/04/10 20:00 UHR
domicil Hansastr. 7–11 44137 Dortmund


VVK 14,– € / AK 18,– €
domicil gGmbH, Kulturbüro Stadt Dortmund
0231/8629030, www.domicil-dortmund.de

23/04
21:30
K

FILM

KONTROLL – JEDER MUSS BEZAHLEN

EIN FILM VON NIMRÓD ANTAL

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden. Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle. Seine Kollegen und er werden angepöbelt, angespuckt, angebrüllt. Wer einmal U-Bahnkontrolleur geworden ist, der ist offensichtlich nicht mehr in der Lage mit der Welt an der Oberfläche zurecht zu kommen. Unter der Erde ist die Welt aber auch nicht einfacher zu meistern. Bootsie, der flinkste Schwarzfahrer  der Stadt, narrt die Kartenkontrolleure jeden Tag aufs Neue. Die Rivalen aus den anderen Kontrolltrupps feinden sie dauerhaft an. Und ein mysteriöser Killer, der immer wieder unschuldige Fahrgäste vor einfahrende Züge stößt, verbreitet Angst und Schrecken. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist «Kontroll» eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Ungarn 2003, 106 Min., fsk 16, dtF, Regie: Nimród Antal, Mit: Csaba Pindroch, Zoltán Mucsi, Sándor Csányi

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Dortmund statt.

FR 23/04/10 21:30 UHR
Filmpalette Köln Lübeckerstr. 15 50668 Köln


6,50 € (erm. 6,– €)
Kino Gesellschaft Köln, www.filmfestivals-koeln.de
0221/122112

24/04
19:30
AC

LITERATUR

GYÖRGY KONRÁD

DAS BUCH KALLIGARO

Wer ist Kalligaro? Ein Flaneur, ein Betrachter, ein Liebhaber seiner Stadt, ein Freund ganz bestimmter Cafés, des Kognaks und ein Mann der Frauen. Ein höchst sonderbares, zwiespältiges Individuum; in der Provinz, der er entstammt, ebenso beheimatet wie in der Großstadt; ein Eremit; ein Erleidender historischer Verläufe. Krieg, Judenverfolgung, Diktatur und Reformdiktatur bringt er ebenso hinter sich, wie die Wende zur Demokratie. Darin zugleich aber ein Handelnder: Dissident, Stadtplaner, Politiker, Dichter, Wortführer; ein Reisender zwischen  New York, Berlin und Kyōto. Kurzum: In der Gestalt des Herrn Kalligaro begegnen wir einer neuen Spiegelung des György Konrád. Anders als die linear erzählten Lebensläufe, die uns aus anderen Werken Konráds vertraut sind, splittert sich die neue Lebensgeschichte in einen Kosmos von mehr als 200 kurzen Erzählungen, Beobachtungen und Reflexionen. Eine Zeitreise zwischen Gestern und Morgen und ein Geschichts- und Geschichtenbuch des 20. Jahrhunderts – ein Buch des Lebens. «Wer nur einen einzigen Tag lebt, auch für den lohnt es; diese vierundzwanzig Stunden rechtfertigen das Abenteuer.» György Konrád

Moderation: Hermann Wallman

György Konráds Lesung findet im Rahmen der Verleihung des
Karlspreises zu Aachen statt.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Münster und Neuss statt.

SA 24/04/10 19:30 UHR
Ratssitzungssaal des Aachener Rathaus Markt 52062 Aachen


7,– € (erm. 5,– €)
Kulturbetrieb Aachen

24/04
20:00
D

THEATER

THE CLOUD SPACE

EINE FÜHRUNG DURCH DAS MUSEUM DER ZUKUNFT

Wir schreiben das Jahr 2060. Fünfzig Jahre nach dem großen Umbruch, der die Geschichte der Menschheit ein für allemal zum Besseren gewendet hat. In diesem Jubiläumsjahr blicken Museen weltweit noch einmal auf das Jahr der Entscheidung, auf das Leben im Jahr 2010. Die Besucher erleben eine perfekt nachgebildete Welt in einer Open Air-Installation. Objekte, Szenen, Menschen und Begebenheiten dieses wichtigen Zeitenwechsels sind lebensecht wiedergegeben, die Museumsführer geleiten durch einen Parcours der Beinahe-Katastrophe. In einer «memorial soap» sind Szenen und Momente eines Lebens zu sehen, das heute, 2060, kaum noch vorstellbar ist. Gleichzeitig verfolgt man die ersten vorsichtigen Schritte zu dem, was kurze Zeit später zum großen Umbruch geführt hat. Space spielen gekonnt mit den Mitteln des semi-dokumentarischen Theaters: Mit geführter Audio-Tour, interventionistischen Interviews und Live-Musik wird die Realität von heute zu einem Museum von morgen, um den Blick freizugeben auf die Zusammenhänge von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Und beim Verlassen des fiktiven Museums taucht die gesellschaftliche Frage auf: In welche Gegenwart will man entlassen werden? 2010 oder 2060?

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

SA 24/04/10 20:00 UHR
FFT Juta Kasernenstraße 6 40213 Düsseldorf


AK 18,– € (erm. 10,– €) / VVK 15,– € (erm. 8,– €)
Forum Freies Theater Düsseldorf, www.forum-freies-theater.de

24/04
21:30
D

MUSIK

LITTLE COW

KULTURELLER HOCHZEITSSOUND

Eine sonore Baritonstimme singt, mal sanft, mal laut, mal englisch, mal französisch, mal ungarisch. Ein Tamburin gibt den Rhythmus vor, Ska. Dazu erklingt ein folkloristisches Akkordeon, eine sentimentale Klarinette, eine rockige E-Gitarre. So ungefähr hört sich die Musik von «Little Cow» an, die sie selbst als «kulturellen Hochzeitssound» oder «crazy listening» bezeichnen. Emotional, ein bisschen melancholisch, verträumt, romantisch, aber auch rau – vor allem jedoch sehr spaßig. In Ungarn ist die Serie «Kistehén» (Kleine Kuh) im Bereich der  Trickfilmhelden der König. Produziert hat die Serie László Kollár, der vor lauter Spaß an der Sache auch gleich noch einige Songs für seine Filme schrieb und mit einer Schar durchgedrehter Landbewohner einspielte. So entstand im Jahre 2005 die Band «Little Cow». Die Single «Cyber Boy» hat in Ungarn einen Schnellstart hingelegt und die Band in ihrer Heimat berühmt gemacht. Im Anschluss an das Konzert präsentiert das «Eastblokmusic» DJ Team wilde Tanzmusik aus dem Balkan. Zu den bisherigen Veröffentlichungen von «Eastblokmusic» zählen die schon legendären Compilations BalkanBeats Vol. 1 bis 3 und die Alben «Cafe Sputnik – Electronic Exotica from Russia», «Polska Rootz» und «Balkan Grooves». Eine wilde Osteuropa-Party ist garantiert!

SA 24/04/10 21:30 UHR
ZAKK Fichtenstr. 40 40233 Düsseldorf


13,– € (ERM. 10,– €)
globalklang e.V., www.globalklang.de , «KulturÇok»
Zakk, 0211/9730010

24/04
21:30
K

FILM

DELTA

EIN FILM VON KORNÉL MUNDRUCZÓ

Ein verschlossener junger Mann kehrt in die abgeschiedene und wilde Natur des Deltas zurück, einem Labyrinth aus schiffbaren Wasserläufen, kleinen Inseln und üppiger Vegetation, durch welche die einheimische Bevölkerung vom Rest der Welt abgeschnitten ist. Obwohl er diesen Landstrich in seiner Kindheit verlassen hat, möchte er sich nun dort niederlassen und trifft bei dieser Gelegenheit seine Schwester, von deren Existenz er nichts wusste. Wenngleich zierlich und schüchtern, zeigt sie sich sehr entschlossen, als es darum geht, zu ihm in seine baufällige Hütte zu ziehen. Fern von allen anderen machen sie sich daran, mitten im Fluss ein Haus auf Pfählen zu bauen. Doch bei den Einheimischen macht sich Missbilligung breit. Eine inzestuöse Geschwisterliebe mit dramatischem Ausgang.

Ungarn / Deutschland 2008, 92 Min., OmeUT, Buch & Regie: Kornél Mundruczó, Mit: Orsi Tóth, Félix Lajkó, Sándor Gáspár, Lili Monori

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

SA 24/04/10 21:30 UHR
Filmpalette Köln Lübeckerstr. 15 50668 Köln


6,50 € (erm. 6,– €)
Kino Gesellschaft Köln, www.filmfestivals-koeln.de
0221/122112

25/04
11:00
MS

LITERATUR

GYÖRGY KONRÁD

DAS BUCH KALLIGARO

Wer ist Kalligaro? Ein Flaneur, ein Betrachter, ein Liebhaber seiner Stadt Budapest, ein Freund ganz bestimmter Cafés und des Cognaks, ein Mann der Frauen. Ein höchst sonderbares, zwiespältiges Individuum; in der Provinz ebenso beheimatet wie in der Großstadt; ein Eremit; ein Erleidender historischer Verläufe. Krieg, Judenverfolgung, Diktatur und Reformdiktatur bringt er ebenso hinter sich, wie die Wende zur Demokratie. Darin zugleich aber ein Handelnder: Dissident, Stadtplaner, Politiker, Dichter, Wortführer, Präsident verschiedener Akademien; ein Reisender zwischen New York, Berlin und Kyōto. Kurzum: In der Gestalt des Herrn Kalligaro begegnen wir einer neuen Spiegelung des György Konrád und seines Lebensweges. Eine Zeitreise zwischen Gestern und Morgen, ein Geschichts- und Geschichtenbuch des 20. Jahrhunderts. Ein Reflexionsepos in der europäischen Traditionslinie von Rousseau, Rilke, Valéry, Pessoa und Benn. Vor allem aber: ein Buch des Lebens. «Wer nur einen einzigen Tag lebt, auch für den lohnt es; diese vierundzwanzig Stunden rechtfertigen das Abenteuer.» György Konrád. Moderation: Prof. Werner Kummer

Eine Lesung mit György Konrád findet auch in Aachen, Bielefeld und Neuss statt.

SO 25/04/10 11:00 UHR
Rathausfestsaal im Rathaus Münster Prinzipalmarkt 48143 Münster


8,– € (erm. 5,– €)
Kulturamt der Stadt Münster, Literaturverein Münster e.V., www.muenster.de/stadt/kulturamt , Deutsch-Ungarische Gesellschaft Münster
Rosta Buchladen, 0251/44926, www.rosta-online.de

25/04
17:30
BO

FILM

SUNSHINE – EIN HAUCH VON SONNENSCHEIN

EIN FILM VON ISTVÁN SZABÓ

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzien eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug. Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte. Die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch – von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 – gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.

Ungarn / Kanada / Österreich / Deutschland 1999, 173 Min., engl OmdtU, fsk 12, Drehbuch: Israel Horovitz & István Szabó, Regie: István Szabó, Mit: Ralph Fiennes, William Hurt, John Neville, Rachel Weisz, Jennifer Ehle

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

SO 25/04/10 17:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


7,– € (erm. 6,– €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

25/04
18:00
BN

LITERATUR

PÉTER NÁDAS

PARALLELGESCHICHTEN

Péter Nádas liest aus seinem neuen Roman "Parallelgeschichten", der im Frühling 2011 erscheint.

"Der Dreiteiler begleitet den Lebensweg zweier Familien, einer ungarischen und einer deutschen, vom 19. Jahrhundert bis zum Fall der Mauer. Dabei schildert der Erzähler jeweils aus seiner persönlichen Sicht. Der Handlungsaufbau ist nicht ursächlich begründbar. Es ist einfach das Gesehene, das Beobachtete, das Erlebte.

Das Kapitel, das Péter Nádas liest, ist angesetzt in den Wirren des Volksaufstandes in – vermutlich – Budapest. Straßenkämpfe, Lebensmittelknappheit und die Menschen, die trotz allen widrigen Umständen ihr Leben normal weiterführen wollen. Der Erzähler ist ein guter und sensibler Beobachter, er erkennt auch die kleinen Veränderungen an den Menschen. So sieht er, daß sie im Chaos des Umsturzes Kleider wie selbstverständlich tragen, die sie sonst nur selten hervorholen.

Genau diese Details und Beobachtungen sind es, die den Reiz dieses kurzen "Teasers" ausmachten. Der Erzähler liefert präzise Schilderungen, einfühlsame Bilder und detailverliebte Szenen, ohne jedoch langatmig zu sein oder die Erzählung zu überfrachten. Der Duktus erinnert an Bilder großer Impressionisten, die trotz gegenständlicher Üppigkeit gesetzt und beinahe verhalten wirken, angenehm und harmonisch.

Dabei stimmen Thema und Wendung der Handlung nachdenklich und wirken tief. Sowjetische Panzer fahren in die Stadt ein; und da, wo niemand es vermuten möchte, liegt am Ende alles in Trümmern: die lange Schlange vor der Bäckerei hindert nicht den Schuß."
(David Weiers/campus-web.de, 28.04.2010)

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Münster, Wuppertal, Neuss und Düsseldorf statt.

SO 25/04/10 18:00 UHR
Bonner Lese- und Erholungsgesellschaft von 1787, Saal der evangelischen Kirche, Zugang auch über Tiefgarage 1. Fährgasse Adenauer Allee 37 53113 Bonn


Eintritt frei
www.bonn.de/stadtbibliothek, www.lesebonn.de

26/04
18:00
BN

FILM

THE MAN FROM LONDON

EIN FILM VON BÉLA TARR

Maloin hat ein einfaches Leben, ohne Perspektiven. Er lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres, bemerkt nicht was um ihn herum passiert, akzeptiert seinen langsamen, unvermeidlichen Zerfall und seine fast völlige Isolation. Nach und nach verkleinert sich sein Kontaktkreis und wird mechanisch. Die Einzige ihm nahe gebliebene ist seine Tochter Henriette. Als Maloin Zeuge eines Mordes wird verändert sich sein Leben. Er muss sich mit moralischen Fragen auseinandersetzen: Was ist Verbrechen, was ist Strafe, wo zieht man die feine Linie zwischen Unschuld und Mitschuld? Skepsis führt ihn dazu, die Bedeutung und den Wert der Existenz in Frage zu stellen.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr. + engl. OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Co-Regisseurin: Ágnes Hranitzky, Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes, István Lénárt
Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Dortmund und Köln statt.

MO 26/04/10 18:00 UHR
Kino in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn-Beuel


6,50 € (erm. 5,– €)
Bonner Kinemathek
0228/478489, www.bonnerkinemathek.de

26/04
19:30
NE

LITERATUR

GYÖRGY KONRÁD

DAS BUCH KALLIGARO

Wer ist «Kalligaro»? Ein Flaneur, ein Betrachter, ein Liebhaber seiner Stadt (Budapest), ein Freund ganz bestimmter Cafés und des Kognaks, ein Mann der Frauen. Ein höchst sonderbares, zwiespältiges Individuum; in der Provinz, der er entstammt, ebenso beheimatet wie in der Großstadt; ein Eremit; ein Erleidender historischer Verläufe. Krieg, Judenverfolgung, Diktatur und Reformdiktatur bringt er ebenso hinter sich, wie die Wende zur Demokratie. Darin zugleich aber ein Handelnder: Dissident, Stadtplaner, Politiker, Dichter, Wortführer, Präsident verschiedener Akademien; ein Reisender zwischen New York, Berlin und Kyōto. Kurzum: In der Gestalt des Herrn Kalligaro begegnen wir einer neuen Spiegelung des György Konrád und seines Lebensweges. Aber anders als die linear erzählten Lebensläufe, die uns aus anderen Werken Konráds vertraut sind, splittert sich die neue Lebensgeschichte in einen Kosmos von mehr als 200 kurzen Erzählungen, Beobachtungen, Reflexionen, und so ist dieses Buch vieles zugleich: eine mosaikartig sich zusammensetzende Autobiographie, ein artistischer Selbstversuch, ein Aphorismenschatz, ein Vademecum der stoischen Lebenskunst; eine Zeitreise zwischen Gestern und Morgen, ein Geschichts- und Geschichtenbuch des 20. Jahrhunderts; ein Buch der Epiphanien, eine musikalische Komposition. Ein Reflexionsepos in der europäischen Traditionslinie von Rousseau, Rilke, Valéry, Pessoa und Benn. Vor allem aber: ein Buch des Lebens. «Wer nur einen einzigen Tag lebt, auch für den lohnt es; diese vierundzwanzig Stunden rechtfertigen das Abenteuer.»

Diese Veranstaltung findet auch in Aachen, Bielefeld und Münster statt.

MO 26/04/10 19:30 UHR
Stadtbibliothek Neuss Neumarkt 10 41460 Neuss


6,– € (erm. 4,– €)
Stadtbibliothek Neuss, www.stadtbibliothek-neuss.de

26/04
20:00
BN

THEATER

THE CLOUD SPACE

EINE FÜHRUNG DURCH DAS MUSEUM DER ZUKUNFT

Wir schreiben das Jahr 2060. Fünfzig Jahre nach dem großen Umbruch, der die Geschichte der Menschheit ein für allemal zum Besseren gewendet hat. In diesem Jubiläumsjahr blicken Museen weltweit noch einmal auf das Jahr der Entscheidung, auf das Leben im Jahr 2010. Die Besucher erleben eine perfekt nachgebildete Welt in einer Open Air-Installation. Objekte, Szenen, Menschen und Begebenheiten dieses wichtigen Zeitenwechsels sind lebensecht wiedergegeben, die Museumsführer geleiten durch einen Parcours der Beinahe-Katastrophe. In einer «memorial soap» sind Szenen und Momente eines Lebens zu sehen, das heute, 2060, kaum noch vorstellbar ist. Gleichzeitig verfolgt man die ersten vorsichtigen Schritte zu dem, was kurze Zeit später zum großen Umbruch geführt hat. Space spielen gekonnt mit den Mitteln des semi-dokumentarischen Theaters: Mit geführter Audio-Tour, interventionistischen Interviews und Live-Musik wird die Realität von heute zu einem Museum von morgen, um den Blick freizugeben auf die Zusammenhänge von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Und beim Verlassen des fiktiven Museums taucht die gesellschaftliche Frage auf: In welche Gegenwart will man entlassen werden? 2010 oder 2060?

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

MO 26/04/10 20:00 UHR
Theater im Ballsaal Frongasse 9 53121 Bonn


12,– € (erm. 8,– €)
Theater im Ballsaal, www.theater-im-ballsaal.de
0228/797901, karten(at)theater-im-ballsaal.de

27/04
19:00
BN

FILM

DELTA

EIN FILM VON KORNÉL MUNDRUCZÓ

Ein verschlossener junger Mann kehrt in die abgeschiedene und wilde Natur des Deltas zurück, einem Labyrinth aus schiffbaren Wasserläufen, kleinen Inseln und üppiger Vegetation, durch welche die einheimische Bevölkerung vom Rest der Welt abgeschnitten ist. Obwohl er diesen Landstrich in seiner Kindheit verlassen hat, möchte er sich nun dort niederlassen und trifft bei dieser Gelegenheit seine Schwester, von deren Existenz er nichts wusste. Wenngleich zierlich und schüchtern, zeigt sie sich sehr entschlossen, als es darum geht, zu ihm in seine baufällige Hütte zu ziehen. Fern von allen anderen machen sie sich daran, mitten im Fluss ein Haus auf Pfählen zu bauen. Doch bei den Einheimischen macht sich Missbilligung breit. Eine inzestuöse Geschwisterliebe mit dramatischem Ausgang.

Ungarn / Deutschland 2008, 92 Min., OmeUT, Buch & Regie: Kornél Mundruczó, Mit: Orsi Tóth, Félix Lajkó, Sándor Gáspár, Lili Monori

Diese Veranstaltung findet auch in Köln statt.

DI 27/04/10 19:00 UHR
Kino in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn-Beuel


6,50 € (erm. 5,– €)
Bonner Kinemathek
0228/478489, www.bonnerkinemathek.de

27/04
19:30
BO

LITERATUR

GYÖRGY DALOS

DER VORHANG GEHT AUF. DAS ENDE DER DIKTATUREN IN OSTEUROPA

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluss an das westliche Europa suchen. Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozess der Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine  Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. György Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt und arbeitet heute als freier Schriftsteller in Berlin und zählt zu den bedeutendsten ungarischen Autoren.

Eine Lesung mit György Dalos findet auch in Dortmund, Düsseldorf, Neuss und Münster statt.

DI 27/04/10 19:30 UHR
Stadtbücherei Bochum Zentralbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2–6 44787 Bochum


Eintritt frei
Stadtbücherei Bochum, www.bochum.de/stadtbuecherei

27/04
19:30
NE

LITERATUR

PÉTER NÁDAS

PARALLELGESCHICHTEN

Péter Nádas liest aus seinem neuen Roman "Parallelgeschichten", der im Frühling 2011 erscheint.

"Der Dreiteiler begleitet den Lebensweg zweier Familien, einer ungarischen und einer deutschen, vom 19. Jahrhundert bis zum Fall der Mauer. Dabei schildert der Erzähler jeweils aus seiner persönlichen Sicht. Der Handlungsaufbau ist nicht ursächlich begründbar. Es ist einfach das Gesehene, das Beobachtete, das Erlebte.

Das Kapitel, das Péter Nádas liest, ist angesetzt in den Wirren des Volksaufstandes in – vermutlich – Budapest. Straßenkämpfe, Lebensmittelknappheit und die Menschen, die trotz allen widrigen Umständen ihr Leben normal weiterführen wollen. Der Erzähler ist ein guter und sensibler Beobachter, er erkennt auch die kleinen Veränderungen an den Menschen. So sieht er, daß sie im Chaos des Umsturzes Kleider wie selbstverständlich tragen, die sie sonst nur selten hervorholen.

Genau diese Details und Beobachtungen sind es, die den Reiz dieses kurzen "Teasers" ausmachten. Der Erzähler liefert präzise Schilderungen, einfühlsame Bilder und detailverliebte Szenen, ohne jedoch langatmig zu sein oder die Erzählung zu überfrachten. Der Duktus erinnert an Bilder großer Impressionisten, die trotz gegenständlicher Üppigkeit gesetzt und beinahe verhalten wirken, angenehm und harmonisch.

Dabei stimmen Thema und Wendung der Handlung nachdenklich und wirken tief. Sowjetische Panzer fahren in die Stadt ein; und da, wo niemand es vermuten möchte, liegt am Ende alles in Trümmern: die lange Schlange vor der Bäckerei hindert nicht den Schuß."
(David Weiers/campus-web.de, 28.04.2010)

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Bonn, Münster, Wuppertal und Düsseldorf statt.

DI 27/04/10 19:30 UHR
Stadtbibliothek Neuss Neumarkt 10 41460 Neuss


6,– € (erm. 4,– €)
Stadtbibliothek Neuss, www.stadtbibliothek-neuss.de

27/04
20:00
BN

THEATER

THE CLOUD SPACE

EINE FÜHRUNG DURCH DAS MUSEUM DER ZUKUNFT

Wir schreiben das Jahr 2060. Fünfzig Jahre nach dem großen Umbruch, der die Geschichte der Menschheit ein für allemal zum Besseren gewendet hat. In diesem Jubiläumsjahr blicken Museen weltweit noch einmal auf das Jahr der Entscheidung, auf das Leben im Jahr 2010. Die Besucher erleben eine perfekt nachgebildete Welt in einer Open Air-Installation. Objekte, Szenen, Menschen und Begebenheiten dieses wichtigen Zeitenwechsels sind lebensecht wiedergegeben, die Museumsführer geleiten durch einen Parcours der Beinahe-Katastrophe. In einer «memorial soap» sind Szenen und Momente eines Lebens zu sehen, das heute, 2060, kaum noch vorstellbar ist. Gleichzeitig verfolgt man die ersten vorsichtigen Schritte zu dem, was kurze Zeit später zum großen Umbruch geführt hat. Space spielen gekonnt mit den Mitteln des semi-dokumentarischen Theaters: Mit geführter Audio-Tour, interventionistischen Interviews und Live-Musik wird die Realität von heute zu einem Museum von morgen, um den Blick freizugeben auf die Zusammenhänge von Erinnerung und Geschichtsschreibung. Und beim Verlassen des fiktiven Museums taucht die gesellschaftliche Frage auf: In welche Gegenwart will man entlassen werden? 2010 oder 2060?

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

DI 27/04/10 20:00 UHR
Theater im Ballsaal Frongasse 9 53121 Bonn


12,– € (erm. 8,– €)
Theater im Ballsaal, www.theater-im-ballsaal.de
0228/797901, karten(at)theater-im-ballsaal.de

28/04
19:00
DO

FILM

DER FALL RAOUL WALLENBERG

KLAUS DEXEL

Im Auftrag der schwedischen Regierung und des War Refugee Board reist der junge Diplomat Raoul Wallenberg im Juli 1944 nach Ungarn. Das Ziel seiner Mission lautet: «so viele Menschenleben zu retten wie möglich.» Als er in Budapest eintrifft, sind bereits über 400.000 Juden aus den ungarischen Provinzen in die Vernichtungslager deportiert. Dasselbe Schicksal erwartet die 200.000 Juden in Budapest. In nur sechs Monaten gelingt es Raoul Wallenberg und seinen Helfern, Zehntausende von ihnen – auch unter Einsatz des eigenen Lebens – vor der Vernichtung durch die SS und ihre ungarischen Schergen zu bewahren. Der Dokumentarfilm erzählt auch von der Jugendzeit Raouls und dem problematischen Verhältnis des Wallenberg-Clans zu ihm. Die Wallenbergs leiten eines der bedeutendsten Wirtschaftsimperien Schwedens. Neueste Erkenntnisse aus den Archiven der ehemaligen UdSSR werden im Film verarbeitet.

Produktion arte/br, Deutschland 2004, 90 Min.

MI 28/04/10 19:00 UHR
VHS Dortmund Hansastr. 2–4 44137 Dortmund


Eintritt frei
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, VHS Dortmund, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V.

28/04
19:30
NE

LITERATUR

GYÖRGY DALOS

DER VORHANG GEHT AUF. DAS ENDE DER DIKTATUREN IN OSTEUROPA

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten Polen, Ungarn, ddr, cssr, Bulgarien und Rumänien nach jahrzehntenlanger Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: Endlich konnten diese Länder ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluss an das westliche Europa suchen. Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozess der  Loslösung in Gang kam, welche Zufälle und Details eine Rolle spielten und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock hinter dem Eisernen Vorhang ein östliches Europa werden konnte. György Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1995 den «Adelbert-von-Chamisso-Preis» und 2000 die «Goldene Plakette der Republik Ungarn». Bei C.H.Beck liegen von ihm vor: Ungarn in der Nussschale. Geschichte meines Landes (bsr 1638) und 1956. Der Aufstand in Ungarn (2006).

Eine Veranstaltung mit György Dalos findet auch in Bochum, Dortmund, Düsseldorf und Münster statt.

MI 28/04/10 19:30 UHR
Stadtbibliothek Neuss Neumarkt 10 41460 Neuss


6,– € (erm. 4,– €)
Stadtbibliothek Neuss, www.stadtbibliothek-neuss.de

29/04
19:00
DO

DIALOG

DIE ROMA IN UNGARN

FILM VON DR. MICHAEL KLUTH/ VORTRAG VON SEBASTIAN GARTHOFF

Auf den Nationalitätenkarten des 19. und 20. Jahrhunderts, vom Gebiet des heutigen Ungarn und der Slowakei, fehlen die Roma. Erst Ende der 90er Jahre verwendete ein ungarischer Geograf gelbe Punktsignaturen, die auf diese Bevölkerungsgruppe verweisen. Im heutigen Ungarn bilden die Roma die größte ethnische Minderheit mit einer Bevölkerungszahl von 700.000 (7% der Gesamtbevölkerung). Die Arbeitslosenquote liegt, abhängig von der Region,  zwischen 50 % und 90 %, in einzelnen ausschließlich von Roma bewohnten Dörfern im Grenzgebiet zur Slowakei sogar bei 100 %. Seit den 90er Jahren ist die Diskriminierung der ungarischen Roma, auf Grund schlechter oder versäumter sozialpolitischer Maßnahmen, auf allen Ebenen spürbar: sozial, kulturell, institutionell und politisch. Ändert sich die gesellschaftliche Situation der Roma in Ungarn und im restlichen Europa nicht, so könnte die Lage weiter eskalieren. Ergänzend zum Vortrag zeigt der achtminütige Kurz-Dokumentarfilm von Michael Kluth eine Möglichkeit, den Bildungsstandard der Roma zu heben. Der Referent, Sebastian Garthoff, hat in Erfurt und in Vilnius Politik und Sozialwissenschaft studiert, zwischen 2006 und 2009 war er Journalist bei der deutschsprachigen Budapester Zeitung «Pester Lloyd».

DO 29/04/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

29/04
19:30
D

LITERATUR

PÉTER NÁDAS

PARALLELGESCHICHTEN

Péter Nádas liest aus seinem neuen Roman "Parallelgeschichten", der im Frühling 2011 erscheint.

"Der Dreiteiler begleitet den Lebensweg zweier Familien, einer ungarischen und einer deutschen, vom 19. Jahrhundert bis zum Fall der Mauer. Dabei schildert der Erzähler jeweils aus seiner persönlichen Sicht. Der Handlungsaufbau ist nicht ursächlich begründbar. Es ist einfach das Gesehene, das Beobachtete, das Erlebte.

Das Kapitel, das Péter Nádas liest, ist angesetzt in den Wirren des Volksaufstandes in – vermutlich – Budapest. Straßenkämpfe, Lebensmittelknappheit und die Menschen, die trotz allen widrigen Umständen ihr Leben normal weiterführen wollen. Der Erzähler ist ein guter und sensibler Beobachter, er erkennt auch die kleinen Veränderungen an den Menschen. So sieht er, daß sie im Chaos des Umsturzes Kleider wie selbstverständlich tragen, die sie sonst nur selten hervorholen.

Genau diese Details und Beobachtungen sind es, die den Reiz dieses kurzen "Teasers" ausmachten. Der Erzähler liefert präzise Schilderungen, einfühlsame Bilder und detailverliebte Szenen, ohne jedoch langatmig zu sein oder die Erzählung zu überfrachten. Der Duktus erinnert an Bilder großer Impressionisten, die trotz gegenständlicher Üppigkeit gesetzt und beinahe verhalten wirken, angenehm und harmonisch.

Dabei stimmen Thema und Wendung der Handlung nachdenklich und wirken tief. Sowjetische Panzer fahren in die Stadt ein; und da, wo niemand es vermuten möchte, liegt am Ende alles in Trümmern: die lange Schlange vor der Bäckerei hindert nicht den Schuß."
(David Weiers/campus-web.de, 28.04.2010)

Diese Veranstaltung findet auch in Bielfeld, Bonn, Münster, Neuss und Wuppertal statt.

DO 29/04/10 19:30 UHR
Heinrich-Heine-Institut Bilker str. 12–14 40213 Düsseldorf


6,– € (erm. 4,– €)
Heinrich-Heine-Institut, www.duesseldorf.de/heineinstitut
0211/8995571, hhi-hhg(at)t-online.de

29/04
20:00
MH

THEATER

BÉLA PINTÉR COMPANY

DIE NIE ZURÜCKKEHRENDE

Béla Pintér, Jahrgang 1970, ist neben Árpád Schilling der bedeutendste Theaterautor und -regisseur der freien Szene in Ungarn. Sein Stück «Die nie Zurückkehrende» bringt das Publikum in den Genuss einer großen Versuchung. Inspiriert von der tragischen Geschichte des sogenannten «Tengiz-Projekts», bei dem in den 80er-Jahren ungarische Arbeiter nach Baku gebracht wurden, um Gasfelder zu schürfen, erzählt Pintér von einer kleinen Belegschaft, die auszieht, um ihr Glück zu machen. «Obwohl wir in einer Demokratie leben und von den Regeln des Kapitalismus beherrscht werden, sind die Gifte des alten Regimes noch nicht aus unserem Nervensystem verschwunden. Wir sind geneigt, große Führer zu feiern und zu akzeptieren, dass wir vorgeschrieben bekommen, was gut und was schlecht ist. Aber keine Sorge! Wir werden im Stück nicht über Politik sprechen. Es geht um Menschen, die sich an etwas hängen, von dem sie glauben, dass es nie zurückkehren wird. Und alles nur, um am Ende ihr Leben zu lassen.»

Mit: Zoltán Friedenthal, Antal Kéménczy, Béla Pintér, László Quitt, Hella Roszik, Zsófia Szamosi, Szabolcs Thuróczy; Text und Regie: Béla Pintér; Musik: Antal Kéménczy; Bühne: Gábor Tamás; Kostümbild: Mari Benedek; Dramaturgie: Éva Enyedi; Regieassistenz: Andrea Pass, Edit Bottka, Rozi Hajdú; Kostümassistenz: Júlia Kiss; Licht: Zoltán Vida; Sound: János Rembeczki; Requisite: László Quitt, Dániel Kovács

In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Im Rahmen von Schöne Aussicht / Theater der Welt 2010.

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund statt.

DO 29/04/10 20:00 UHR
Ringlokschuppen Am Schloß Broich 38 45479 Mülheim an der Ruhr


10,– € (erm. 5,– €)
Ringlokschuppen Mülheim, www.ringlokschuppen.de

29/04
20:00
MS

LITERATUR

GYÖRGY DALOS UND LEA POLGÁR

UNGARN – GESTERN UND HEUTE

Das Jahr 1989 bedeutete für die osteuropäischen Staaten nach langer Abhängigkeit von der UdSSR und Herrschaft der kommunistischen Diktatur einen tiefen Einschnitt: endlich konnten die Länder demokratische Strukturen aufbauen und den Anschluss an das westliche Europa suchen. Der Schriftsteller György Dalos erzählt, wie der Prozess der Loslösung in Gang kam und welche Widerstände überwunden werden mussten, bevor aus dem Ostblock ein östliches Europa wurde. Dalos, 1943 in Budapest geboren, lebt als freier Schriftsteller in Berlin und ist einer der bedeutendsten ungarischen Schriftsteller.

Eine Lesung mit G. Dalos findet auch in Bochum, Dortmund, Düsseldorf und Neuss statt.


In ihrem ersten Roman «Die zwei Welten der Rahel Bratmann» erzählt Lea Polgár eine Familiengeschichte aus dem Budapest zwischen 1906 und 1911. Anhand von zwei Töchtern einer jüdischen Familie erzählt Polgár zwei Versionen eines Lebens. Kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges begibt sich die Eine mit ihrem Mann nach Amerika und sieht ihre Ehe scheitern, die Andere heiratet einen Juden und wird glücklich. Eine friedliche Welt der Koexistenz in einer der großen europäischen Metropolen, wie es sie bald darauf nicht mehr geben dürfte.

Eine Lesung mit L. Polgár findet auch in Aachen, Bonn und Düsseldorf statt.

DO 29/04/10 20:00 UHR
Bezirksregierung Domplatz 1–3 48143 Münster


8,– € (erm. 5,– €)
Kulturamt der Stadt Münster, Literaturverein Münster e.V., www.muenster.de/stadt/kulturamt , Deutsch-Ungarische Gesellschaft Münster
Rosta Buchladen, 0251/44926, www.rosta-online.de

29/04
20:30
BI

MUSIK

POP IVAN

BALKAN UNDERGROUND JAZZ

In Ungarn sind sie die begehrteste junge Gruppe, die in ihren Stücken ein irisierendes Wechselspiel zwischen starken Grooves, freien Soli und augenzwinkernd auftauchenden Klängen der traditionellen Musik ihres Landes inszeniert. Eine Band, die in reduzierter Big Band Formation, mit treibenden Beats, schrägen Sounds, wunderschönen Melodien und mitreißender Euphorie ihr Publikum begeistert. Ein ständig groovendes Duo aus Schlagzeug und Bass hier, eine peitschende Gitarre im Zusammenspiel mit der vierköpfigen Bläsersektion da – verschiedene perkussive Instrumente und Effektgeräte zaubern ein gewaltiges Klangvolumen, das die Zuhörer mit einem Mix aus Rock, Jazz und Balkanbeats umhüllt.

In ihrer Performance nutzen «Pop Ivan» neben ihrer Musik großartige visuelle
Kunst – parallel zum Konzert werden Super 8 und 16mm Filme zu sehen sein, welche die Band und einzelne Musiker quasi live vertonen.

«Pop Ivan» gründete sich 1998 aus einer progressiven Experimental Rock Band und einer Künstlergruppe von Malern, Filmern und Musikern. Charakteristisch für ihre Musik ist eine gewisse Durchlässigkeit von unterschiedlichen Stilen und Atmosphären.

Ihr Debütalbum «Hospital Hungary» veröffentlichten «Pop Ivan» 2001, seitdem geben sie Konzerte in ganz Europa und spielten unter anderen in wiederholt in Russland, Österreich, Slowenien sowie in Belgien. Ende 2008 erschien das Livealbum «DreamHunting».

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund und Münster statt.

DO 29/04/10 20:30 UHR
Bunker Ulmenwall Kreuzstr. 0 33602 Bielefeld


VVK 11,– €/AK 13,– € (erm. 9,– €) / U18-jährige: Eintritt frei
Bunker Ulmenwall e.V., www.bunker-ulmenwall.de
Tourist Info NW-Ticket.de

29/04
21:30
BO

FILM

KONTROLL – JEDER MUSS BEZAHLEN

EIN FILM VON NIMRÓD ANTAL

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden. Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle. Seine Kollegen und er werden angepöbelt, angespuckt, angebrüllt. Wer einmal U-Bahnkontrolleur geworden ist, der ist offensichtlich nicht mehr in der Lage mit der Welt an der Oberfläche zurecht zu kommen. Unter der Erde ist die Welt aber auch nicht einfacher zu meistern. Bootsie, der flinkste Schwarzfahrer  der Stadt, narrt die Kartenkontrolleure jeden Tag aufs Neue. Die Rivalen aus den anderen Kontrolltrupps feinden sie dauerhaft an. Und ein mysteriöser Killer, der immer wieder unschuldige Fahrgäste vor einfahrende Züge stößt, verbreitet Angst und Schrecken. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist «Kontroll» eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Ungarn 2003, 106 Min., fsk 16, dtF, Regie: Nimród Antal
Mit: Csaba Pindroch, Zoltán Mucsi, Sándor Csányi

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

DO 29/04/10 21:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


6,– € (erm. 5,– €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

30/04
19:00
DO

KUNST

HAJNAL NÉMETH

CRYSTAL CLEAR PROPAGANDA – THE TRANSPARENT METHOD

Zu den 40. Internationalen Kulturtagen, im Rahmen der scene ungarn in nrw zeigt der Dortmunder Kunstverein eine Installation von Hajnal Németh. «Crystal Clear Propaganda – The Transparent Method» (2009), verwandelt den Ausstellungsraum in eine Arena politischer Propaganda. Der Besucher wird mit Plakaten konfrontiert, die mit allen Mitteln aus dem Arsenal der Parteipropaganda operieren, mit leuchtenden Farben, einprägsamen Formen, griffigen Slogans und pathetischen Posen. Aus Lautsprechern ertönt die Marseillaise. Gesungen von zwölf ausgewählten französisch und nicht französisch sprechenden Personen, ertönt eine teils unsinnige und dadurch ironische Verfremdung des Textes und der Melodie. Die Personen, die die verschiedenen Versionen eingesungen haben, treten auf den Plakaten mit paradoxen Parolen auf, wie «I love you executed!», «Stop eating dead goat!» oder einfach «Meeeeee!» Hajnal Németh dekonstruiert die politische Rhetorik, indem sie deren Inhalt entleert und die Form auf sich selbst hin transparent macht. Die Fragmente dieser künstlichen Einheit stehen nun allgemein als Material zur Disposition, das allerdings nicht emanzipativ und partizipatorisch, sondern als «Image», Fetisch zur individuellen Selbstdarstellung genutzt wird. Neben der Hauptinstallation «The Crystal Clear Propaganda» zeigt Hajnal Németh die Fotoserie «Except Me» aus dem Jahre 2009.

FR 30/04/10 19:00 UHR
Dortmunder Kunstverein Hansastraße 2–4 44137 Dortmund


Eintritt frei
Dortmunder Kunstverein, www.dortmunder-kunstverein.de , Kulturbüro Stadt Dortmund

30/04
20:00
MH

THEATER

BÉLA PINTÉR COMPANY

DIE NIE ZURÜCKKEHRENDE

Béla Pintér, Jahrgang 1970, ist neben Árpád Schilling der bedeutendste Theaterautor und -regisseur der freien Szene in Ungarn. Sein Stück «Die nie Zurückkehrende» bringt das Publikum in den Genuss einer großen Versuchung. Inspiriert von der tragischen Geschichte des sogenannten «Tengiz-Projekts», bei dem in den 80er-Jahren ungarische Arbeiter nach Baku gebracht wurden, um Gasfelder zu schürfen, erzählt Pintér von einer kleinen Belegschaft, die auszieht, um ihr Glück zu machen. «Obwohl wir in einer Demokratie leben und von den Regeln des Kapitalismus beherrscht werden, sind die Gifte des alten Regimes noch nicht aus unserem Nervensystem verschwunden. Wir sind geneigt, große Führer zu feiern und zu akzeptieren, dass wir vorgeschrieben bekommen, was gut und was schlecht ist. Aber keine Sorge! Wir werden im Stück nicht über Politik sprechen. Es geht um Menschen, die sich an etwas hängen, von dem sie glauben, dass es nie zurückkehren wird. Und alles nur, um am Ende ihr Leben zu lassen.»

Mit: Zoltán Friedenthal, Antal Kéménczy, Béla Pintér, László Quitt, Hella Roszik, Zsófia Szamosi, Szabolcs Thuróczy;

Text und Regie: Béla Pintér; Musik: Antal Kéménczy; Bühne: Gábor Tamás; Kostümbild: Mari Benedek; Dramaturgie: Éva Enyedi; Regieassistenz: Andrea Pass, Edit Bottka, Rozi Hajdú; Kostümassistenz: Júlia Kiss; Licht: Zoltán Vida; Sound: János Rembeczki; Requisite: László Quitt, Dániel Kovács

In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Im Rahmen von Schöne Aussicht / Theater der Welt 2010.

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund statt.

FR 30/04/10 20:00 UHR
Ringlokschuppen Am Schloß Broich 38 45479 Mülheim an der Ruhr


10,– € (erm. 5,– €)
Ringlokschuppen Mülheim, www.ringlokschuppen.de

30/04
20:00
DO

TANZ

«STILL» UND «MONOTONE»

MÁRTA LADJÁNSZKI

Wieder einmal experimentiert Márta Ladjánszki in «Still» mit für die ungarische zeitgenössische Tanzszene Aufregendem und Einzigartigem. «Still» zeigt eine Situation, in der die Darsteller halbherzig Nachrichten, Gestiken und Emotionen senden ohne Hoffnung auf eine Reaktion oder Antwort zu hegen. Es erscheint fast, als sei dieser Zustand endgültig und unabänderlich. Ist er es wirklich? Das Thema der Kommunikation, die aufgeworfenen Fragen und Antworten kreieren eine Atmosphäre von Konzentration und Dichte, die auch vom Publikum viel Aufmerksamkeit erfordert. Schon der Titel «Still» verweist höchst einfallsreich auf die absolute Passivität und die Unfähigkeit zu einer wirklichen Kommunikation.

Konzept und Regie: Márta Ladjánszki, Choreographie: Márta Ladjánszki und Tänzer, Tänzer: Garai Júlia und Varga Zsolt, Musikcollage: Zsolt Varga, Kostüme: Butterfly

«monotone» – diese Solo-Performance spielt mit dem menschlichen Aussehen, der Stimme, Formen und Ausdrucksweisen der Bewegung. Was zunächst als ortsspezifisch entwickelte Performance begann, fand im Laufe der Zeit seinen Weg in den Theaterraum, auf die Bühne. Zeitlose und unterschiedlichste Situationen der Beziehung zwischen Mann und Frau, dem Verhältnis zwischen Akteur, Tänzer und Publikum werden thematisiert und improvisiert.

«Hören Sie zu und lassen Sie sich von ganzem Herzen von der Sehnsucht, die ich Ihnen wünsche, ergreifen». Das Stück gewann 2006 den 1. Preis des Jarmila Jeřabkova Award in Prag!

Konzept und Tanz: Marta Ladjanszki. Ein besonderer Dank gilt: Márton Jedlicska, Bálazs Lajti, Dori Szilagyi, Arpád Toth, Zsolt Varga.

Mit freundlicher Unterstützung von: L1 Independent Dancers’ Partnersship, okm, nka, Bakelit m.a.c.

Die Veranstaltung «monotone» findet auch in Köln statt.

FR 30/04/10 20:00 UHR
Theater im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


15,– € (erm. 10,– €)
Theater im Depot in Kooperation mit dem Kulturbüro Stadt Dortmund und artscenico.e.V, www.depotdortmund.de
Kultur Info Shop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de, www.kis.dortmund.de , Reservierungen: Theater im Depot zum AK Preis, 0231/9822336 (AB), ticket(at)theaterimdepot.de

30/04
21:30
BO

FILM

KONTROLL – JEDER MUSS BEZAHLEN

EIN FILM VON NIMRÓD ANTAL

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden. Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle. Seine Kollegen und er werden angepöbelt, angespuckt, angebrüllt. Wer einmal U-Bahnkontrolleur geworden ist, der ist offensichtlich nicht mehr in der Lage mit der Welt an der Oberfläche zurecht zu kommen. Unter der Erde ist die Welt aber auch nicht einfacher zu meistern. Bootsie, der flinkste Schwarzfahrer  der Stadt, narrt die Kartenkontrolleure jeden Tag aufs Neue. Die Rivalen aus den anderen Kontrolltrupps feinden sie dauerhaft an. Und ein mysteriöser Killer, der immer wieder unschuldige Fahrgäste vor einfahrende Züge stößt, verbreitet Angst und Schrecken. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist «Kontroll» eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Ungarn 2003, 106 Min., fsk 16, dtF, Regie: Nimród Antal
Mit: Csaba Pindroch, Zoltán Mucsi, Sándor Csányi

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

FR 30/04/10 21:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


6,– € (erm. 5,– €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

30/04
22:00
MS

MUSIK

POP IVAN

BALKAN UNDERGROUND JAZZ

In Ungarn sind sie die begehrteste junge Gruppe, die in ihren Stücken ein irisierendes Wechselspiel zwischen starken Grooves, freien Soli und augenzwinkernd auftauchenden Klängen der traditionellen Musik ihres Landes inszeniert. Eine Band, die in reduzierter Big-Band-Formation, mit treibenden Beats, schrägen Sounds, wunderschönen Melodien und mitreißender Euphorie ihr Publikum begeistert. Ein ständig groovendes Duo aus Schlagzeug und Bass hier, eine peitschende Gitarre im Zusammenspiel mit der vierköpfigen Bläsersektion da – verschiedene perkussive Instrumente und Effektgeräte zaubern ein gewaltiges Klangvolumen, das die Zuhörer mit einem Mix aus Rock, Jazz und Balkanbeats umhüllt.

In ihrer Performance nutzen «Pop Ivan» neben ihrer Musik großartige visuelle Kunst – parallel zum Konzert werden Super 8 und 16mm Filme zu sehen sein, welche die Band und einzelne Musiker quasi live vertonen.

«Pop Ivan» gründet sich 1998 aus einer progressiven Experimental Rock Band und einer Künstlergruppe von Malern, Filmern und Musikern. Charakteristisch für ihre Musik ist eine gewisse Durchlässigkeit von unterschiedlichen Stilen und Atmosphären.

Ihr Debutalbum «Hospital Hungary» veröffentlichten «Pop Ivan» 2001, seitdem geben sie Konzerte in ganz Europa und spielten unter anderem in wiederholt in Russland, Österreich, Slowenien sowie in Belgien. Ende 2008 erschien das Livealbum «Dreamhunting».

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund und Bielefeld statt.
Um 17.00 Uhr wird im cinema Münster der Film «Slow Mirror» von den Bandmitgliedern Nándor Hevesi und Kornél Szilágyi mit Musik von Pop Ivan gezeigt.

FR 30/04/10 22:00 UHR
Pumpenhaus Gartenstr. 123 48147 Münster


8,– € (erm. 6,– €)
PUMPENHAUS MÜNSTER, www.pumpenhaus.de
0251/233443

01/05
19:00
DO

FILM

DEALER

BENEDEK FLIEGAUF

Ein Mann im Krankenhaus, von Kopf bis Fuß in Mullbinden eingehüllt: Er hat sich unter Drogeneinfluss in der Sonnenbank verbrannt. Nun hält er es vor Schmerzen nicht mehr aus, und die Aussicht, Ferkelhaut verpflanzt zu bekommen, bestärkt ihn nicht eben in seinem Überlebenswillen. Daher bittet er einen Freund, ihn zu erlösen – mit einem «goldenen Schuss». Der Freund tut ihm den Gefallen. So beginnt der Tag des Dealers – mit der Tötung eines seiner Kunden. Der junge ungarische Regisseur Benedek Fliegauf hat einen eigenwilligen Film über die Schattenseiten des Daseins gedreht: in dunklen, graugrünen Bildern, mit einer Tonspur, die wie eine surreale Geräuschkulisse wirkt, und in extrem langsamem Tempo. Zudem ist der Film in ein Format gebracht, das an 70mm-Filme erinnert, jedoch auf HD aufgenommen und am Computer bearbeitet ist. Die Kamera verfolgt die Hauptfigur bei ihrer «Berufsausübung»: Der Dealer wird hier nicht als verdammenswert geschildert, eher im Gegenteil: Er kümmert sich sogar um die Tochter einer Fixerin, als die ihm eröffnet, er sei der Vater des Kindes. Sein Geschäft betreibt er mit der nüchternen Haltung eines Kaufmanns, der die Drogenabhängigen wie Kunden bedient – auch wenn er dabei selbst Leib und Leben riskiert.

Ungarn 2004, 163 Min, 35mm, OmU, Farbe, Regie: Benedek Fliegauf

SA 01/05/10 19:00 UHR
sweetSixteen-Kino im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


7,– € (erm. 6,– €)
sweetSixteen-filmclub e.V., www.sweetSixteen-Kino.de , Kulturbüro Stadt Dortmund
0231/9106623, info(at)sweetSixteen-Kino.de

01/05
20:00
DO

THEATER

BÉLA PINTÉR COMPANY

DIE NIE ZURÜCKKEHRENDE

Béla Pintér ist einer der bedeutendsten Theaterautoren und -regisseure der freien Szene in Ungarn. Sein Stück «Die nie Zurückkehrende» ist inspiriert von der tragischen Geschichte des «Tengiz-Projekts», bei dem in den 80er Jahren ungarische Arbeiter nach Baku gebracht wurden, um Gasfelder zu schürfen. Pintér erzählt von einer kleinen Firma, die auszieht, um ihr Glück zu machen. «Obwohl wir in einer Demokratie leben und von den Regeln des Kapitalismus beherrscht werden, sind die Gifte des alten Regimes noch nicht aus unserem Nervensystem verschwunden. Wir sind geneigt, große Führer zu feiern und zu akzeptieren, dass wir vorgeschrieben bekommen, was gut und was schlecht ist. Aber keine Sorge! Wir werden im Stück nicht über Politik sprechen. Es geht um Menschen, die sich an etwas hängen, von dem sie glauben, dass es nie zurückkehren wird. Und alles nur, um am Ende ihr Leben zu lassen.»

Mit: Zoltán Friedenthal, Antal Kéménczy, Béla Pintér, László Quitt, Hella Roszik, Zsófia Szamosi, Szabolcs Turóczy; Text und Regie: Béla Pintér; Musik: Antal Kéménczy; Bühne: Gábor Tamás; Kostümbild: Mari Benedek; Dramaturgie: Éva Enyedi.

In ungarischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Diese Veranstaltung findet auch in Mülheim an der Ruhr statt.

SA 01/05/10 20:00 UHR
Theater im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


15,– € (erm. 10,– €)
Theater im Depot in Kooperation mit dem Kulturbüro Stadt Dortmund und artscenico.e.V, www.depotdortmund.de
Kultur Info Shop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de , www.kis.dortmund.de , Reservierungen: Theater im Depot zum AK Preis, 0231/9822336, ticket(at)theaterimdepot.de

01/05
20:30
BO

FILM

THE MAN FROM LONDON

EIN FILM VON BÉLA TARR

Maloin lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres – dort führt er ein einfaches Leben, in dem er jedoch keine Perspektiven mehr hat. Er nimmt die Welt um sich herum kaum noch wahr und hat vor dem langsamen, unvermeidlichen Zerfall des Lebens und seiner eigenen, völligen Einsamkeit kapituliert. Als er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes wird, schlägt sein Leben eine neue Richtung ein. Er trifft auf Fragen über die Sünde, das Gesetz, die Moral und bemerkt den feinen Unterschied zwischen Unschuld und Mitschuld.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr+engl OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Co-Regisseurin: Ágnes Hranitzky, Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes, István Lénárt
Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

SA 01/05/10 20:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


6,50 € (erm. 5,50 €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

02/05
11:00
DO

KUNST

GÉZA SALLAI UND PÉTER SOMODY

MALEREI UND BILDHAUEREI

Der Bildhauer Géza Sallai ist 1967 in Budapest geboren. Er lehrt an der Kunstakademie Budapest. Der Maler Péter Somody, 1963 in Veszprém geboren, lebt in Pécs und ist dort Dozent an der Kunstfakultät Universität. Die Künstlervereinigung «Dortmunder Gruppe» ist stolz, dass beide Künstler ihrer Einladung gefolgt sind und in der Städtischen Galerie «Torhaus» Rombergpark ihre aktuellen Kunstwerke präsentieren werden.

SO 02/05/10 11:00 UHR
Torhaus Rombergpark Am Rombergpark 44225 Dortmund


Eintritt frei
Kulturbüro Stadt Dortmund, Künstlervereinigung Dortmunder Gruppe, www.dortmunder-gruppe.de

02/05
14:00
DO

FILM

SUNSHINE – EIN HAUCH VON SONNENSCHEIN

ISTVÁN SZABÓ

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug. Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte. Die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch – von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 – gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.

Ungarn / Kanada / Österreich / Deutschland 1999, 173 Min., engl OmdtU, fsk 12, Drehbuch: Israel Horovitz & István Szabó, Regie: István Szabó; Mit: Ralph Fiennes, William Hurt, John Neville, Rachel Weisz, Jennifer Ehle

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

SO 02/05/10 14:00 UHR
Roxy Kino Münsterstr. 95 44145 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

02/05
19:00
DO

TANZ

«DUNES» UND «LOVE TO GIVE»

ZEITGENÖSSISCHER TANZ

«Dunes» – das ist die unmittelbare Nähe zur Natur. Wie in all seinen Arbeiten, ist auch hier Ferenc Fehérs Tanz ein Medium für direkte sinnliche Erfahrungen. Die Bewegungen schwingen im Gleichklang mit der Musik, der Körper ist fokussiert auf seine eigenen Gesetze und wird zu einem Spielball, einem Medium innerer Stärke und Kräfte. Ferenc Fehér hat nie eine formale Tanzausbildung absolviert, aber auf Grund der Genres, die seine Kunst beeinflusst haben (Free Style Tanz, fernöstliche Aktionskunst), haben er und seine Tänzer ihren eigenen Stil kreiert.

«Love to Give» [statusM next] – Live-Action, eine Echtzeit-Beziehung. Die Akteure agieren nicht nur untereinander, sondern auch mit dem Publikum. Die Zuschauer betreten den Raum, es entsteht eine spezifische Atmosphäre, in der die Darsteller sich für die Show vorbereiten. Und ab dem Moment, in dem die Show beginnt, ist der Zuschauer Teil eines einmalig entstandenen Augenblicks. Márta Ladjánszki ist vielleicht die vielversprechendste Künstlerin ihrer Zunft. Ihre Werke sind voller Feuer, ihre individuelle und außergewöhnliche Präsenz, ihre Fantasie, die Leidenschaft ihrer Bewegungen und ihre Sensibilität ist in allen ihren Kreationen zu entdecken.

«Dunes» findet auch in Wuppertal und Hagen statt.

SO 02/05/10 19:00 UHR
Theater im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


15,– € (erm. 10,– €)
TKulturbüro Stadt Dortmund, artscenico.e.V, www.depotdortmund.de
Kultur Info Shop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de, www.kis.dortmund.de , Reservierungen: Theater im Depot zum AK Preis, 0231/9822336, ticket(at)theaterimdepot.de

02/05
19:30
DO

FILM

RENGETEG

BENEDEK FLIEGAUF

Rengeteg – Wildnis. Der erste abendfüllende Spielfilm von Benedek Fliegauf zeigt in verschiedenen Episoden das Leben junger Menschen, die zur Zeit der Wende Teenager waren. Sie haben viele Probleme: Wie trifft man einen toten Freund und was nimmt man da mit? Was soll man von jemandem halten, der sein ganzes Geld durch den Schredder gejagt hat? Was tun, wenn man sich davor fürchtet, Kinder zu bekommen und dabei der sadistischen Großmutter immer ähnlicher zu werden? Eine absurde Welt voller düsterer Träume, Erinnerungen und Ahnungen entfaltet sich vor den Augen des Zuschauers. (aus: filmfestival goEast – Wiesbaden)

Ungarn 2003, 93 Min, 35mm, OmU Farbe, Regie: Benedek Fliegauf; Buch: Benedek Fliegauf; Kamera: Zoltán Lovasi; Darsteller: Rita Braun, Barbara Csonka, Gábor Dióssy; Produktion Inforg Stúdió, Budapest; Produzent: András Muhi

SO 02/05/10 19:30 UHR
sweetSixteen-Kino im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


7,– € (erm. 6,– €)
sweetSixteen-filmclub e.V., www.sweetSixteen-Kino.de , Kulturbüro Stadt Dortmund
0231/9106623, info(at)sweetSixteen-Kino.de

02/05
20:30
BO

FILM

THE MAN FROM LONDON

EIN FILM VON BÉLA TARR

Maloin lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres – dort führt er ein einfaches Leben, in dem er jedoch keine Perspektiven mehr hat. Er nimmt die Welt um sich herum kaum noch wahr und hat vor dem langsamen, unvermeidlichen Zerfall des Lebens und seiner eigenen, völligen Einsamkeit kapituliert. Als er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes wird, schlägt sein Leben eine neue Richtung ein. Er trifft auf Fragen über die Sünde, das Gesetz, die Moral und bemerkt den feinen Unterschied zwischen Unschuld und Mitschuld.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr+engl OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Co-Regisseurin: Ágnes Hranitzky,
Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes,
István Lénárt
Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

SO 02/05/10 20:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


6,50 € (erm. 5,50 €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

03/05
20:30
W

LITERATUR

PÉTER NÁDAS

PARALLELGESCHICHTEN

Péter Nádas liest aus seinem neuen Roman "Parallelgeschichten", der im Frühling 2011 erscheint.

"Der Dreiteiler begleitet den Lebensweg zweier Familien, einer ungarischen und einer deutschen, vom 19. Jahrhundert bis zum Fall der Mauer. Dabei schildert der Erzähler jeweils aus seiner persönlichen Sicht. Der Handlungsaufbau ist nicht ursächlich begründbar. Es ist einfach das Gesehene, das Beobachtete, das Erlebte.

Das Kapitel, das Péter Nádas liest, ist angesetzt in den Wirren des Volksaufstandes in – vermutlich – Budapest. Straßenkämpfe, Lebensmittelknappheit und die Menschen, die trotz allen widrigen Umständen ihr Leben normal weiterführen wollen. Der Erzähler ist ein guter und sensibler Beobachter, er erkennt auch die kleinen Veränderungen an den Menschen. So sieht er, daß sie im Chaos des Umsturzes Kleider wie selbstverständlich tragen, die sie sonst nur selten hervorholen.

Genau diese Details und Beobachtungen sind es, die den Reiz dieses kurzen "Teasers" ausmachten. Der Erzähler liefert präzise Schilderungen, einfühlsame Bilder und detailverliebte Szenen, ohne jedoch langatmig zu sein oder die Erzählung zu überfrachten. Der Duktus erinnert an Bilder großer Impressionisten, die trotz gegenständlicher Üppigkeit gesetzt und beinahe verhalten wirken, angenehm und harmonisch.

Dabei stimmen Thema und Wendung der Handlung nachdenklich und wirken tief. Sowjetische Panzer fahren in die Stadt ein; und da, wo niemand es vermuten möchte, liegt am Ende alles in Trümmern: die lange Schlange vor der Bäckerei hindert nicht den Schuß."
(David Weiers/campus-web.de, 28.04.2010)

Die Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Bonn, Münster, Neuss und Düsseldorf statt.

MO 03/05/10 20:30 UHR
Café Ada Wiesenstr. 6 42105 Wuppertal


10,– € (erm. 6,– €)
Café Ada & Mare e.V., www.cafeada.de

03/05
21:30
BO

FILM

HUKKLE – DAS DORF

EIN FILM VON GYÖRGY PÁLFI

Sommerliche Dorfidylle – die Bauern holen die Ernte ein, der Zuchteber deckt die Sau, die Bienen sammeln Honig und die Männer sterben wie die Fliegen. Vordergründig schildert «Hukkle» in rhythmischen, teils experimentellen Bildern vor allem den Mikrokosmos des Dorflebens. Die einzelnen, scheinbar unzusammenhängenden Szenen sind durch ein Geheimnis verbunden – dieses Geheimnis ist die Geschichte selbst. Denn der Dorfpolizist sieht sich mit einer steigenden Anzahl von mysteriösen Todesfällen konfrontiert.

Ungarn 2002, 75 Min., OmU, fast keine Dialoge – ungarische Lieder, Buch und Regie: György Pálfi, Schnitt: Gábor Marinkás, Musik: Balázs Barna, Samu Gryllus, Mit: Ferenc Bandi, Józsefné Rácz, József Farkas, Ferenc Nagy, Ferencné Virág, Jánosné Nagy, Mihályné Király, Mihály Király, u.a.

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

MO 03/05/10 21:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


6,– € (erm. 5,– €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

04/05
21:30
BO

FILM

HUKKLE – DAS DORF

EIN FILM VON GYÖRGY PÁLFI

Sommerliche Dorfidylle – die Bauern holen die Ernte ein, der Zuchteber deckt die Sau, die Bienen sammeln Honig und die Männer sterben wie die Fliegen. Vordergründig schildert «Hukkle» in rhythmischen, teils experimentellen Bildern vor allem den Mikrokosmos des Dorflebens. Die einzelnen, scheinbar unzusammenhängenden Szenen sind durch ein Geheimnis verbunden – dieses Geheimnis ist die Geschichte selbst. Denn der Dorfpolizist sieht sich mit einer steigenden Anzahl von mysteriösen Todesfällen konfrontiert.

Ungarn 2002, 75 Min., OmU, fast keine Dialoge – ungarische Lieder, Buch und Regie: György Pálfi, Schnitt: Gábor Marinkás, Musik: Balázs Barna, Samu Gryllus, Mit: Ferenc Bandi, Józsefné Rácz, József Farkas, Ferenc Nagy, Ferencné Virág, Jánosné Nagy, Mihályné Király, Mihály Király, u.a.

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn, Dortmund und Köln statt.

DI 04/05/10 21:30 UHR
Endstation Kino im Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


6,– € (erm. 5,– €)
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

05/05
20:00
W

MUSIK

DAS NRW / UNGARN QUARTETT

UNGARISCHE IMPROVISATIONSMUSIK TRIFFT DEUTSCHEN JAZZ

Frank Gratkowski, international einer der profiliertesten deutschen Jazzmusiker und Träger des swr Jazzpreises verknüpft immer wieder durch seine profunde Kenntnis des zeitgenössischen Komponierens neue Musik mit der Spontanität des Free Jazz. Szilárd Mezei, ein Multiinstrumentalist und europäischer Rising-Star wurde im August 2008 von der Zeitschrift «Down Beat» ins Zentrum der «European Scene» gestellt. Albert Márkos ist ein klassisch ausgebildeter Cellist, der sowohl als Interpret, Komponist und Improvisator international bekannt wurde. Martin Blume arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, improvisierter und Neuer Musik. Sein Spiel wird bestimmt von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht nur die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit seinen Mitmusikern ist.

In diesem Quartett kommt es zu einer spannenden Begegnung von jeweils zwei der international bekannten Top Musiker Ungarns mit Musikern aus nrw und einem Zusammenfluss von zeitgenössischem Jazz und improvisierter Musik.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum und Bielefeld statt.

MI 05/05/10 20:00 UHR
ort Luisenstr. 116 42103 Wuppertal


Eintritt frei
Peter Kowald Gesellschaft/ort e.V., www.kowald-ort.com

05/05
20:00
DO

FILM

SUNSHINE – EIN HAUCH VON SONNENSCHEIN

ISTVÁN SZABÓ

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrt Ivan Sors in das Haus seines Urgroßvaters Emmanuel Sonnenschein zurück. Er macht sich auf die Suche nach einem verschollenen Rezeptbuch, das die Ingredienzen eines besonderen Kräuterelixiers beinhaltet. Der delikate Schnaps, der als Heilmittel für so manches Leiden galt, verhalf einst seiner Familie zu Reichtum. Doch anstelle des Buches, trifft Ivan auf verworrene Geschichten aus der Vergangenheit. Geschichten voller Sehnsucht, Leidenschaft und Betrug. Drei Epochen, drei Geschichten, drei Lebensabschnitte. Die bewegende Geschichte einer jüdischen Familie in Ungarn, die drei Generationen hindurch – von 1840 bis hin zur ungarischen Revolution im Jahre 1956 – gegen politische Machthaber, gesellschaftliche Barrikaden und innere Zwiespälte anzukämpfen hat und doch immer wieder zusammenhält.

Ungarn / Kanada / Österreich / Deutschland 1999, 173 Min., engl OmdtU, fsk 12, Drehbuch: Israel Horovitz & István Szabó, Regie: István Szabó; Mit: Ralph Fiennes, William Hurt, John Neville, Rachel Weisz, Jennifer Ehle

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

MI 05/05/10 20:00 UHR
Roxy Kino Münsterstr. 95 44145 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

05/05
20:30
D

MUSIK

ENSEMBLE ZENGÖ

TRADITION VIRTUOS

Das Ensemble «Zengö» aus der ungarischen Kulturhauptstadt 2010 Pécs besteht nun seit über 25 Jahren. Es ist in vierzehn Ländern auf Festivals und Bühnen aufgetreten. Neben zahlreichen TV- und Hörfunkauftritten haben die MusikerInnen bisher drei Alben aufgenommen. In ihren Konzerten, Musik der archaischen ungarischen Bauernmusik, vermischen sich die eigenartigen Melodien der asiatischen Urkultur mit europäischen Harmonien. Durch die speziell gebauten Saiteninstrumente erschließen sich der dynamische, dichte Klang, der strenge, energievolle Rhythmus und die Lyrik dieser Musikwelt erschlossen. Die Spezialität des Konzertes ist die aufregende Synthese der traditionellen Musik mit der heutigen, modernen Musik, die in den Kompositionen und Improvisationen auf den akustischen Instrumenten erklingen. Eine Besonderheit des Programms von «Zengö» ist das sogenannte «Tanzhaus», ein gemeinsamer Tanz am Ende des Konzertes. Während dem konzertanten Teil des Programms, ist der Einfluss der Rhythmen und Tanzeinlagen auf die Zuschauer so stark, dass diese sich bewusst oder unbewusst nach dem Mittanzen sehnen. Dieser Bewegungsdrang kann unter der Anleitung des Tänzers mit einfachen und lustigen Schritten in selbstvergessener, ausgelassener Stimmung münden.

MI 05/05/10 20:30 UHR
Jazzschmiede Himmelgeisterstr. 107g 40225 Düsseldorf


13,– € / erm. 10,– €
globalklang e.V., www.globalklang.de, «KulturÇok»
Jazzschmiede, 0211/3110564, www.jazz-schmiede.de

06/05
14:00
DO

DIALOG

ALS FREIWILLIGE EIN JAHR IN DORTMUND

ERFAHRUNGSBERICHT VON KATALIN VIRÁG BALOGH

Für viele ist es ein Traum: Ein Jahr fremde Luft schnuppern, in einem europäischen Land der eigenen Wahl zu leben und zu arbeiten, um so eine andere europäische Kultur kennen zu lernen. Die Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen – seit 2003 Plattform des europäischen Freiwilligendienstes (efd) – macht diesen Traum für alle zwischen 18 und 30 Jahren möglich und lädt zum Gespräch mit europäischen Freiwilligen ein. Das Spektrum der Projekte ist groß. Von der Mitarbeit in Jugend- und Behinderteneinrichtungen über den Einsatz in kulturellen oder ökologischen Projekten bis hin zu Tätigkeiten in Sportvereinen oder karitativen Organisationen. Anlässlich der scene ungarn in nrw und der internationalen Kulturtage der Stadt Dortmund ist Katalin Virág Balogh aus Budapest zu Gast. Sie berichtet über ihren europäischen Freiwilligendienst im Jahr 2008–2009 in Dortmund. Weitere Ansprechpartner sind Kristina Danisova (Slowakei), Karol Gorzkowski (Polen), Margarita Kurochkina (Russland) und Aija Gusare (Lettland), die zur Zeit ihren efd in Dortmund absolvieren sowie junge Leute aus Dortmund und Umgebung, die vom efd in andere EU-Mitgliedsstaaten entsandt wurden. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit Dortmunder Schulen im Rahmen der «Europa Woche 2010» statt.

DO 06/05/10 14:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen ( www.agnrw.de ) in Kooperation mit Dortmunder Schulen

06/05
19:00
DO

DIALOG

UNGARN IN DER EU – EINE BILANZ

VORTRAG VON JÁNOS CAN TOGAY

Seit 2004 ist Ungarn Mitglied der EU, die strukturelle Anpassung an die Arbeitsweisen in der EU ist erfolgreich vollzogen. Jüngste Eurobarometer-Umfragen haben aber gezeigt, dass Ungarn sich aufgrund der Nachbeitrittskrise, ausgelöst durch den Druck der EU-Erfordernisse und der Inlandsprobleme sowie der Konjunkturflaute zu einem der pessimistischsten Mitgliedstaaten entwickelt hat. Die Ungarn sind zunehmend unzufrieden in der EU, bewerten die EU jedoch weiterhin positiver als die innenpolitischen Entwicklungen. So ist zum Beispiel die Zufriedenheit mit der Demokratie in der EU auch viel höher als die Zufriedenheit mit der Demokratie in Ungarn! An diesem Abend geht der Referent außerdem auf die Frage ein: Wie haben sich vor diesem Hintergrund die traditionell ausgezeichneten Beziehungen zu Deutschland entwickelt?

Can Togay ist seit zwei Jahren Direktor des Ungarischen Kulturinstituts, des «Collegium Hungaricum» in Berlin. Er wurde als Sohn türkischer Eltern, die aus politischen Gründen aus der Türkei emigrierten, in Budapest geboren. Can Togay ist in Budapest und Leipzig aufgewachsen, hat in Budapest Germanistik und Anglistik studiert. Er hat in den letzten 30 Jahren als Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur gearbeitet. In seiner Person vertritt er in idealer Weise die drei europäischen Kulturhauptstädte 2010 (Das Ruhrgebiet, Pécs, Istanbul).

Im Anschluss an den Vortrag findet eine Diskussion zum Thema statt.

DO 06/05/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

06/05
20:00
BO

MUSIK

DAS NRW / UNGARN QUARTETT

UNGARISCHE IMPROVISATIONSMUSIK TRIFFT DEUTSCHEN JAZZ

Frank Gratkowski, international einer der profiliertesten deutschen Jazzmusiker und Träger des swr Jazzpreises verknüpft immer wieder durch seine profunde Kenntnis des zeitgenössischen Komponierens neue Musik mit der Spontanität des Free Jazz. Szilárd Mezei, ein Multiinstrumentalist und europäischer Rising-Star wurde im August 2008 von der Zeitschrift «Down Beat» ins Zentrum der «European Scene» gestellt. Albert Márkos ist ein klassisch ausgebildeter Cellist, der sowohl als Interpret, Komponist und Improvisator international bekannt wurde. Martin Blume arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, improvisierter und Neuer Musik. Sein Spiel wird bestimmt von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht nur die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit seinen Mitmusikern ist.

In diesem Quartett kommt es zu einer spannenden Begegnung von jeweils zwei der international bekannten Top-Musiker Ungarns mit Musikern aus nrw und einem Zusammenfluss von zeitgenössischem Jazz und improvisierter Musik.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld und Wuppertal statt.

DO 06/05/10 20:00 UHR
Museum Bochum Kortumstr. 147 44777 Bochum


10,– € (erm. 8,– €)
AMMR - Aktuelle Musik Metropole Ruhr
0234/9104230, www.bochum.de/museum

07/05
19:00
E

MUSIK

BÉLA SZAKCSI LAKATOS UND DORROTYA GÉCZI

JAZZ-CHANSON KONZERT

Evergreens, Chansons und Jazzimprovisationen – Béla Szakcsi Lakatos zählt zu den renommiertesten Pianisten Ungarns. Seine Stücke atmen Ungarns vielfältige Kultur. Westeuropäischer Jazz gemischt mit Zigeunerklängen. Sein brillantes Gefühl für die Jazzmusik, sein Improvisationstalent und seine Fähigkeit neue Genres zu schaffen, ließen ihn bereits in den 80er Jahren auch in den usa zum Star avancieren. Seit Anfang der 1970er Jahre unterrichtet Béla Szakcsi-Lakatos am Bartók-Konservatorium Jazzklavier. Begleitet wird er an diesem Abend von Dorrotya Géczi, einer der vielseitigsten ungarischen Schauspielerinnen. Die Schauspielerin, Regisseurin, Sängerin und Entertainerin verkörpert geradezu die goldene Zeit des ungarischen Theaters und gilt als große und bedeutende Chansonsängerin.

FR 07/05/10 19:00 UHR
Schloß Borbeck Schlossstr. 101 45355 Essen


17,– € (erm. 14,– €)
Kulturzentrum Schloß Borbeck
0201/8844219, www.schloss-borbeck.essen.de

07/05
19:00
DO

KUNST

DEUTSCHE EINHEIT AM BALATON

INSTALLATION VON PÉTER FORGÁCS UND GUSTÁV HÁMOS

Das Projekt «Deutsche Einheit am Balaton» vergegenwärtigt eine der eigentümlichsten Phasen der innerdeutschen Geschichte, die sich jahrzehntelang – zwangsläufig und skurrilerweise – außerhalb des eigenen Territoriums abspielte. So gab es von den 60er bis 80er Jahren auf ungarischem Staatsgebiet, insbesondere rund um den großen Binnensee Balaton, einen «exterritorialen» Begegnungsort. In unzähligen gezielten oder zufälligen persönlichen Begegnungen nahmen Ost- und Westdeutsche dort – wie ein Zeitzeuge es formulierte – die deutsche Einheit vorweg, und bereiteten damit die friedliche Revolution vor. Die vom Collegium Hungaricum Berlin (chb) initiierte und von dem international renommierten Regisseur Péter Forgács eingerichtete Ausstellung konzentriert sich auf diese widersprüchliche Zeit und nicht (nur) auf ihr «Happy-End», den Sommer 1989 und die darauf folgenden Monate. Die Schau in der Ausstellungshalle der Dortmunder Museen besteht aus mehreren medialen Räumen zu verschiedenen Themen. Gezeigt werden u. a. Fotos, Filme und Zeitzeugenberichte als kinematografische Installation von Gusztáv Hámos und Péter Forgács. Die Ausstellung wurde im Oktober 2009 im chb eröffnet. Die Ausstellungshalle in Dortmund bietet mehr Fläche, daher wird die Ausstellung durch prägnante Objekte erweitert.

FR 07/05/10 19:00 UHR
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Hansastr. 3 44137 Dortmund


Erwachsene 5.– € (erm. 2,50 €) / Schulklassen p.P. 1,50 € / Kombiticket 7,50 € (erm. 4,50 €)
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund, Collegium Hungaricum (Berlin), Kulturbüro Stadt Dortmund, www.museendortmund.de

07/05
19:00
DO

DIALOG

DIE VERANSTALTUNG "UNGARN UND DIE SLOWAKEI" FINDET LEIDER NICHT STATT

VORTRÄGE VON KATALIN VIRÁG BALOGH UND K. DANISOVA

Ungarn und die Slowakei – Nachbarn in Europa. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Besonderheiten der jeweiligen Länder vorgestellt: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft sowie kulturgeschichtliche Bezüge unter dem Blickwinkel der historisch gewachsenen Zugehörigkeit zu Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fortschritte dieser Länder, ihre Bindung an Mitteleuropa, das Verhältnis zu Deutschland in Geschichte und Gegenwart sowie Herausforderungen, die eine EU-Mitgliedschaft für diese Länder mit sich bringt.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der «Europa Woche 2010» statt.

FR 07/05/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

07/05
20:00
MS

LITERATUR

PÉTER NÁDAS

PARALLELGESCHICHTEN

Péter Nádas liest aus seinem neuen Roman "Parallelgeschichten", der im Frühling 2011 erscheint.

"Der Dreiteiler begleitet den Lebensweg zweier Familien, einer ungarischen und einer deutschen, vom 19. Jahrhundert bis zum Fall der Mauer. Dabei schildert der Erzähler jeweils aus seiner persönlichen Sicht. Der Handlungsaufbau ist nicht ursächlich begründbar. Es ist einfach das Gesehene, das Beobachtete, das Erlebte.

Das Kapitel, das Péter Nádas liest, ist angesetzt in den Wirren des Volksaufstandes in – vermutlich – Budapest. Straßenkämpfe, Lebensmittelknappheit und die Menschen, die trotz allen widrigen Umständen ihr Leben normal weiterführen wollen. Der Erzähler ist ein guter und sensibler Beobachter, er erkennt auch die kleinen Veränderungen an den Menschen. So sieht er, daß sie im Chaos des Umsturzes Kleider wie selbstverständlich tragen, die sie sonst nur selten hervorholen.

Genau diese Details und Beobachtungen sind es, die den Reiz dieses kurzen "Teasers" ausmachten. Der Erzähler liefert präzise Schilderungen, einfühlsame Bilder und detailverliebte Szenen, ohne jedoch langatmig zu sein oder die Erzählung zu überfrachten. Der Duktus erinnert an Bilder großer Impressionisten, die trotz gegenständlicher Üppigkeit gesetzt und beinahe verhalten wirken, angenehm und harmonisch.

Dabei stimmen Thema und Wendung der Handlung nachdenklich und wirken tief. Sowjetische Panzer fahren in die Stadt ein; und da, wo niemand es vermuten möchte, liegt am Ende alles in Trümmern: die lange Schlange vor der Bäckerei hindert nicht den Schuß."
(David Weiers/campus-web.de, 28.04.2010)



Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Bonn, Wuppertal, Neuss und Düsseldorf statt.

FR 07/05/10 20:00 UHR
Bezirksregierung Domplatz 1–3 48143 Münster


8,– € (erm. 5,– €)
Kulturamt der Stadt Münster, Literaturverein Münster e.V., www.muenster.de/stadt/kulturamt, Deutsch-Ungarische Gesellschaft Münster
Rosta Buchladen, 0251/44926, www.rosta-online.de

07/05
20:30
BI

MUSIK

DAS NRW / UNGARN QUARTETT

UNGARISCHE IMPROVISATIONSMUSIK TRIFFT DEUTSCHEN JAZZ

Frank Gratkowski, international einer der profiliertesten deutschen Jazzmusiker und Träger des swr Jazzpreises, verknüpft immer wieder durch seine profunde Kenntnis des zeitgenössischen Komponierens neue Musik mit der Spontanität des Free Jazz. Szilárd Mezei, ein Multiinstrumentalist und europäischer Rising-Star wurde im August 2008 von der Zeitschrift «Down Beat» ins Zentrum der «European Scene» gestellt. Albert Márkos ist ein klassisch ausgebildeter Cellist, der sowohl als Interpret, Komponist und Improvisator international  bekannt wurde. Martin Blume arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, Improvisierter und Neuer Musik. Sein Spiel wird bestimmt von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht nur die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit seinen Mitmusikern ist.

In diesem Quartett kommt es zu einer spannenden Begegnung von jeweils zwei der international bekannten Top Musiker Ungarns mit Musikern aus nrw und einem Zusammenfluss von zeitgenössischem Jazz und improvisierter Musik.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum und Wuppertal statt.

FR 07/05/10 20:30 UHR
Bunker Ulmenwall Kreuzstr. 0 33602 Bielefeld


VVK 10,– €/AK 12,– € (erm. 8,– €) / U18-jährige: Eintritt frei
Bunker Ulmenwall e.V., www.bunker-ulmenwall.de
www.nrw-ticket.de

08/05
20:00
AC

LITERATUR

LEA POLGÁR

DIE ZWEI WELTEN DER RAHEL BRATMANN

In ihrem ersten Roman «Die zwei Welten der Rahel Bratmann» erzählt Lea Polgár eine Familien- und Liebesgeschichte aus dem Budapest zwischen 1906 und 1911 und zugleich die Geschichte einer scheiternden jüdischen Assimilation. Sie erzählt anhand von zwei Töchtern einer wohlhabenden, liberalen, jüdischen Familie, die gerade den Adelstitel erworben hat, zwei Versionen eines Lebens. Es beginnt in einer Zeit des Umbruchs Ungarns und Europas. Kurz vor Beginn des ersten Weltkrieges und mit dem Ende der k.u.k. Zeit begibt sich die eine mit ihrem Mann nach Amerika und sieht sich einer scheiternden Ehe entgegen gehen und die andere heiratet dann doch einen orthodoxen Juden und wird glücklich. Sie schreibt über eine halbwegs friedliche Welt der Koexistenz in einer der großen europäischen Metropolen, wie es sie bald darauf nicht mehr geben durfte. Ein literarischer Abend mit der 1974 geborenen ungarischen Autorin in deutscher und englischer Sprache. Lea Polgárs Lesung findet im Vorfeld des Karlspreises zu Aachen, im Rahmen der Europäischen Kulturnacht statt.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf und Münster statt.

SA 08/05/10 20:00 UHR
Couven Museum Hühnermarkt 17 52062 Aachen


Museumseintritt: 5,– € (erm. 2,50 €)
Kulturbetrieb Aachen

08/05
20:00
DO

THEATER

IPSUM

COLLECTIVE OF NATURAL DISASTERS

Diese Frau scheint alles in einem zu sein: Mutter, Hexe, Hure und Heilige. Von einer vermeintlichen Kochshow schweift sie immer wieder ab, und der überdimensional lange Küchentisch verwandelt sich allmählich in ein Hexenlabor. Unter Verwendung seltsamer Zutaten bereitet die Frau ein Mahl und sucht Zuflucht in der Gemeinde der Menschen. «Ipsum – önmagadat» («Ipsum – Du selbst») bezieht sich auf die bekannten, in Felshöhlen am Toten Meer gefundenen, rund zweitausend Jahre alten Papyrusrollen, die so genannten «Qumran-Rollen». Diese beinhalten religiöse Inhalte, die lange völlig vergessen waren. György Árvai, geboren 1959 in Budapest, studierte Kostüm- und Bühnenbild in Budapest. 1984 gründete er die experimentelle Theatergruppe «Természetes Vészek Kollektíva» (Das Kollektiv der Naturkatastrophen), die Tanz, Performance, Film und Musik miteinander verbindet. «Selten erlebt man ein Theaterereignis, dessen feste Bestandteile, die Bühne durchdringende Gerüche und eine fast sichtbare, weil dermaßen intensive Musik sind. Einem Alchimisten gleich, entwickelt Árvai seine Produktionen. Eine so große Vielfalt und Komplexität produziert hierzulande wohl niemand.» (Tamás Halász, www.kultura.hu" target="_blank">www.kultura.hu>www.kultura.hu, Budapest)

SA 08/05/10 20:00 UHR
Theater im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


15,– € (erm. 10,– €)
Theater im Depot in Kooperation mit dem Kulturbüro Stadt Dortmund und artscenico.e.V, www.depotdortmund.de
Kultur Info Shop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de, www.kis.dortmund.de., Reservierungen: Theater im Depot zum AK Preis, 0231/9822336, ticket(at)theaterimdepot.de

09/05
19:00
DO

TANZ

T.E.S.T.

COMPANY KRISZTIÁN GERGYE

Zentrales Thema des Stückes ist der Körper (auf Ungarisch: test). Der gefangene, verstümmelte, ausgeweidete, gedemütigte, nie in Frage gestellte Körper scheint sich dieses Jahrhundert zu einer Rebellion gegen das zu Unrecht Vergessenwerden auserwählt zu haben. In seiner abgeschlossenen Realität kann der Monolog des befreiten, vollwertigen, intakten, erhabenen Körpers, der antwortet, ohne gefragt zu werden und mit und in sich selbst in Abgeschiedenheit und Einsamkeit kommuniziert, schließlich zur Kernfrage werden. t.e.s.t. wurde bei der Alternativen Theater Review in Szeged ausgezeichnet und für den Rudolf von Laban-Preis 2008 nominiert. Krisztián Gergye startete seine Bühnen-Karriere als javanischer Tänzer. Er kreierte seinen ganz eigenen Ausdruck für Tanz und Körper, indem er Traditionelles und Modernes miteinander vermischte. Seine Experimente führen ihn in das Grenzgebiet von Tanz, reinem Schauspiel und bildender Kunst. t.e.s.t. Soli für sieben weibliche Körper. Eine Koproduktion der Company Krisztián Gergye und des Central Europe Dance Theatre.

SO 09/05/10 19:00 UHR
Theater im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


15,– € (erm. 10,– €)
Theater im Depot, Kulturbüro Stadt Dortmund und artscenico.e.V, www.depotdortmund.de
Kultur Info Shop Dortmund, 0231/5027710, kis(at)dortmund.de, www.kis.dortmund.de., Reservierungen: Theater im Depot zum AK Preis, 0231/9822336, ticket(at)theaterimdepot.de

09/05
20:30
D

MUSIK

TIMEART ENSEMBLE UND DIE GEBRÜDER BUHAROV

IMPROVISATIONSMUSIK UND VIDEOKUNST

Einen Rausch der Sinne, das verspricht das «Timeart Ensemble» den Liebhabern experimenteller Videokunst und avancierter elektroakustischer Improvisationsmusik. Albert Márkos (Cello) und Peter Szabó (Elektronik), zwei der interessantesten Aktivisten der Budapester Avantgarde-Szene, treffen auf Sven Hahne (Elektronik, Video) und Matthias Muche (Posaune), die Gründer des nordrhein-westfälischen Festivals für Intermediale Improvisation «Frischzelle.» Auf der Suche nach einer synästhetischen Verbindung von Bild und Ton kombinieren sie klassische Instrumente, elektronische Klangerzeuger und Bilder zu einem neuen künstlerischen Ausdruck. «Timeart Ensemble» beschließt mit diesem Konzert seine Tour 2009/10, die durch einige der ambitioniertesten Orte für experimentelle intermediale Arbeiten führte. Vor dem Konzert des Ensembles werden zwei Experimental-Kurzfilme der umtriebigen Budapester Regisseure und (Timeart assoziierten) Videokünstler Igor und Ivan Buharov gezeigt. Auf dem Gebiet des experimentellen Kurzfilms zählen die Gebrüder Buharov mit Sicherheit zu den aussergewöhnlichsten und originellsten Erscheinungen auf dem internationalen Parkett. Sollte man ihre Filme nicht kennen, sollte man alles unternehmen, um sie zu sehen.

SO 09/05/10 20:30 UHR
Salon des Amateurs Grabbeplatz 4 40213 Düsseldorf


8,– € / 10,– €
Zeitkunst e.V., www.zeitkunst.eu

10/05
19:00
DO

THEATER

DER GLASBERG

MÄRCHENTHEATER

«Der Glasberg» ist ein Märchen der Sinti und Roma aus Ungarn, das von Schülerinnen und Schülern der Europaschule Dortmund unter der Leitung von Britta Gundlach zu einem Theaterstück umgearbeitet wurde. Die Jugendlichen im Alter von 15 Jahren packen ihre Koffer und «bereisen» über die Auseinandersetzung mit dem Märchen das Land Ungarn. Im Gepäck sind auch die großen Themen Anerkennung, Toleranz und Schikane. Der Held des Märchens ist der jüngste von drei Brüdern, von denen er ungerecht behandelt wird. Nach dem Tod des Vaters erhält er von ihm drei Zauberflöten, die es ihm ermöglichen, den Wettbewerb um die schöne Prinzessin zu gewinnen. Ihm gelingt der Ritt auf den Glasberg und zur Belohnung erhält er die Hand der Prinzessin. Und wenn sie nicht gestorben sind …

MO 10/05/10 19:00 UHR
Theater im Depot Immermannstr. 29 44147 Dortmund


3,– €
Kulturbüro Stadt Dortmund, www.kulturellebildung.dortmund.de
0231/9822336, www.depotdortmund.de

10/05
20:00
BI

LITERATUR

PÉTER NÁDAS

PARALLELGESCHICHTEN

Péter Nádas liest aus seinem neuen Roman "Parallelgeschichten", der im Frühling 2011 erscheint.

"Der Dreiteiler begleitet den Lebensweg zweier Familien, einer ungarischen und einer deutschen, vom 19. Jahrhundert bis zum Fall der Mauer. Dabei schildert der Erzähler jeweils aus seiner persönlichen Sicht. Der Handlungsaufbau ist nicht ursächlich begründbar. Es ist einfach das Gesehene, das Beobachtete, das Erlebte.

Das Kapitel, das Péter Nádas liest, ist angesetzt in den Wirren des Volksaufstandes in – vermutlich – Budapest. Straßenkämpfe, Lebensmittelknappheit und die Menschen, die trotz allen widrigen Umständen ihr Leben normal weiterführen wollen. Der Erzähler ist ein guter und sensibler Beobachter, er erkennt auch die kleinen Veränderungen an den Menschen. So sieht er, daß sie im Chaos des Umsturzes Kleider wie selbstverständlich tragen, die sie sonst nur selten hervorholen.

Genau diese Details und Beobachtungen sind es, die den Reiz dieses kurzen "Teasers" ausmachten. Der Erzähler liefert präzise Schilderungen, einfühlsame Bilder und detailverliebte Szenen, ohne jedoch langatmig zu sein oder die Erzählung zu überfrachten. Der Duktus erinnert an Bilder großer Impressionisten, die trotz gegenständlicher Üppigkeit gesetzt und beinahe verhalten wirken, angenehm und harmonisch.

Dabei stimmen Thema und Wendung der Handlung nachdenklich und wirken tief. Sowjetische Panzer fahren in die Stadt ein; und da, wo niemand es vermuten möchte, liegt am Ende alles in Trümmern: die lange Schlange vor der Bäckerei hindert nicht den Schuß."
(David Weiers/campus-web.de, 28.04.2010)


Die Veranstaltung findet auch in Bonn, Düsseldorf, Münster, Neuss und Wuppertal statt.

MO 10/05/10 20:00 UHR
Stadtbibliothek Bielefeld Wilhelmstr. 3 33602 Bielefeld


7,– € (erm. 5,– €), Bi-Pass 1,–€ (nur AK)
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

11/05
19:30
BO

LITERATUR

KRISZTI KISS

ICH WEIß NICHT, ABER MEINE FRAU IST MIR VERDÄCHTIG …

Viel Aufregung um einen zerrissenen Mantel, manische Nervenärzte und der wohl gutgläubigste Ehemann der Welt sind nur einige der Themen, die Kriszti Kiss, Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin aus Dortmund, in der Stadtbücherei Bochum anspricht. Die gebürtige Ungarin präsentiert weitgehend unbekannte satirische Texte ungarischer Erzähler und Kabarettautoren des 20. Jahrhunderts. Die skurrilen Texte von Frigyes Karinthy, Jenö Heltai, Dezső Kosztolanyi, István Örkeny oder Lajos Nagy schwanken zwischen überschäumender Lebensfreude und tiefster Depression und garantieren einen turbulenten Abend, bei dem sicherlich keine Langeweile aufkommt.

DI 11/05/10 19:30 UHR
Stadtbücherei Bochum Zentralbücherei, Gustav-Heinemann-Platz 2–6 44787 Bochum


Eintritt frei
Stadtbücherei Bochum, www.bochum.de/stadtbuecherei

12/05
20:00
DO

MUSIK

UPGRADE 3.0.

ORTMANN/BLOMANN – KLANGBRÜCKE DORTMUND/PÉCS

Bereits zum dritten mal laden Richard Ortmann und Karl-Heinz Blomann Künstler aus den Kulturhauptstädten 2010 zum intergalaktischen Austausch ein. Per medialem Stream wird in einer experimentellen Live-Performance die grenzenlose Kommunikation zwischen Pécs und Dortmund erlebbar. Die zeitgleiche Vernetzung beider Orte benutzt ein modernes Medium, um künstlerische Visionen zu vermitteln und dabei die Aufhebung von Räumen und Grenzen zu thematisieren. Sie schließt lokale Zuschauer über das Internet zu einem gemeinsamen europäischen und darüber hinaus zu einem globalen Publikum zusammen. Performance, Sound and Media – die Klangbrücke aus Ungarn nach Dortmund.

Dortmund: Richard Ortmann (composition, sax, sounds), Karl-Heinz Blomann (composition, sax, sounds and media), Marcella Ruiz Quintero (dance), Hyun-Jin Kim (dance) Krisztian Kelner (guitar). Pécs: Balázs Kovács (soundartist).

MI 12/05/10 20:00 UHR
Künstlerhaus Dortmund Sunderweg 1 44147 Dortmund


8€ / 5€ erm.
KULTURHAUS NEUASSELN, KÜNSTLERHAUS, KULTURBÜRO STADT DORTMUND
KULTURINFOSHOP 0231/ 50 27710, WWW.DORTMUND.DE/KIS

12/05
21:00
DO

FILM

THE MAN FROM LONDON

BÉLA TARR

Maloin lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres – dort führt er ein einfaches Leben, in dem er jedoch keine Perspektiven mehr hat. Er nimmt die Welt um sich herum kaum noch wahr und hat vor dem langsamen, unvermeidlichen Zerfall des Lebens und seiner eigenen, völligen Einsamkeit kapituliert. Als er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes wird, schlägt sein Leben eine neue Richtung ein. Er trifft auf Fragen über die Sünde, das Gesetz, die Moral und bemerkt den feinen Unterschied zwischen Unschuld und Mitschuld.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr+engl OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Koregisseurin: Ágnes Hranitzky, Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes, István Lénárt. Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Die Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

MI 12/05/10 21:00 UHR
Camera Lichtspiele Mallinckrodtstr. 209 44147 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

13/05
11:00
NE

MUSIK

GRAUSCHUMACHER PIANO DUO

KLAVIERKONZERT

Das 13. Inselfestival, das der Verein zur Förderung des Kunst-und Kulturraumes Hombroich biennal ausrichet, wird eröffnet vom GrauSchumacher Piano Duo. In der Veranstaltungshalle auf der in einen Kulturraum umgewandelten Raketenstation Hombroich wird das berühmte Klavierduo vierhändig ein Programm mit Werken von Schubert, Debussy, Strawinsky und Ligeti präsentieren. György Ligeti, dessen Sonatina von 1950 erklingt, war Komponist ungarisch-jüdischer Abstammung, 1923 geboren. Sein Vater wurde in Bergen-Belsen ermordet, seine Mutter überlebte das Lager in Auschwitz. Nach dem Ende des Ungarn-Aufstands 1956 floh Ligeti nach Wien und blieb bis zum Lebensende 2006 im Westen, u.a. auch in Köln, wo er 1957/58 im Studio für elektronische Musik des wdr arbeitete. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der musikalischen Avantgarde nach 1945.

Programm: Franz Schubert: Fantaisie f-moll D 940, Claude Debussy: Six epigraphes antiques, György Ligeti: Sonatina, Igor Strawinsky: Le Sacre du Printemps.

DO 13/05/10 11:00 UHR
Raketenstation Hombroich Veranstaltungshalle Minkel 2 41472 Neuss


Eintritt frei, Spende gewünscht
Verein zur Förderung des Kunst-und Kulturraumes Hombroich, www.inselhombroich.de
Voranmeldung erforderlich: 02182/2094

13/05
18:30
DO

FILM

THE MAN FROM LONDON

BÉLA TARR

Maloin lebt am Rande eines unendlich erscheinenden Meeres – dort führt er ein einfaches Leben, in dem er jedoch keine Perspektiven mehr hat. Er nimmt die Welt um sich herum kaum noch wahr und hat vor dem langsamen, unvermeidlichen Zerfall des Lebens und seiner eigenen, völligen Einsamkeit kapituliert. Als er unfreiwilliger Zeuge eines Mordes wird, schlägt sein Leben eine neue Richtung ein. Er trifft auf Fragen über die Sünde, das Gesetz, die Moral und bemerkt den feinen Unterschied zwischen Unschuld und Mitschuld.

Ungarn / Frankreich / Deutschland 2007, s/w, 139 Min., fr+engl OmdtUT, Regie: Béla Tarr, Kamera: Fred Kelemen, Schnitt, Koregisseurin: Ágnes Hranitzky, Mit: Miroslav Krobot, Tilda Swinton, Erika Bók, János Derzsi, Ági Szirtes, István Lénárt. Frei verfilmt nach Georges Simenons Roman «L’Homme de Londres».

Die Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

DO 13/05/10 18:30 UHR
Camera Lichtspiele Mallinckrodtstr. 209 44147 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

13/05
20:00
NE

MUSIK

ENSEMBLE INTERCONTEMPORAIN

KONZERT

Györgyi Kurtág , der Insel Hombroich und ihren musikalischen Aktivitäten vor allem auch durch Kompostionsaufträge eng verbunden, steht im Mittelpunkt des Konzertes mit dem Pariser «Ensemble Intercontemporain», dessen Solisten in einem Programm neuer und neuester Musik vier Werke des ungarischen Komponisten vorstellen. Das Faszinosum von Kurtágs Oeuvre besteht in einer unerreichten hermetischen Verdichtung des musikalischen Materials, das gelegentliche Eruptionen umso sensationeller hervortreten lässt. Das «Ensemble Intercontemporain», von seinem ehemaligen Leiter Pierre Boulez gegründet, ist eines der führenden Ensembles für Neue Musik in Europa.

Programm 13/05/10: York Höller – Klangzeichen; Elliot Carter – Etudes, Fantaisie, Huit Etudes et une Fantaisie; Pierre Boulez – Sonatine pour flute et piano; Elliot Carter – Quintette für Klavier und Bläser; Bruno Mantovani – L’ere de rien pour flute, clarinette et piano; György Ligeti – Sechs Bagatellen für Bläserquintett

Programm 14/05/10: Werke von Heinz Hollinger, Gérard Grisey, Pascal Dusapin, Yann Robin, Georges Aperghis, Yoshihisa Taira und György Kurtág, Ilona Rozsnayai im memoriam für Englischhorn und Bassklarinette, Versetto für Englischhorn und Bassklarinette, Hommage à Tristan, Summa a B.P. Mondasainac für Oboe und Bassklarinette.

DO 13/05/10 20:00 UHR
Raketenstation Hombroich Veranstaltungshalle Minkel 2 41472 Neuss


Eintritt frei, Spende gewünscht
Verein zur Förderung des Kunst-und Kulturraumes Hombroich, Langen-Foundation,www.inselhombroich.de

14/05
18:00
DO

KUNST

AGENTS & PROVOCATEURS

INTERNATIONALE KÜNSTLER

«Agents & Provocateurs» zeigt provokative und subversive künstlerische Strategien, die während des Sozialismus in osteuropäischen Ländern entwickelt wurden. Die Schau stellt die Frage, welches kritische Potential diese Strategien gehabt haben, und welche Bedeutung ihnen unter veränderten politischen Bedingungen zukommt. Agents & Provocateurs – eine Ausstellung mit über 30 internationalen Künstlern – untersucht bestimmte Formen der Konfrontation: Engagement und Provokation waren geläufige Ausdrucksmittel des künstlerischen Widerstands in den gegenkulturellen Szenen der sozialistischen Länder Mittel- und Osteuropas. Sie befragt dissidente künstlerische Strategien auf ihr kritisches Potential und untersucht ihre Rolle in den Transformationsprozessen der post-totalitären politischen Kultur. Ist Provokation in der Demokratie noch tragfähig oder reproduziert sie vielmehr Handlungs- und Denkmodelle, die im autoritären politischen Zusammenhang entstanden sind? «Agents and Provocateurs» wurde von B. Hock und F. Zólyom initiiert und im Oktober 2009 im ica - Dunaújváros, Ungarn, gezeigt. Kuratoren der Ausstellung der Dortmunder Ausstellung sind: B. Hock, F. Zólyom und I. Arns.

In Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas ruhr.2010.

FR 14/05/10 18:00 UHR
HMKV im Dortmunder U 3. Etage Leonie-Reygers-Terrasse 44137 Dortmund


5,– € (erm. 3,– €)
Hartware MedienKunstVerein, www.hmkv.de , in Kooperation mit dem Institute of Contemporary Art – Dunaújváros und dem Kulturbüro Stadt Dortmund

14/05
20:00
NE

MUSIK

ENSEMBLE INTERCONTEMPORAIN

KONZERT

Györgyi Kurtág , der Insel Hombroich und ihren musikalischen Aktivitäten vor allem auch durch Kompostionsaufträge eng verbunden, steht im Mittelpunkt des Konzertes mit dem Pariser «Ensemble Intercontemporain», dessen Solisten in einem Programm neuer und neuester Musik vier Werke des ungarischen Komponisten vorstellen. Das Faszinosum von Kurtágs Oeuvre besteht in einer unerreichten hermetischen Verdichtung des musikalischen Materials, das gelegentliche Eruptionen umso sensationeller hervortreten lässt. Das «Ensemble Intercontemporain», von seinem ehemaligen Leiter Pierre Boulez gegründet, ist eines der führenden Ensembles für Neue Musik in Europa.

Programm 13/05/10: York Höller – Klangzeichen; Elliot Carter – Etudes, Fantaisie, Huit Etudes et une Fantaisie; Pierre Boulez – Sonatine pour flute et piano; Elliot Carter – Quintette für Klavier und Bläser; Bruno Mantovani – L’ere de rien pour flute, clarinette et piano; György Ligeti – Sechs Bagatellen für Bläserquintett

Programm 14/05/10: Werke von Heinz Hollinger, Gérard Grisey, Pascal Dusapin, Yann Robin, Georges Aperghis, Yoshihisa Taira und György Kurtág, Ilona Rozsnayai im memoriam für Englischhorn und Bassklarinette, Versetto für Englischhorn und Bassklarinette, Hommage à Tristan, Summa a B.P. Mondasainac für Oboe und Bassklarinette.

FR 14/05/10 20:00 UHR
Langen-Foundation Raketenstation Hombroich 1 41472 Neuss


7,50 €
Verein zur Förderung des Kunst-und Kulturraumes Hombroich, Langen-Foundation, www.inselhombroich.de
Voranmeldung erforderlich: 02182/2094

14/05
20:00
DO

MUSIK

AUDIODIGITALE PRESENTS: BUDAPEST NIGHTS – PART I

ELEKTRONISCHE MUSIK, VJ-KUNST UND CLUBKULTUR AUS UNGARN

Perro Lulú | Fine Cut Bodies (Electronica Set) | DJ Cadik | Aphik | Magamura | DJ Andras Toth                                                                                                                                                                                                                                                                                       Mit den «Budapest Nights» präsentiert das Audiodigitale Festival am 14. und 15. Mai die spannende Szene elektronischer Musik, VJ-Kunst und Clubkultur Ungarns. Auftakt macht eine audiovisuelle Lounge und Clubnacht im Anschluss an die Eröffnung der Ausstellung «Agents & Provocateurs», die der Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder «U» präsentiert. DJs, Live-Acts und VJs laden ab 20 Uhr zu einem Licht- und Klangerlebnis in die Kellerräume  unter dem «U» ein. Eröffnet wird der Abend von DJ Perro Lulú. Mit seinen Sets zwischen Ambient und Electronica ist der Student der elektronischen Musik regelmäßig beim Radio-Sender «Fuzio» zu hören. Der gerade mal 19 Jahre alte Aphiks wiederum verbindet Elemente aus Ambient, Techno, Broken-Beats und Dub-Step zu einem beeindruckend frischen Sound- und Beatmix. Minimale Techno-Rhythmen stehen im Mittelpunkt bei Magamura, sie sind einer der heißesten neuen Acts Budapests. Illuminiert wird die Nacht mit aufwendigen Videoinstallationen von Kiego Izzok und The Neon Edge.

FR 14/05/10 20:00 UHR
Gewölbe unter dem Dortmunder «U» Leonie-Reygers-Terrasse 44137 Dortmund


Eintritt frei
www.audiodigitale.de, Kulturbüro Stadt Dortmund

14/05
20:30
D

MUSIK

GÁBOR GADÓ TRIO UND MATTHIAS HAUS

UNGARISCHER JAZZ AM RHEIN

Gábor Gadó ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der improvisierten Musik (des Jazz). Seine Projekte sind poetisch, politisch oder musikalisch grenzüberschreitend. Er verkörpert alle Tugenden, die man sich von einem ungarischen Gitarristen verspricht: Tiefgründigkeit, Virtuosität, hinreißende Emotionalität. József Horváth Barcza war nach dem Studium am Béla Bartók Konservatorium und der Ferenc Liszt Musikakademie in den 90er Jahren Mitglied im Gustav Mahler Youth Orchestra unter der Leitung von C. Abbado. Nachdem er 1995 die Auszeichnung «Best double-bass player» bei der «Jazz Juniors» Kompetition in Krakow erhielt, widmete er sich vor allem dem Jazz. Heute ist er Mitglied verschiedener Formationen und ein überaus gefragter Bassist der aktuellen ungarischen Szene. Joe Quitzke ist ein wichtiger Schlagzeuger der aktuellen französischen Szene. So gehört er beispielsweise zum Trio des Saxophonisten Matthieu Donarier. Mit ihm gehörte er auch einige Jahre lang zum französischen Quartett von Gábor Gadó, als dieser in Paris lebte. Matthias Haus ist ein Virtuose seines Instruments und ein kraftvoller Komponist, der den Düsseldorfern auch als klassischer Schlagwerker und Pädagoge («Düsseldorf Percussion») bekannt ist. Er ist Dozent an der Musikhochschule Köln, Abt. Wuppertal sowie Schlagwerklehrer an den Musikschulen Düsseldorf und Bergisch Gladbach.

Eine Veranstaltung mit dem «Gábor Gadó Trio» findet auch in Bonn und Köln statt.

FR 14/05/10 20:30 UHR
Jazzschmiede Himmelgeisterstr. 107g 40225 Düsseldorf


12,– € / erm. 10,– €
Jazz in Düsseldorf e.V., Jazz am Rhein e.V., EURO Jazz 21’
Jazzschmiede, 0211/3110564, HEINERSDORFF, 0211/329191

15/05
19:00
DO

MUSIK

AUDIODIGITALE PRESENTS: BUDAPEST NIGHTS – DJ LOUNGE PART II

ELEKTRONISCHE MUSIK, VJ-KUNST UND CLUBKULTUR AUS UNGARN

Perro Lulú | Andras Kiss (Live) | Banyek aka SoutienGorge

                                                                                                                                                  Am Samstag dem 15.05. lädt die Audiodigitale ab 19:00 zu einer audiovisuellen Lounge ein. Der Eintritt ins Künstlerhaus am Sunderweg, Dortmund ist frei. Während man zu später Stunde, ab 21:00, miterleben darf wie die Könige der ungarischen Clubszene die Gewölbe unterm U in eine stylische Partylocation verwandeln, präsentieren sich im Vorfeld der Radio DJ Perro Lulú, der Medienkünstler Andreas Kiss und Banyek aka Soutien Gorge. Ihre Musik steht für experimentelle und verspielte Sounds. Für den perfekten Kulturabend gibt es noch ein weiteres Highlight. Parallel zur Budapest Nights – DJ Lounge kann die Ausstellung „szimpla dupla“ mit aktueller Kunst aus Ungarn besucht werden.

SA 15/05/10 19:00 UHR
Künstlerhaus Dortmund Sunderweg 1 44147 Dortmund


Eintritt frei
www.audiodigitale.de, Kultubüro Stadt Dortmund

15/05
20:00
BI

THEATER

FIGURINA

FIGURENTHEATER – «MANUALIS»

Das Animationstheater «Figurina» wurde 1983 von dem Ehepaar Gábor Siklósi und Klára Fers gegründet. Zuerst spielten die beiden in einem 70-Plätze-Theater in ihrer eigenen Wohnung im Zentrum von Budapest. Inzwischen befindet sich das Theater in dem Dorf Tinnye, außerhalb der Hauptstadt. Das Theater «Figurina» konzentriert sich auf die elementaren Formen des Puppentheaters. Sie spielen überwiegend mit Händen und Objekten. «Figurina», eines der angesehensten Figurentheater in Ungarn, nehmen an Puppentheaterfestivals in ganz Europa teil. Im Stück «Manualis» wird die Welt mit einer Reihe von kleinen, geistreichen, grotesken und philosophischen Szenen ohne Worte und nur mit Hilfe der Hände dargestellt. Unter anderem präsentiert «Figurina» den weltberühmten «Microcircus», den Zirkus der fantastischen Hände. Unter den so winzigen wie talentierten Artisten finden sich Eistänzer, Zauberer, Akrobaten, Jongleure, Fakire, Trapezkünstler, Ringer, Clowns und Dompteure.

SA 15/05/10 20:00 UHR
Zentrum Bielefelder Puppenspiele Ravensbergerstr. 12 33602 Bielefeld


Sa 9,– € bis 20,– € / So 6,– € bis 8,– €
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de , Niekamp Theater Company, www.poetisches-puppentheater.de
0521/66344, theater(at)gmx.de

15/05
20:00
DO

MUSIK

AUDIODIGITALE PRESENTS: BUDAPEST NIGHTS – PART III

ELEKTRONISCHE MUSIK, VJ-KUNST UND CLUBKULTUR AUS UNGARN

Fine Cut Bodies | AMB | Andras Toth (Live) | Coldfish | DJ Chris Plastic | Buddhasmile | Banyek aka SoutienGorge

                                                                                                                                                 Als Höhepunkt der «Budapest Nights» präsentiert das Audiodigitale Festival eine audiovisuelle Clubnacht mit einigen der besten DJs, Live-Acts und Videokünstlern der ungarischen Szene elektronischer Musik in den Kellerräumen unter dem U-Turm. Los geht es mit Banyek aka «Soutien Gorge» der mit seinen vertrackten Electronica-Tunes bereits beim Sonár Festival in Barcelona auftrat. In der Tradition von Boards of Canada oder Autechre wiederum  steht das Live-Duo «Buddhasmile». Tanzbar wird es dann bei den Auftritten von Coldfish, Andreas Tóth und AMB. Sie alle stehen für stilsichere Beats zwischen Minimal-Techno und experimentierfreudigen House-Tunes. Bei «Fine Cut Bodies» wiederum, werden diese durch maximale Nu Rave Sounds bereichert. Der Ausnahme-Produzent gehört derzeit zu den bekanntesten Budapester Live-Acts und ist international gefragt. Illuminiert wird die Nacht von den VJ-Teams Kiego Izzok und The Neon Edge, die beide für aufwendige Installationen und großflächige Projektionen bekannt sind.

SA 15/05/10 20:00 UHR
Gewölbe unter dem Dortmunder «U» Leonie-Reygers-Terrasse 44137 Dortmund


10,– €
www.audiodigitale.de, Kulturbüro Stadt Dortmund

15/05
20:30
K

MUSIK

GÁBOR GADÓ TRIO MIT C. FUCHS UND M. MUCHE

UNGARISCHER JAZZ AM RHEIN

Der Gittarist Gábor Gadó ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Improvisierten Musik und des Jazz in Ungarn und Europa. Seine Projekte sind, hin zur Zeitgenössischen Musik, poetisch und oft musikalisch grenzüberschreitend.

Jósef Horváth war nach dem Studium Mitglied im «Gustav Mahler Youth Orchestra» unter der Leitung von Claudio Abbado. Nachdem er «Best double-bass player» bei der «Jazz Juniors» in Krakau wurde, widmete er sich vor allem dem Jazz. Heute ist er Mitglied verschiedener  Formationen und auf den bmc-Neuerscheinungen von Balász und Winand zu erleben.

Joe Quitzke, der Schlagzeuger, ist ein wichtiger Vertreter der aktuellen französischen Szene.

Christina Fuchs arbeitet als Saxofonistin, Klarinettistin, Komponistin und Bandleaderin in den Bereichen Neue Musik, Theater, Improvisierte Musik und Jazz. Eines ihrer aktuellen Projekte ist das Quartett «No Tango», das sie inzwischen um ein Streichquartett erweitert hat.

Matthias Muche ist Posaunist, Komponist und Medienkünstler. Seine vielfältige künstlerische Arbeit ist bestimmt durch die Zusammenarbeit mit Tänzern, Multimediakünstlern, Neue Musik-, Jazz- und multikulturellen Formationen.

Das Trio ist auch in Düsseldorf und Bonn mit jeweils einem lokal ansässigen Musiker zu hören.

SA 15/05/10 20:30 UHR
LOFT Köln Wissmannstr. 30 50823 Köln


8,– € (erm. 6,– €)
Jazz am Rhein e.V., EURO Jazz 21’, 2nd Floor e.V.
0221/9521555, hm(at)loftkoeln.de

15/05
22:00
W

MUSIK

TONY LAKATOS QUINTETT

ENERGIEGELADENER JAZZ

Der Saxofonist Tony Lakatos gehört zweifellos zu den führenden europäischen Meistern seines Instruments. Der gebürtige Budapester lebt derzeit in Frankfurt a.M. und wirkte bis heute auf über 150 CD Produktionen als Leader oder Sideman mit. Zusammen mit vier hochkarätigen Jazzmusikern hat er ein Quintett gegründet, mit dem er in den Clubs des Landes für Begeisterung sorgt.

Axel Schlosser ist seit 2002 Solotrompeter der hr-Bigband und Gastsolist zahlreicher weiterer BigBands. Zum Anlass der scene ungarn in nrw fliegt der Budapester Pianist Kalman Olah ein. Er errang internationale Anerkennung durch seine meisterlichen Kombinationen aus Jazz, Folk und zeitgenössischer klassischer Musik. Der Frankfurter Bassist Thomas Heidepriem spielt fest in der HR-Bigband mit. So begleitete er schon u.a. R. Beirach, L. Konitz und J. Kühn. Komplettiert wird das Quintett durch den Würzburger Schlagzeuger Paul Höchstädter. Er ist seit 2008 festes Mitglied der HR-Bigband und ein quer durch die Republik gefragter Schlagzeuger.

Die Band spielt Eigenkompositionen der Bandmitglieder, sowie weitgehend unbekannte Kompositionen von Henderson, Morgan und Shorter. Das Quintett zelebriert in zeitgenössischer Hardbop-Tradition energiegeladenen Jazz der Spitzenklasse.

SA 15/05/10 22:00 UHR
Schauspielhaus Wuppertal Bundesallee 260 42103 Wuppertal


12,– € (erm. 7,20 € / Schüler 6,– €)
Wuppertaler Bühnen
0202/5694444

16/05
11:00
BI

THEATER

FIGURINA

FIGURENTHEATER – «WIE SONNE UND MOND GEKIDNAPPED WURDEN»

Das Animationstheater «Figurina» wurde 1983 von dem Ehepaar Gábor Siklósi und Klára Fers gegründet. Zuerst spielten die beiden in einem 70-Plätze-Theater in ihrer eigenen Wohnung im Zentrum von Budapest. Inzwischen befindet sich das Theater in dem Dorf Tinnye, außerhalb der Hauptstadt. Das Theater «Figurina» konzentriert sich auf die elementaren Formen des Puppentheaters. Sie spielen überwiegend mit Händen und Objekten. «Figurina», eines der  angesehensten Figurentheater in Ungarn, nehmen an Puppentheaterfestivals in ganz Europa teil. Im Stück «Manualis» wird die Welt mit einer Reihe von kleinen, geistreichen, grotesken und philosophischen Szenen ohne Worte und nur mit Hilfe der Hände dargestellt. Unter anderem präsentiert «Figurina» den weltberühmten «Microcircus», den Zirkus der fantastischen Hände. Unter den so winzigen wie talentierten Artisten finden sich Eistänzer, Zauberer, Akrobaten, Jongleure, Fakire, Trapezkünstler, Ringer, Clowns und Dompteure.

SO 16/05/10 11:00 UHR
Zentrum Bielefelder Puppenspiele Ravensbergerstr. 12 33602 Bielefeld


Sa 9,– € bis 20,– € / So 6,– € bis 8,– €
Kulturamt Bielefeld, www.kullturamt-bielefeld.de, Niekamp Theater Company, www.poetisches-puppentheater.de
0521/66344, theater(at)gmx.de

16/05
18:00
BN

MUSIK

GÁBOR GADÓ TRIO UND PETER MATERNA

UNGARISCHER JAZZ AM RHEIN

Der Gitarrist Gábor Gadó ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Jazz in Ungarn und Europa. Seine Projekte sind, hin zur Zeitgenössischen Musik, poetisch und oft musikalisch grenzüberschreitend. Er verkörpert alle Tugenden, die man sich von einem ungarischen Gitarristen verspricht: Tiefgründigkeit, Virtuosität, hinreißende Emotionalität.

József Horváth Barcza war nach dem Studium Mitglied im «Gustav Mahler Youth Orchestra» unter der  Leitung von C. Abbado. Nachdem er 1995 die Auszeichnung «Best double-bass player» bei der «Jazz Juniors» Kompetition in Krakow erhielt, widmete er sich vor allem dem Jazz. Heute ist er Mitglied verschiedener Formationen und ein überaus gefragter Bassist der aktuellen ungarischen Szene.

Joe Quitzke ist ein wichtiger Schlagzeuger der aktuellen französischen Szene. So gehört er beispielsweise zum Trio des Saxophonisten Matthieu Donarier. Mit ihm gehörte er zum französischen Quartett von Gábor Gádo, als dieser in Paris lebte.

Peter Materna ist eine der tragenden Persönlichkeiten der Jazzszene in Bonn. In den vergangenen 25 Jahren hat er durch verschiedene Projekte, insbesondere durch sein Quartett, in Deutschland bis nach Südamerika viel Zustimmung erhalten. Das «Gábor Gadó Trio» ist ein ganz besonderer Exponent der eigenständigen, sehr bewegenden wie energetisch-virtuosen, aktuellen ungarischen Musik.

Das Trio ist auch in Düsseldorf und Köln mit dortigen Musikern zu hören.

SO 16/05/10 18:00 UHR
Landesmuseum Bonn Colmantstr. 14–16 53115 Bonn


12,– € (erm. 8,– €)
Jazz am Rhein e.V., «EURO Jazz 21’», LVR Landesmuseum Bonn
Bonn Ticket LVR Landesmsueum

16/05
18:00
DO

MUSIK

STRINGS OF STEEL – PÁL PAULIKOVICS

GITARRENKONZERT

Pál Paulikovics ist ein leidenschaftlicher, aber sehr schlechter Schachspieler; das Gleiche gilt für seine seglerischen und kochkünstlerischen Fähigkeiten: so versuchte er das Glück in der Musik zu finden. Er wollte immer Klavier spielen, aber aufgrund von Platzmangel bekam er eine Gitarre in die Hand. Seitdem versucht er auf dieser Klavier zu spielen. Er studierte in Weimar und Salzburg; dann gewann und verlor er mehrere Preise bei internationalen Musikwettbewerben. Er spielt auf einer klassischen Gitarre, mit Stahlsaiten bespannt,  Kompositionen des Barocks und zeitgenössische Werke.

SO 16/05/10 18:00 UHR
Torhaus Rombergpark Am Rombergpark 44225 Dortmund


8,– € (erm. 6,50 €)
Kulturbüro Stadt Dortmund

16/05
20:00
NE

MUSIK

QUATUOR EBÈNE

STREICHQUARTETT

Das «Quatuor Ebène» ist der Star unter den französischen Streichquartetten. In seinem Konzert in der Scheune des Museum Insel Hombroich widmen sich die Musiker zuerst dem 1. Streichquartett von Béla Bartók. Seine Streichquartette haben die auslaufende Spätromantik nicht nur formal und technisch, sondern auch klanglich revolutioniert. In Hombroich erklingt aus diesem Kosmos das erste, 1909 entstandene Streichquartett, in dem Bartók wegweisend bereits die Grundlagen seines späteren Schaffens legt. Darauf folgt Beethovens spätes cis-moll-Quartett.

Programm: Béla Bartók: Streichquartett Nr.1 a-moll op.7SZ40, Ludwig van Beethoven: Streichquartett cis-moll op.131.

SO 16/05/10 20:00 UHR
Museum Insel Hombroich Minkel 2 41472 Neuss


15,– €
Verein zur Förderung des Kunst-und Kulturraumes Hombroich, www.inselhombroich.de
voranmeldung erforderlich, 02182/2094

19/05
19:00
DO

FILM

HUKKLE – DAS DORF

GYÖRGY PÁLFI

Sommerliche Dorfidylle – die Bauern holen die Ernte ein, der Zuchteber deckt die Sau, die Bienen sammeln Honig und die Männer sterben wie die Fliegen. Vordergründig schildert «Hukkle» in rhytmischen, teils experimentellen Bildern vor allem den Mikrokosmos des Dorflebens. Die einzelnen, scheinbar unzusammenhängenden Szenen sind durch ein Geheimnis verbunden – dieses Geheimnis ist die Geschichte selbst. Denn der Dorfpolizist sieht sich mit einer steigenden Anzahl von mysteriösen Todesfällen konfrontiert.

Ungarn 2002, 75 Min., OmU, fast keine Dialoge – ungarische Lieder, Buch & Regie: György Pálfi, Schnitt: Gábor Marinkás, Musik: Balázs Barna, Samu Gryllus, Mit: Ferenc Bandi, Józsefné Rácz, József Farkas, Ferenc Nagy, Ferencné Virág, Jánosné Nagy, Mihályné Király, Mihály Király, u. a.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

MI 19/05/10 19:00 UHR
Roxy Kino Münsterstr. 95 44145 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

19/05
19:00
DO

DIALOG

LEBEN UND ARBEITEN ALS DEUTSCHE IN UNGARN

VORTRÄGE VON ALICE MÜLLER UND GERGELY KISPÁL

Seit der Öffnung der Grenzen vor 20 Jahren, insbesondere seit der EU-Mitgliedschaft Ungarns vor fünf Jahren, haben zahlreiche Ungarn die Möglichkeit wahrgenommen, im EU-Ausland einen Arbeitsplatz zu finden. Alice Müller und Gergely Kispál sind den umgekehrten Weg gegangen. Nach dem Schulbesuch in Deutschland haben sie beide an der Hochschule der Künste in Bern ein Schauspielstudium absolviert und waren dann an der deutschen Bühne in Szekszárd/Ungarn von 2006 bis 2008 engagiert. Zur Zeit arbeiten sie als Redakteure der deutschsprachigen Budapester Zeitung. Das in ungarischer Sprache verfasste Theaterstück «Elvira és Petunia» von Alice Müller wurde im vergangenen Sommer am Budapester Nationaltheater und beim Pécser Theaterfestival «Poszt» vorgestellt. Gergely Kispál ist deutsch-ungarischer Abstammung. Der Leiter der Politikredaktion der Budapester Zeitung ist auch Bürgermeisterkandidat der Partei mpl im achten Budapester Bezirk. Die beiden Referenten erzählen von ihren Erfahrungen als Neubürger in Ungarn, vom deutsch-ungarischen Kulturaustausch und laden die Zuhörer zu einem Gespräch ein.

MI 19/05/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

19/05
20:00
BI

MUSIK

BESH O DROM

ETHNOFOLKPOP

Die in Budapest ansässige, futuristische Hochzeitskapelle «Besh o droM» ist ein zehnköpfiges, elektro-akustisches Kollektiv. Inspiriert von den Melodien des Balkans und rumänischer Zigeunerweisen, ist ihr Sound ein Beispiel für die kreative Energie, die die gesamte Balkanregion beherrscht und Ost und West auf faszinierende Weise fusionieren läßt. 1999 von Ádám Pettik und Gergö Barcza gegründet, mischt «Besh o droM» in ihrer Musik verschiedene musikalische Genres und Backgrounds. Nicht von ungefähr bedeutet «Besh o droM» in der Zigeunersprache «seinen eigenen Weg gehen». Und so verbindet die Band Volkstradition mit bester Clubkultur, den einzigartigen Klang des Cimbaloms und der Zigeunergeige mit Jazzimprovisation, Balkanbläser mit funky Grooves. Es entsteht ein musikalisches Hochleistungschaos. Nirgends wird mit so hoher Geschwindigkeit, mit so viel Virtuosität und Artistik musiziert wie in Rumänien, Bulgarien oder Ungarn. Meistens treten die Roma-Ensembles bei Hochzeiten auf, wobei ein flexibles Instrumentarium von Vorteil ist. Die junge Gruppe «Besh o droM» hat den Ehrgeiz, jede erdenkliche populäre Nummer im Repertoire zu haben. Deshalb umfasst ihre Programmliste auch Stücke, die weit über den Balkan hinaus reichen.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Düsseldorf und Hagen statt.

MI 19/05/10 20:00 UHR
Sparrenburg Am Sparrenberg 38 33602 Bielefeld


Eintritt frei
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

20/05
20:00
BN

THEATER

BÜNDELBALL

DEUTSCHE BÜHNE UNGARN SZEKSZÁRD

Ein altes, schwäbisches Bauernhäuschen steht am Ufer der Donau. Csongor, ein bohemer, verträumter Schriftsteller lebt hier mit seiner Freundin, der Schauspielerin Tünde. Ihre Geschichte beginnt aber genau dort, wo die der Helden von Vörösmarty endet. Csongor, gerade aus Berlin nach Hause zurückkehrend, forscht besessen nach der Geschichte seiner Ahnen. Damit aber setzt er die Beziehung zu seiner Liebe aufs Spiel. Gelingt es Csongor, die Vergangenheit zu entschlüsseln und die Beziehung zu Tünde zu kitten? Das alles klärt sich während einer Reise  in die Vergangenheit, die vor unseren Augen die wichtigeren Stationen der Geschichte des Ungarndeutschtums lebendig werden lässt: die Hochverratsprozesse während der Zeit der Freiheitskämpfe 1848–49 und die Aussiedlungen.

Eine historisch-musikalische Revue von Sándor Pruzsinszky, Gewinner des Dramawettbewerbs der dbu.

DO 20/05/10 20:00 UHR
Theater in der Brotfabrik Kreuzstr. 16 53225 Bonn


13,– € (erm. 9,– €)
Euro Theater Central Bonn, www.eurotheater.de
0228/421310, mail(at)brotfabrik-theater.de

20/05
20:00
BO

MUSIK

BESH O DROM

ETHNOFOLKPOP

Die futuristische Hochzeitskapelle «Besh o droM» ist ein zehnköpfiges, elektro-akustisches Kollektiv aus Budapest. Inspiriert von den Melodien des Balkans und ungarischer bzw. rumänischer Zigeunerweisen, ist ihr Sound ein Beispiel für die vitale, kreative Energie, die die gesamte Balkanregion beherrscht und Ost und West auf faszinierende Weise fusionieren läßt. 1999 von Ádám Pettik und Gergö Barcza gegründet, mischt «Besh o droM» in ihrer Musik verschiedenartigste musikalische Genres und Backgrounds. Nicht von ungefähr bedeutet «Besh o droM» in der Zigeunersprache «seinen eigenen Weg gehen». Und so verbindet die Band Volkstradition mit bester Clubkultur, den einzigartigen Klang des Cimbaloms und der Zigeunergeige mit Jazzimprovisation und Balkanbläser mit funky Grooves. Es entsteht ein musikalisches Hochleistungschaos so rasend schnell wie Fanfare Ciocárlia und so jazzig unkonventionell wie das Wilhelm Breuker Kollektief. Die junge Gruppe hat den Ehrgeiz, jede erdenkliche populäre Nummer im Repertoire zu haben. Sie machen es möglich und versöhnen Ethnofreaks, Jazzmaniacs und Dancefloorenthusiasten im gemeinsamen Tanzrausch!

Im Anschluss findet eine Party mit dem DJ Team «Schwarze Katze, Weisser Kater» statt.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Düsseldorf und Hagen statt.

DO 20/05/10 20:00 UHR
Bahnhof Langendreer Wallbaumweg 108 44894 Bochum


VVK 13,– € /AK 16,– €
Bahnhof Langendreer, www.bahnhof-langendreer.de
Endstation Kino, www.endstation-kino.de

20/05
20:00
DO

LITERATUR

6. DORTMUNDER LYRIKTAG – UNGARN

ORSOLYA KALÁSZ UND ISTVÁN KEMÉNY

Mit Orsolya Kalász und István Kemény sind zwei wichtige Stimmen der jüngeren ungarischen Lyrikergeneration und beim 6. Dortmunder Lyriktag zu Gast. Die am 4. Juli 1964 geborene Autorin und Übersetzerin Orsolya Kalász lebte bis 1974 mit ihrer Familie in Berlin. Sie studiert Germanistik, Ungarische Literatur und Sprachwissenschaft an der Geisteswissenschaftlichen Universität «Eötvös Loránd» in Budapest. Kalász lebt in Budapest und Berlin, seit 1996 ihr zweiter Wohnsitz. István Kemény, 1961 in Budapest geboren, begann Jura zu studieren, wechselte dann jedoch die Fächer und schloss 1993 in Ungarischer Literatur und Geschichte ab. Er verfasst neben Gedichten kurze Prosastücke, in denen er in nüchternem Stil moralische Fragen behandelt. Beide Autoren lesen aus ihren im «gutleut verlag» erschienenen Gedichten und sprechen über ihre Poetik.

DO 20/05/10 20:00 UHR
Kulturcafé Taranta Babu Humboldtstr. 44 44137 Dortmund


Eintritt frei
Verein für Literatur e.V. Dortmund (www.vfl-do.de), Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Kulturbüro Stadt Dortmund

22/05
21:00
D

MUSIK

BESH O DROM UND FÓKATELEP

PSYCHEDELISCHER POP UND GYPSY GROOVES

Das Projekt scene ungarn in nrw bietet mehreren Städten das Vergnügen eine der absolut heißesten Balkan-Crossover-Bands als Gast zu haben, «Besh o droM» aus Budapest. Frontaler Brassjazz, ungestüm auf rumänischer und südbalkanischer Gypsy-Tradition dahin improvisierend, mit wilden Ausreißern in bulgarische bis orientalische Melodik, organisch verschmolzen mit Hip-Hop, Rap und Elektro-Dancefloor sowie das groovende Zusammenspiel von diversen Blechblasinstrumenten mit einem psychopatisch schnellen und präzisen Cimbalom sowie Darbuka, Tupan (mazedonisch-bulgarische Rahmentrommel) und Kanna (in der Romamusik übliche Wasserkanne) – so was hat es noch nicht gegeben. Das ergibt eine dionysische Fusion, die jung, modern, urban und unvergleichlich groovy ist, jeden Jazzklub und Dancefloor zum Kochen bringt und trotzdem tief in den musikalischen Traditionen von Budapest bis Baku verankert ist. Vorab präsentieren wir die ungarische Gruppe «Fókatelep». Eine fesselnde Stimme, schwebende Keyboards und rhythmische Perkussionen sind die musikalischen Hauptmerkmale der Gruppe und stimmen Sie auf den Abend ein.

Zum Abschluss: «Gypsy World Sound Party» mit dem DJ-Team «Schwarze Katze, Weißer Kater».

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Hagen und Bochum statt.

SA 22/05/10 21:00 UHR
ZAKK Fichtenstr. 40 40233 Düsseldorf


14,– € (ERM. 11,– €)
globalklang e.V., www.globalklang.de, «KulturÇok»
Zakk, 0211/9730010, www.zakk.de

23/05
11:00
NE

MUSIK

MARINO FORMENTI

KLAVIERKONZERT

Marino Formenti ist ein international renommierter Fachmann für Neue Musik. Er hat sich tief in den Kosmos des Kurtág’schen Klavieroeuvres hineingearbeitet. Formenti war auf der Suche nach Geschwistern und Vorbildern, um diese in einem Programm mit Kurtág zu kombinieren und zu konfrontieren. So entstand «Kurtág’s Ghosts», ein musikalisches Kaleidoskop, dessen Faszination sich niemand entziehen kann, und mit dem Marino Formenti bereits weltweit erfolgreich gastierte.

Programm: Werke von Kurtág, Bach, Purcell, Scarlatti, Haydn,
Schubert, Schumann u.a.

SO 23/05/10 11:00 UHR
Raketenstation Hombroich Veranstaltungshalle Minkel 2 41472 Neuss


Eintritt frei, Spende gewünscht
Verein zur Förderung des Kunst-und Kulturraumes Hombroich, www.inselhombroich.de
Voranmeldung erforderlich: 02182/2094

26/05
16:00
DO

LITERATUR

SONDERZEICHEN EUROPA

YOKO TAWADA UND LÁSZLÓ MÁRTON – EIN POETISCHER DIALOG

Die japanische Autorin Yoko Tawada und der ungarische Autor László Márton führen in «Sonderzeichen Europa» in acht Briefen einen poetischen Dialog über Himmelsrichtungen, kulturelle Identitäten und Besonderheiten – beide als Sprachforscher, Sprachspieler und «poetische Ethnologen.» Yoko Tawada, 1960 in Tokyo/Japan geboren, lebt seit 1982 in Deutschland. Sie schreibt Lyrik, Prosa und Essays auf Deutsch und auf Japanisch. In beiden Ländern erhielt sie wichtige literarische Auszeichnungen und Preise. László Márton, 1959 in Budapest geboren, studierte Literaturwissenschaft und Soziologie. Er ist einer der großen Erzähler Ungarns und ein geschätzter Übersetzer. Er hat Goethe, Kleist, Novalis, Grillparzer, Benjamin sowie Gedichte des Barock ins Ungarische übersetzt. Er lebt als freier Schriftsteller und Übersetzer in Budapest.


Diese Veranstaltung ist in Kooperation mit dem Goethe-Institut Budapest entstanden.

MI 26/05/10 16:00 UHR
Technische Universität Emil-Figge-Str. 50 Raum 3.427 (3. Stock) 44227 Dortmund


Eintritt frei
Verein für Literatur e.V. Dortmund, «tu dortmund» Institut für deutsche Sprache und Literatur, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, Kulturbüro Stadt Dortmund

26/05
21:00
DO

FILM

KONTROLL – JEDER MUSS BEZAHLEN

NIMRÓD ANTAL

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden.Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle. Seine Kollegen und er werden angepöbelt, angespuckt, angebrüllt. Wer einmal U-Bahnkontrolleur geworden ist, der ist offensichtlich nicht mehr in der Lage mit der Welt an der Oberfläche zurecht zu kommen. Unter der Erde ist die Welt aber auch nicht einfacher zu meistern. Bootsie, der flinkste Schwarzfahrer  der Stadt, narrt die Kartenkontrolleure jeden Tag aufs Neue. Die Rivalen aus den anderen Kontrolltrupps feinden sie dauerhaft an und ein mysteriöser Killer, der immer wieder unschuldige Fahrgäste vor einfahrende Züge stößt, verbreitet Angst und Schrecken. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist «Kontroll» eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Ungarn 2003, 106 Min., fsk 16, dtF, Regie: Nimród Antal, Mit: Csaba Pindroch, Zoltán Mucsi, Sándor Csányi

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

MI 26/05/10 21:00 UHR
Camera Lichtspiele Mallinckrodtstr. 209 44147 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

28/05
20:00
K

TANZ

SZOLO DUO FESZTIVAL

VORAUSSCHEIDUNG

Im Rahmen einer Kooperation mit der Orkesztika Foundation Budapest veranstaltet Barnes Crossing in den Studios der Wachsfabrik in Köln die Vorentscheidungsrunde des internationalen szolo duo fesztival 2011, Budapest. Somit wird auch westeuropäischen Bewerbern eine Plattform geboten und das internationale Format des seit elf Jahren bestehenden Budapester Festivals erweitert. Gezeigt werden sechs-minütige Solo-Choreografien und Duo-Choreografien von neun Minuten Dauer. Dadurch haben, neben den renommierten Choreografinnen und Choreografen, auch die Newcomer auf dem Gebiet die Möglichkeit, in einen internationalen Wettbewerb zu treten. Das Budapester szolo duo fesztival legt den Fokus, anders als viele andere Choreografen-Wettbewerbe, auf den künstlerischen Austausch. So sind die Gesprächsrunden mit den deutsch-ungarischen Jurymitgliedern, die nach jeder Runde stattfinden, das Herzstück des Festivals. Jeder Choreograf bekommt hierbei ein umfangreiches Feedback zu seiner Arbeit. Die Gewinner der Vornominierungsrunde werden 2011 ihre Choreografien zusammen mit den Gewinnern des Semifestivals aus Polen und Tschechien vor einer internationalen Jury in Budapest präsentieren. In einer Preisverleihungsgala werden schließlich auch dort die sieben Gewinner bekannt gegeben.

FR 28/05/10 20:00 UHR
Barnes Crossing im Kunstzentrum Wachsfabrik Industriestr. 170 50999 Köln


6,– €
Barnes Crossing Choreografen-Netzwerk, www.barnescrossing.de
02236/963588, info(at)barnescrossing.de

28/05
20:30
BI

MUSIK

VIKTOR TÓTH TERCETT

YOUNG GENERATION JAZZ

Viktor Tóth ist einer der talentiertesten Saxophonisten der neuen Generation des ungarischen Jazz. Er verbindet Jazz von Charlie Parker bis John Coltrane mit experimenteller Attitüde. Hörbar nicht nur in frei improvisierten Passagen, sondern auch verziert durch gelegentliche Einbindung von Funk- und Hip Hop-Einflüssen, Folk sowie lyrischer Rezitation. Zusammen mit Mátyas Szanday am Bass und György Jeszenszky am Schlagzeug ist das Viktor Tóth Tercett das beste Beispiel für die sich langsam etablierende neue Generation von ungarischen Jazzmusikern mit eigenem künstlerischen Ausdruck, die ihren Blick der Popkultur und Kunst nicht verschließt. Tóths Zusammenarbeit mit Hamid Drake und Ferenc Kovács zeugt zusätzlich davon. Das Album «Climbing with Mountains» wurde 2007 als «Beste Ungarische Jazz-CD des Jahres» vom Gramofon Magazin gekürt.

Altsaxophon: Viktor Tóth , Bass: Mátyas Szanday, Schlagzeug: György Jeszenszky.

FR 28/05/10 20:30 UHR
Bunker Ulmenwall Kreuzstr. 0 33602 Bielefeld


VVK 10,– € /AK 12,– € (erm. 8,– € /nur AK ) / U18-jährige: Eintritt frei
Bunker Ulmenwall e.V., www.bunker-ulmenwall.de
Tourist Info, 0521/516999, www.nw-ticket.de

29/05
20:00
K

TANZ

SZOLO DUO FESZTIVAL

VORAUSSCHEIDUNG

Im Rahmen einer Kooperation mit der Orkesztika Foundation Budapest veranstaltet Barnes Crossing in den Studios der Wachsfabrik in Köln die Vorentscheidungsrunde des internationalen szolo duo fesztival 2011, Budapest. Somit wird auch westeuropäischen Bewerbern eine Plattform geboten und das internationale Format des seit elf Jahren bestehenden Budapester Festivals erweitert. Gezeigt werden sechs-minütige Solo-Choreografien und Duo-Choreografien von neun Minuten Dauer. Dadurch haben, neben den renommierten Choreografinnen und Choreografen, auch die Newcomer auf dem Gebiet die Möglichkeit, in einen internationalen Wettbewerb zu treten. Das Budapester szolo duo fesztival legt den Fokus, anders als viele andere Choreografen-Wettbewerbe, auf den künstlerischen Austausch. So sind die Gesprächsrunden mit den deutsch-ungarischen Jurymitgliedern, die nach jeder Runde stattfinden, das Herzstück des Festivals. Jeder Choreograf bekommt hierbei ein umfangreiches Feedback zu seiner Arbeit. Die Gewinner der Vornominierungsrunde werden 2011 ihre Choreografien zusammen mit den Gewinnern des Semifestivals aus Polen und Tschechien vor einer internationalen Jury in Budapest präsentieren. In einer Preisverleihungsgala werden schließlich auch dort die sieben Gewinner bekannt gegeben.

SA 29/05/10 20:00 UHR
Barnes Crossing im Kunstzentrum Wachsfabrik Industriestr. 170 50999 Köln


6,– €
Barnes Crossing Choreografen-Netzwerk, www.barnescrossing.de
02236/963588, info(at)barnescrossing.de

29/05
20:00
DO

MUSIK

SINFONIA

JUNGES ORCHESTER FÜR NEUE MUSIK IN NRW

Sinfonia – das junge Orchester für Neue Musik in nrw – hat sich beim Publikum schon einen Namen als Klangkörper der «spontanen Auftrittspraxis» gemacht. Es sind Kompositionen, die dem Ensemble auf den Leib geschrieben werden, schrill und frech, aber immer für den Hörer greifbar. Diesmal nähern sich der Dirigent Johannes Marks und seine 20 Musikerinnen und Musiker dem aktuellen ungarischen Musikschaffen. Im Zentrum des Abends steht ein Werk des prominenten zeitgenössischen Komponisten György Kurtág, dessen hervorstechendes Merkmal die Hinwendung zur klanglichen Sensibilität ist. Hiesige Komponisten ergänzen das Programm, indem sie sich in klangliche «Nachbarschaft» zu Kurtágs Werk begeben. Abgerundet wird der Abend durch ein Stück des temperamentvollen, ungarischen Komponisten Péter Köszeghy.
Seine Musik weist stets einen hohen Grad an Fasslichkeit auf und besticht durch ihren Schwung – insofern kann sie als Beispiel für die Fortführung der ungarischen Musiktradition mit den Mitteln der Neuen Musik gelten.

SA 29/05/10 20:00 UHR
Museum für Kunst und Kulturgeschichte Hansastr. 3 44137 Dortmund


10,– € (erm. 7,– €)
Verein für Neue Musik Dortmund e.V., Kulturbüro Stadt Dortmund
02373/1750855, www.orchester-sinfonia.de

29/05
22:30
DO

FILM

KONTROLL – JEDER MUSS BEZAHLEN

NIMRÓD ANTAL

Bulcsú hat sich für das Leben im Labyrinth entschieden.Tag und Nacht schleicht er durch die Gänge des U-Bahnnetzes, fährt Zug von früh bis spät und packt mit seiner Truppe den härtesten, undankbarsten Job der Welt an: die Fahrkartenkontrolle. Seine Kollegen und er werden angepöbelt, angespuckt, angebrüllt. Wer einmal U-Bahnkontrolleur geworden ist, der ist offensichtlich nicht mehr in der Lage mit der Welt an der Oberfläche zurecht zu kommen. Unter der Erde ist die Welt aber auch nicht einfacher zu meistern. Bootsie, der flinkste Schwarzfahrer  der Stadt, narrt die Kartenkontrolleure jeden Tag aufs Neue. Die Rivalen aus den anderen Kontrolltrupps feinden sie dauerhaft an und ein mysteriöser Killer, der immer wieder unschuldige Fahrgäste vor einfahrende Züge stößt, verbreitet Angst und Schrecken. In der fantastischen Kulisse der Budapester Subway gedreht, ist «Kontroll» eine symbolische Komödie und ein mythischer Actionthriller zugleich, ein aufregend brillantes Spiel aus Tempo, Action, Spannung und Humor.

Ungarn 2003, 106 Min., FSK 16, dtF, Regie: Nimród Antal, Mit: Csaba Pindroch, Zoltán Mucsi, Sándor Csányi

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum, Bonn und Köln statt.

SA 29/05/10 22:30 UHR
Camera Lichtspiele Mallinckrodtstr. 209 44147 Dortmund


6,– € (erm. 5,– €)
ROXY Kino / CAMERA Lichtspiele, Kulturbüro Stadt Dortmund

02/06
20:00
K

TANZ

GYULA BERGER

PURPLE DESERT

Gyula Bergers «Purple Desert» ist pure Sinnlichkeit im Zeichen des Abschieds. Wir sind uns begegnet. Mann und Frau, Frau und Mann. Gedanke, Neugier, Raum, Vitalität. Wir fliegen gemeinsam und unsere Körper entdecken den anderen neben sich beim Sturz. Unendlich krallen wir uns fest am Faden, der einzig zu sein scheint. Dies ist keine Geschichte, die in Worten zu fassen ist. Inspiriert vom Roman «Die Frau in den Dünen» des japanischen Autors Kobo Abe, schlägt die Aufführung «Purple Desert» zwischen versickerndem Sand und frei schwebenden Balken eine Brücke für den Menschen zwischen der Urzeit und der Gegenwart. Die Dichte der Bewegungen, der Reichtum der choreografischen Ideen und die zeitlose Dimension der Gesten und Bewegunsabläufe machen «Purple Desert» im reinsten Sinne des Wortes: gültig. Choreografie, das besondere Bühnenbild sowie die Musik des Stücks vom Komponisten György Árvai machen den Tanzabend zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art.

MI 02/06/10 20:00 UHR
Bühne der Kulturen im Arkadastheater Platenstr. 32 50825 Köln


14,– € (erm. 9,– €)
Bühne der Kulturen, www.buehnederkulturen.de
0221/9559510

03/06
20:00
K

TANZ

MÁRTA LADJÁNSZKI

«BODY SPACE IMAGE» UND «MONOTONE»

Das Solo ist eine Herausforderung. Allein geblieben im Raum, wird die Tänzerin daran gemessen, ob sie die Leere füllen und allein eine Welt zu erschaffen vermag. Die scheinbare Einfachheit des Solos ist im glücklichen Fall: die Fülle selbst. Das ureigenste Gestaltungsfeld Márta Ladjánszkis, einer Ausnahmeerscheinung des internationalen Solotanzes, ist das Solo. Das Allein-Sein ist ihr wahres Element. Das Stück «Body Space Image» ist der erste Teil des Solo-Abends mit der Künstlerin. Für die Aufführung gestaltete Z. Koroknai die Video-Installation.

«monotone», die zweite Aufführung, ist dem Humor gewidmet. Hinter der Ironie, mit der die Tänzerin und Choreografin das Publikum zum Lachen bringt, während sie in einem weißen Pelzmantel à la Rap-Gangsta-Diva und mit Mikro in der Hand wie eine Rock-Lady Gesten, Bewegungen, Körperhaltungen des Pop zur Choreografie ausbaut, steckt die Wahrheit der Fragen des Lebens: die Fragen nach dem Schein, nach der Ehrlichkeit, nach dem Spiel und nach dem Tod. Nichts ist ernster als das Leben, und nichts ist lustiger als das Spiel. Es ist eine Rockballade, eine lachende Buddhastatue, eine Lady in Pelz.

Die Veranstaltung monotone findet auch in Dortmund statt.

DO 03/06/10 20:00 UHR
Bühne der Kulturen im Arkadastheater Platenstr. 32 50825 Köln


14,– € (erm. 9,– €)
Bühne der Kulturen, www.buehnederkulturen.de
0221/9559510

04/06
20:00
K

TANZ

SZOLO DUO EXCHANGE

GEWINNER DES SZOLO DUO FESZTIVAL 2010

Im Rahmen der scene ungarn in nrw haben die Gewinner des szolo duo fesztival 2010, Budapest in den Studios Barnes Crossing der Wachsfabrik in Köln die Möglichkeit, ihre choreografischen Arbeiten der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Das szolo duo fesztival ist ein internationales Choreografen-Festival, es findet bereits seit elf Jahren in Budapest statt. Anders als viele andere Choreografen-Wettbewerbe, legt das szolo duo fesztival den Fokus verstärkt auf den künstlerischen Austausch. So sind die Gesprächsrunden mit Jurymitgliedern, die nach jeder Runde stattfinden, das Herzstück des Festivals. Jeder Choreograf bekommt hierbei ein umfangreiches Feedback zu seiner Arbeit.

FR 04/06/10 20:00 UHR
Barnes Crossing im Kunstzentrum Wachsfabrik Industriestr. 170 50999 Köln


12,– € (erm. 10,– €)
Barnes Crossing Choreografen-Netzwerk, www.barnescrossing.de
02236/963588, info(at)barnescrossing.de

04/06
20:00
K

TANZ

RITA GÓBI ENSEMBLE UND GYULA BERGER

«TACHYON», «WHITE WALL» UND «EGOES (ÉN-EK)»

Die Konzeption der Tanzperformance «Tachyon» des Rita Góbi Ensembles basiert auf den extravaganten und multifunktionalen Kostümen von Zsuzsa Tresz. Das Stück ging in Brüssel über eine Freilichtbühne, durchschritt die Oper und wanderte durch die Kneipen von Budapest. Es wandelt sich, entwickelt sich weiter und bringt immer wieder neue Überraschungen. Die Tänzer sind unter der schützenden Hülle der Kostüme in der Menge unterwegs und flirten mit dem Publikum. Sie beherrschen den Raum, tanzen unbeschwert im Bewußtsein ihrer faszinierenden Existenz, versetzen in Staunen und schaffen Fröhlichkeit. Plötzlich schlüpfen diese seltsamen Wesen und Fremdartiges kommt zum Vorschein. «Das Drehbuch» ist hier zu Ende, der Ausgang der Aufführung ist immer anders, doch die Pointe fehlt nie.

«White Wall», Macht und ihre Präsenz. Einsamkeit und Identitätsverlust. Die Suche nach dem Selbst. Statuen und Menschen. Gesichter, Bilder, Portraits. Werke des französischen Genies der Bildhauerei A. Rodin. Gesichter auf der Lauer, fragende Arme aus Stein und Fleisch. «White Wall» wurde von Rita Góbi in Finnland in Kooperation mit finnischen Künstlern entwickelt. Die auf einem Volksinstrument vorgetragene Musik von G. József und R. Leivo beschwört eine alte, urige, rohe Zeit der gemeinsamen Wurzeln der beiden Völker. Sie versetzt uns und die drei ganz in weiß gekleideten Tänzerinnen in eine mythologische Zeit. Das Frühlingserwachen der jungfräulichen Göttinnen des Schnees. In Budapest und Pécs tätig, ist Rita Góbi mit ihren Aufführungen offizielle Teilnehmerin des Kultur-Programms der Kulturhauptstadt Europas 2010, Pécs. Das Ensemble ist eins der jüngsten in Ungarn und zeichnet sich durch eine frische, junge Ästhetik aus.

Als weiteres Stück wird an diesem Abend Gyula Bergers «EGOES (ÉN-EK)» gegeben.

FR 04/06/10 20:00 UHR
Bühne der Kulturen im Arkadastheater Platenstr. 32 50825 Köln


14,– € (erm. 9,– €)
Bühne der Kulturen, www.buehnederkulturen.de
0221/9559510

05/06
20:00
K

TANZ

SZOLO DUO EXCHANGE

GEWINNER DES SZOLO DUO FESZTIVAL 2010

Im Rahmen der scene ungarn in nrw haben die Gewinner des szolo duo fesztival 2010, Budapest in den Studios Barnes Crossing der Wachsfabrik in Köln die Möglichkeit, ihre choreografischen Arbeiten der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Das szolo duo fesztival ist ein internationales Choreografen-Festival, es findet bereits seit elf Jahren in Budapest statt. Anders als viele andere Choreografen-Wettbewerbe, legt das szolo duo fesztival den Fokus verstärkt auf den künstlerischen Austausch. So sind die Gesprächsrunden mit Jurymitgliedern, die nach jeder Runde stattfinden, das Herzstück des Festivals. Jeder Choreograf bekommt hierbei ein umfangreiches Feedback zu seiner Arbeit.

SA 05/06/10 20:00 UHR
Barnes Crossing im Kunstzentrum Wachsfabrik Industriestr. 170 50999 Köln


12,– € (erm. 10,– €)
Barnes Crossing Choreografen-Netzwerk, www.barnescrossing.de
02236/963588, info(at)barnescrossing.de

05/06
20:00
K

TANZ

BODA – KISS – KOVÁCS – K. SZABÓ

GLÜCK

Das Team Boda – Kiss – Kovács – Kristóf Szabó aus Budapest und Köln schafft eine interessante Mischung aus griechischer Mythologie, Ereignissen unserer Zeit und versammelt sie bildgewaltig unter dem abstrakten Begriff vom Glück. Ein König und Seher, der mehr sieht als es den Göttern recht ist, wird ungeheuer bestraft. Er heißt Sisyphos (János Boda). Verzweifelt schreit er zum höchsten Gott hinauf, dem selbst Zeus und Hera untertan sind, zu Ego (Erzsi Kiss), dem Weltenherrn! Ego erbarmt sich, bringt Sisyphos in der Hitze der Wüste um den Verstand und macht ihn zugleich zum schrecklichen Tyrannen, der sich ohne jede Empathie vom Rauch der brennenden Welt ernährt. Ivó Kovács, führender 2D/3D-Animationskünstler aus Paris und Budapest erschafft die Landschaft und Zeus als Gesicht aus lebendigen Linien. Eine Bilderwelt des 21. Jahrhunderts entsteht. Kristóf Szabós Inszenierung ist bewegt und bewegend – in postmoderner Tradition verwischen die Grenzen zwischen klassischem Theater, Video, Tanz und Bild. Bildgewaltig erscheinen die 3-D Animationen und Zeichnungen an der hinteren Bühnenwand. Die Mischung aus Tanz- und Bewegungsmomenten lässt Mitgefühl mit János Boda zu. Szabós Zeichnungen erinnern ein wenig an Kandinsky – wahrlich alle Sinne werden gefordert. Ein kleines Stück des alltäglichen Glücks scheint sicher.

SA 05/06/10 20:00 UHR
Bühne der Kulturen im Arkadastheater Platenstr. 32 50825 Köln


14,– € (erm. 9,– €)
Bühne der Kulturen, www.buehnederkulturen.de
0221/9559510

06/06
20:00
K

TANZ

FERENC FEHÉR

«MEDUSA PIERCING» UND «EXIT ROOM»

Medusa – bei ihrem Anblick verstummen selbst die Toten. Sie ist das Chamäleon der Zeit: eine schizophrene Sado-Hyäne, eine evakuierte Nutte aus Kerosin, geklontes Ratten-Sperma, die Nadel einer mörderischen Gen-Spritze. Der Künstler, der als Medium Medusas seine metaphysische Freiheit feiert, ist Ferenc Fehér. Er gilt für viele als das Genie der ungarischen Tanzszene. Als Autodidakt entwickelte Fehér seine charakteristische, selbständige Tanzsprache, einen besonderen Stil, der seine Wurzeln im Break und im Straßentanz hat und den die Kritiker mit der faszinierenden Eleganz von Raubkatzen vergleichen. «Medusa Piercing» ist der Dynamik des Lebens und der Souveränität des Menschen gewidmet. Musik und Video haben hier einen poetischen Anteil an der Entwicklung der stets pulsierenden Dynamik der Aufführung, ein Total-System, das den Betrachter wie ein Vakuum ins Unbekannte saugt. Die Kochoreografin und Regisseurin O. Caruso, Musik und Video von «The Corporation» und der Tänzer und Choreograf Fehér versetzen den Zuschauer in einen Rausch der visuellen Eindrücke und der physischen Präsenz des revoltierenden Menschen im unbekannten Raum.«EXiT ROOM» – Das System ist dein Fleischwolf! Es grenzt dich aus, es verschlingt dich, es kaut dich, es lutscht dich aus. Es heißt, wie ein fürstliches Wild darfst du auf seiner Tafel Zähne fletschend grinsen. Dass er da ist, wird bestätigt durch das Zeichen: EXiT.

Ferenc Fehér hat eine Bühnenpräsenz, die fasziniert. Er ist überzeugend, seine Energien reißen mit, seine Nacktheit im letzten Bild ist geschmackvoll, sie ist ein vollkommener Moment der Autonomie des Tänzers. Die reife Sichtweise der Kochoreografin und Lichtdesignerin O.Caruso, die Prezision der Dramaturgie liefern einen eleganten Rahmen für die wilde Welt der Bewegungen des jungen Tänzers. Die zwei Vorstellungen an einem Abend, «Medusa piercing» und «EXiT ROOM», präsentierte Ferenc Fehér bereits auf vielen internationalen Festivals als ein abendfüllendes Programm. Er wurde dafür mit diversen Preisen ausgezeichnet.

SO 06/06/10 20:00 UHR
Bühne der Kulturen im Arkadastheater Platenstr. 32 50825 Köln


14,– € (erm. 9,– €)
Bühne der Kulturen, www.buehnederkulturen.de
0221/9559510

08/06
19:00
D

KUNST

JÁNOS FODOR

LE TETSZIK ÜLNI

Im Rahmen von scene ungarn in nrw ist der ungarische Künstler János Fodor eingeladen die künstlerischen Ergebnisse seines Gastaufenthaltes im Malkasten auszustellen.

Zusammen mit der Gastkünstlerin des Ateliers Höherweg e. V. Júlia Vécsei wird der für zwei Monate in Düsseldorf arbeitende Künstler János Fodor als Gast des «Malkasten» eine Ausstellung seiner neusten Arbeiten mit dem Titel «Le tetszik ülni» arrangieren. Mit diesem Projekt soll an die Schlacht  auf dem Lechfeld im Jahre 955 erinnert werden.

Interessant ist János Fodor insofern, als er mit kleinen Ursachen große Wirkung erzielen kann. Ob Bilder, Objekte oder Fotos: Fodors Arbeiten sind zurückhaltend in der Geste, aber nicht im Ausdruck.

Das «Jacobihaus» des traditionsreichen Künstlerverein «Malkasten» wird regelmäßig als ein Ort genutzt, an dem Ausstellungsprojekte jenseits weißer Galeriewände und klassischer Museumsräume realisiert werden können. Für das scene-Programm werden die historischen Räume zur Verfügung gestellt.

DI 08/06/10 19:00 UHR
Künstlerverein Malkasten Jacobistr. 6a 40211 Düsseldorf


Eintritt frei
Künstlerverein Malkasten, www.malkasten.org

08/06
19:00
D

KUNST

JÚLIA VÉCSEI

CUBE MUTE

Im Rahmen der scene ungarn in nrw präsentiert der Künstlerverein «Malkasten» Arbeiten der Künstlerin Júlia Vécsei. Ausgestellt werden schwarz-weiß Zeichnungen, die sie als Gastkünstlerin des Ateliers Höherweg e.V. in Form einer Installation mit dem Titel «cube mute» präsentiert.

«Ihre Serien, die sich an der Grenze zwischen Sinnlichkeit und Begrifflichkeit bewegen, funktionieren oft durch intime und persönliche Geschichten. Sie besitzt ein ausgezeichnetes Gefühl  für aphorismenartige Texteinfügungen, die sie in ihren schwarz-weiß-Bildern einsetzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern, die Aquarelle zeichnen, gründen sich ihre Arbeiten nicht auf visuelle Ironie, sondern vielmehr auf eine Art spannungsbasierten Minimalismus.» Áron Fenyvesi

DI 08/06/10 19:00 UHR
Künstlerverein Malkasten Jacobistr. 6a 40211 Düsseldorf


Eintritt frei
Künstlerverein Malkasten, www.malkasten.org
Ateliers Höherweg e.V., www.a271.de

09/06
19:00
DO

DIALOG

QUO VADIS UNGARN – WAHLANALYSE

EIN VORTRAG VON GERGELY KISPÁL

Nach 1989 erlebte Ungarn einen vergleichsweise ruhigen Systemwechsel, doch mittlerweile hat das Land einen mehr oder weniger konfliktgeladenen Politikprozess durchgemacht. Die Ungarn sind zunehmend unzufrieden in der EU, aber sie bewerten die EU weiterhin positiver als die innenpolitischen Entwicklungen. Nach dem Rücktritt des Ministerpräsidenten Gyurcsány im April 2009 kam es zu einer Minderheitsregierung der sozialistischen Partei mszp unter dem Ministerpräsidenten Gordon Bajnai. Im Mai 2010 finden die nächsten Parlamentswahlen statt, für die von den meisten Beobachtern ein Regierungswechsel zur konservativen Fidesz-Partei erwartet wird. In welche Richtung Ungarns Politik nach dieser Wahl tendiert, wird von Gergely Kispál beleuchtet.

Gergely Kispál wurde in Budapest geboren und lebte seit seinem fünften Lebensjahr in Unna. Nach seinem Diplom an der Hochschule der Künste Bern arbeitete er an verschiedenen Theatern in der Schweiz, Österreich und Ungarn als Schauspieler, Regisseur und Produktionsleiter. Seit 2007 ist er als Journalist für die deutschsprachige Budapester Zeitung tätig, derzeit als Leiter der Politikredaktion.

MI 09/06/10 19:00 UHR
Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen Steinstr. 48 44147 Dortmund


Eintritt frei
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de

09/06
20:00
BI

MUSIK

MITSOURA

ROMAFOLK

Bereits als Leadsängerin der ungarischen Romaband Ando Drom wurde Mónika «Mitsou» Juhász Miczura als eine der gewaltigsten Stimmen der europäischen World-Music gefeiert. Mit ihrem eigenen Projekt gelingt ihr ein alle Sinne betörender experimenteller Romafolk. Monika Juhász stammt aus dem armen Dorf Békécsaba an der rumänischen Grenze. Schon ihre Mutter war eine der besten Sängerinnen der Region. Nachdem die Familie nach Budapest gezogen war, wurde Jenö Zsigó auf Mitsous herausragendes Talent aufmerksam und machte sie kurzerhand zur Sängerin seiner Band «Ando Drom». 2003 gründete sie dann ihre eigene Gruppe «Mitsoura» und lässt nun ihrer Kreativität freien Lauf. Sie verwendet eine Gesangstechnik, die aus der indischen Provinz Rajasthan stammt, arbeitet mit elaborierten Studiotechniken und reichert ihre Auftritte mit visuellen, hypnotischen Effekten an. «Die Lieder die wir nachspielen stammen aus verschiedenen Roma-Traditionen, es sind Reise- oder Begräbnislieder, die von meiner Mutter oder alten Zigeunern gesungen wurden». In ihrer Musik finden sich hier und da Elektroakkorde und andere Rock-, Jazz- und Klassikklänge. Alles wird vermischt, seien es indische Klangfarben oder Schlaginstrumente aus dem Balkan.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

MI 09/06/10 20:00 UHR
Sparrenburg Am Sparrenberg 38 33602 Bielefeld


Eintritt frei
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

10/06
19:00
D

KUNST

MARCELL ESTERHÁZY

AKTUELLE ARBEITEN

Marcell Esterházy (geb. 1977) gehört zu den bedeutendsten Medienkünstlern aus der jungen ungarischen Kunstszene. Mit seiner Foto- und Videokunst hat er bereits international auf sich aufmerksam gemacht. Er lebt und arbeitet in Budapest und Paris. Als Gastkünstler des Landes nrw in Kooperation mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf wird Marcell Esterházy zwei Monate lang in einem Gastatelier in Düsseldorf leben und arbeiten. Mit einer Ausstellung aktueller Arbeiten des Künstlers werden Kunstinteressierte mit Positionen der in Deutschland weniger bekannten ungarischen Kunstszene bekannt gemacht.

DO 10/06/10 19:00 UHR
Atelier am Eck Himmelgeisterstr. 107 E 40225 Düsseldorf (Bilk)


Eintritt frei
Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, www.duesseldorf.de

10/06
20:00
D

MUSIK

MITSOURA

ROMA STIMMGEWALT

Bereits als Leadsängerin der ungarischen Romaband »Ando Drom» wurde Mónika «Mitsou» Juhász Miczura als eine der gewaltigsten Stimmen der europäischen World-Music gefeiert. Mit ihrem eigenen Projekt gelingt ihr ein alle Sinne betörender experimenteller Romafolk. Mónika Juhász stammt aus dem armen Dorf Békécsaba an der rumänischen Grenze. Schon ihre Mutter war eine der besten Sängerinnen der Region. Nachdem die Familie nach Budapest gezogen war, wurde Jenö Zsigó auf Mitsous herausragendes Talent aufmerksam und machte sie kurzerhand zur Sängerin seiner Band «Ando Drom». 2003 gründete sie dann ihre eigene Gruppe, «Mitsoura» und lässt nun ihrer Kreativität freien Lauf. Sie verwendet eine Gesangstechnik, die aus der indischen Provinz Rajasthan stammt, arbeitet mit elaborierten Studiotechniken und reichert ihre Auftritte mit visuellen, hypnotischen Effekten an. «Die Lieder, die wir nachspielen, stammen aus verschiedenen Roma-Traditionen, es sind Reise- oder Begräbnislieder, die von meiner Mutter oder alten Zigeunern gesungen wurden». In ihrer Musik finden sich hier und da Elektroakkorde und andere Rock-, Jazz- und Klassikklänge. Alles wird vermischt, seien es indische Klangfarben oder Schlaginstrumente aus dem Balkan.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld statt.

DO 10/06/10 20:00 UHR
ZAKK Fichtenstr. 40 40233 Düsseldorf


17,– € (ERM. 13,– €)
globalklang e.V., www.globalklang.de , «KulturÇok»
Zakk, 0211/9730010, www.zakk.de

10/06
20:00
K

MUSIK

DIE BUDAPESTER KLANG- UND LICHTBEWEGUNG

DREI SPARTENÜBERGREIFENDE PROJEKTE

In ihren Soli tanzt Márta Ladjánszki oftmals gedanken-, geschichten- und gefühlsfrei. Es heißt, sie tanze den Körper. In nrw agiert sie performativ, als untrennbar mit Lektrónia verbundenes drittes Spielbein – vielleicht sogar mit verbundenen Augen – während Zsolt Sörés und Zsolt Koroknai durch alchimistische Laborieren Stoffe aus Musik, Film, Tanz und Bild zum Leben erwecken. Die drei zielen auf rituell-archetypische und komplex symbolische Situationen wobei elektronik- und informatikbasierte Technologien als materielle Erweiterung des Gedächtnisses benutzt werden, um Informationen zu kondensieren. Zsolt Gyenes röntgt Plattenspieler und andere Dinge per Computertomografie. Entdeckt man dabei schlimme Symptome? Den visuellen Charme ihrer Aufnahmen baut Andrea Szigetvári in ihre Multimedia-Performance «CT» ein und entwickelt hierbei die materialdurchleuchtenden Bilder zu einem raumdurchleuchtenden Live-Screening weiter. Technisch und ästhetisch auf höchstem Niveau, bedient die Spezialistin für Elektroakustisches dazu ihren experimental-musikalischen Laptop (Erstaufführung).

Lektrónia (Márta Ladjánszki/tanz, Zsolt Sôrés/Live-Musik und Geräusche, Zsolt Koroknai/Installation und Live-Visuals); Videointermezzo (Zsolt Gyenes); CT (Andrea Szigetvári/elektronische Musik, Zsolt Gyenes/Visuals).

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund und Münster statt.

DO 10/06/10 20:00 UHR
Alte Feuerwache Melchiorstr. 3 50670 Köln


6,– €
freies rheinland e.V., www.gerngesehen.de , www.altefeuerwachekoeln.de

11/06
20:00
MS

MUSIK

DIE BUDAPESTER KLANG- UND LICHTBEWEGUNG

MULTIMEDIA-PERFORMANCE

Zsolt Sorés aus Budapest, ist experimenteller Musiker, Komponist, Autor und Konzeptkünstler. Seine Hauptinstrumente sind Bratsche, Elektronik sowie selbstgebaute, circuit bent Instrumente und modifizierte Spielzeuginstrumente. Er kreiert avantgardistische Geräuschmusik und arbeitet in den Randgebieten verschiedenster Kunstformen.

Wenn Medien Substanz und Seele haben, könnte man sie dann medizintechnisch nachweisen?  Zsolt Gyenes röntgt Plattenspieler und andere Dinge per Computertomographie. Entdeckt man dabei schlimme Symptome? Den visuellen Charme seiner Aufnahmen baut Andrea Szigetvári in ihre Multimedia-Performance «CT» ein und entwickelt hierbei die Material durchleuchtenden Bilder zu einem Raum durchleuchtenden Live-Screening weiter. Technisch und ästhetisch auf höchstem Niveau, bedient die Spezialistin für Elektroakustisches dazu ihr experimental-musikalisches Laptop.

Zsolt Sorés – Live-Musik und Geräusche, CT – for video and live electronics, Musik – Andrea Szigetvári, Video – Zsolt Gyenes

Aufführende: Andrea Szigetvári.

Die Veranstaltung in Münster findet im Rahmen des Projekts zukunftsmusik statt, gefördert vom Ministerpräsidenten des Landes nrw.

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund und Köln statt.

FR 11/06/10 20:00 UHR
BLACK BOX im cuba Achtermannstr. 12 48143 Münster


8,– € (erm 5,– €)
cuba-cultur, www.cuba-cultur.de
www.blackbox-muenster.de

12/06
14:00
K

KUNST

NEW TALENTS

KÜNSTLERISCHES CROSSOVER

In ihrer zweiten Ausgabe 2010 erfährt die junge Kölner Biennale eine internationale Erweiterung. Die im Fokus stehenden Hochschulen aus Köln und Düsseldorf – Kunsthochschule für Medien, Kunstakademie Düsseldorf, Hochschule für Musik und Tanz Köln, ifs internationale filmschule köln, kisd Köln International School of Design werden ergänzt um die Universität Pécs. Zwei Absolventen der Hochschule sind im Rahmen der scene ungarn in nrw eingeladen, sich als Teilnehmer von «new talents» während der Biennale vorzustellen. Mit Balázs Kovács, einem Komponisten aus dem Bereich elektro-akustischer Arbeiten und Soundinstallationen, stellt sich ein Künstler vor, der die mediale Szene Ungarns vertritt. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang seine Verbundenheit zu dem terrestrischen Sender «Periskóp Rádió», der in Pécs vielen Soundkünstlern eine Plattform bietet. Mit Richard Csik wird ein Maler aus der ungarischen Szene eingeladen. Seine Arbeiten bewegen sich in einem Crossover zwischen Pop-Art und holschnittartiger Formgebung, mit deutlich sichtbaren Spuren des Malprozesses. Die Motive sind meist dem Außenbereich entnommen, figurativ geprägt urbane Situationen des Alltags. Beide Künstler repräsentieren einen Ansatz, der international orientiert ist und visuell sowie akustisch Brücken schlägt.

SA 12/06/10 14:00–20:00 UHR
15 Institutionen in der Kölner Innenstadt


Eintritt frei
Fuhrwerkswaage Kunstraum e.V., www.fuhrwerkswaage.de

12/06
20:00
DO

MUSIK

DIE BUDAPESTER KLANG- UND LICHTBEWEGUNG

DREI PROJEKTE

In ihren Soli tanzt Márta Ladjánszki oftmals gedanken,- geschichten- und gefühlsfrei. Es heißt, sie tanze den Körper. In nrw agiert sie performativ, als untrennbar mit Lektrónia verbundenes drittes Spielbein – vielleicht sogar mit verbundenen Augen – während Zsolt Sőres und Zsolt Koroknai durch alchemistisches Laborieren Stoffe aus Musik, Film, Tanz und Bild zum Leben erwecken. Die drei zielen auf rituell-archetypische und komplex symbolische Situationen wobei elektronik- und informatikbasierte Technologien als materielle Erweiterung des Gedächtnisses benutzt werden, um Informationen zu kondensieren. Zsolt Gyenes röntgt Plattenspieler und andere Dinge per Computertomografie. Entdeckt man dabei schlimme Symptome? Den visuellen Charme seiner Aufnahmen baut Andrea Szigetvári in ihre Multimedia-Performance «CT» ein und entwickelt hierbei die materialdurchleuchtenden Bilder zu einem raumdurchleuchtenden Live-Screening weiter. Technisch und ästhetisch auf höchstem Niveau, bedient die Spezialistin für Elektroakustisches dazu ihren experimental-musikalischen Laptop (Erstaufführung).

Lektrónia: Márta Ladjánszki, Zsolt Sőres, Zsolt Koroknai (Tanz / Live-Musik und Geräusche / Installation und Live-Visuals) Zsolt Gynes (Video), CT: Andrea Szigetvári, Zsolt Gyenes (Musik / Visuals).

Diese Veranstaltung findet auch in Münster und Köln statt.

SA 12/06/10 20:00 UHR
mexKeller im Künstlerhaus Dortmund Sunderweg 1 44147 Dortmund


6,– €
mex – experimentelle und intermediale Musikprojekte e.V., www.mexappeal.de , Kulturbüro Stadt Dortmund

13/06
11:30
OB

KUNST

NON-FIGURATIVE MALEREI

RUHRGEBIET TRIFFT UNGARN

Am Beispiel ausgewählter Künstlerinnen und Künstler aus dem Ruhrgebiet und aus Ungarn werden verschiedene Positionen einer aktuellen non-figurativen Malerei in einen Dialog gesetzt. Somit wird aufgezeigt, worin Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede in der realisierten Farbgestaltung liegen. Verdeutlicht werden dabei die Hintergründe und Charakteristika der präsentierten Malerei, um das Rezeptionsverhalten bzw. das Verständnis für die formulierte Malerei seitens des Betrachters anzuregen und zu fördern. Gerade in Anbetracht des derzeit starken Einflusses diverser elektronischer Medien erscheint es sinnvoll, ruhigere und gleichermaßen sinnliche Aspekte einer Bildkultur in den Blickpunkt zu rücken.

Künstler: Jozsef Bullas, Susanne Cirkel, Gábor Erdelyi, András Gál, Kuno Gonschior, Hartwig Kompa, Péter Somody, Susanne Stähli.

Zur Eröffnung spricht Frau Dr. Gabriele Uelsberg,
Rheinisches Landesmuseum Bonn.

SO 13/06/10 11:30 UHR
Verein für aktuelle Kunst/Ruhrgebiet e.v. Zentrum Altenberg Hansastr. 20 46049 Oberhausen


3,– € (erm. 2,– €)
Verein für aktuelle Kunst/Ruhrgebiet e.V. (VfaKR), www.vfak-ruhrgebiet.de

17/06
19:00
DO

LITERATUR

DUO PIAVOLI

EINE KULINARISCHE REISE

Wir laden Sie ein, zu einer literarischen und musikalischen Reise quer durch Ungarns Küche, Restaurants, Weinkeller, Speisekarten und zu einem kleinen ungarischen Sprachführer anhand von schrägen und humorvollen Texten beliebter und berühmter ungarischer Autoren. Reise mit Musik und Texten nebst einer Doboschtorte und Kaffee oder Rotwein – wie Sie es wünschen! Durch den Abend mit dem «Duo Piavoli», (Texte: Ulrich Pätzold-Jäger, Klavier: Wilhelm Makus) führt Magdolna Wiebe, Leiterin der Deutsch-Ungarischen  Gesellschaft.

Diese Veranstaltung findet auch in Bochum statt.

DO 17/06/10 19:00 UHR
Kleines Café Budapest Chemnitzerstr. 9 44139 Dortmund


10,– € (inkl. 2,– € Verzehr)
Deutsch-Ungarische Gesellschaft der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, www.agnrw.de
Begrenzte Plätze. Rechtzeitige Anmeldung erforderlich: 0231/142917

17/06
20:00
E

MUSIK

NEW NOISES

MUSIK FÜR STREICHQUARTETT UND ELEKTRONIK

Mit «new noises» wird ein spannungsreicher musikalischer Dialog zwischen Ungarn und Portugal eröffnet. Zur Aufführung gelangen Musikstücke von drei zeitgenössischen Komponisten, welche die Möglichkeiten und das eigenständige Spektrum gegenwärtiger Kompositionsformen vielschichtig ausloten. Sämtliche Kompositionen stehen durch die Einbeziehung elektronischer Klangmittel für eine programmatische Entgrenzung des klassischen kammermusikalischen Formats. So wird an dem Konzertabend die Vision einer zukünftigen, sich jenseits gängiger Modeerscheinungen positionierender Kompositionspraxis hörbar und erlebbar gemacht. Zur Aufführung kommen Werke von Márton Illés, Pèter Köszeghy und Luís Antunes Pena.

DO 17/06/10 20:00 UHR
Kunsthaus Essen Rübezahlstr. 33 45134 Essen


8,– € (erm. 5,– €)
Kunsthaus Essen, www.kunsthaus-essen.de
0201/443313, khe(at)kunsthaus-essen.de

17/06
20:00
D

TANZ

DIE LÄNGE VON 100 NADELN

MAGISCHER BILDERKOSMOS VON JOSEF NADJ

Die Inszenierung von surrealen Traumwelten zählt zu den Markenzeichen des renommierten Choreografen Josef Nadj. In «Die Länge von 100 Nadeln» erschafft er mit einem hervorragenden Ensemble aus acht Tänzern und Schauspielern und sieben Musikern einen magischen Bilderkosmos, in dem er heidnisch anmutende Rituale, Tanztheater-Elemente und mitreißende Livemusik mit avanciertem Jazz und Folk verwebt. Szenen von raffiniert inszeniertem Chaos wechseln sich mit streng komponierten und stillen Szenen zwischen schwarzem Humor und poetischen Momenten ab. Wie ein Bildermagier scheint der ungarische Choreograf die Bedeutung von Objekten, Räumen, Geräuschen und Rollen von Menschen auf kunstvolle und zugleich unterhaltsame Art zu verschieben und schafft ein ironisch gebrochenes Sinnbild für die Wandelbarkeit und Zeitlosigkeit von Ritualen. Josef Nadj zählt zu den renommiertesten Choreografen Europas und wird mit seinen Tanztheaterstücken weltweit zu Festivals eingeladen. 1957 in der Woywodina geboren, studierte er in Frankreich bei berühmten Mimen wie Marcel Marceau und Jaques Lecoq und ließ sich u.a. durch den japanischen Butoh in seiner choreografischen Entwicklung inspirieren. Seit 1995 leitet er das Choreografische Zentrum in Orleans und war 2006 «artist associé» beim Theaterfestival in Avignon. Gemeinsam mit dem Pina Bausch-Tänzer Dominique Mercy entwickelte er das Duett «Petit psaume du matin.»

Der serbische Komponist und Musiker Mezei Szilárd zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der osteuropäischen Musikszene und arbeitete mit Josef Nadj bereits seit 2001 für das hochgelobte Tanzstück «Les Philosophes» zusammen. «Die Länge von 100 Nadeln» feierte im November 2009 in Budapest Uraufführung und ist in Düsseldorf in deutscher Erstaufführung zu sehen. Der Titel bezieht sich auf ein altes ungarisches Sprichwort und ist ein Synonym für Arbeit, die sinnlos und vergebens getan wird.

DO 17/06/10 20:00 UHR
tanzhaus nrw Erkratherstr. 30 40233 Düsseldorf


21,– € (Kategorie A) / 16,– € (Kategorie B)
tanzhaus nrw, www.tanzhaus-nrw.de
0211/172700

18/06
20:00
E

TANZ

MAGYAR TÁNCOK

ESZTER SALAMON

In «Magyar Táncok», was soviel bedeutet wie «Ungarische Tänze», begibt sich die Choreografin und Tänzerin Eszter Salamon auf Spurensuche nach ihren tänzerischen Wurzeln und eben diesem Familienerbe: Dem ungarischen Volkstanz, in dem sie selbst als Heranwachsende in Budapest ebenso wie im klassischen Ballett ausgebildet wurde. Für ihr 2005 entstandenes Stück setzte sie sich nicht nur intensiv mit ihrer Mutter, einer langjährigen Volkstanzlehrerin auseinander, sondern auch mit zahlreichen anderen ungarischen MusikerInnen und TänzerInnen. Salamon erläutert die althergebrachten Bewegungstechniken, befragt und übersetzt sie in einen zeitgenössischen Kontext und kreiert eine fesselnde Performance zwischen der tänzerischen Gegenwart und der Tanztradition eines ganzen Landes.

Uraufführung: 18. Mai 2005 Festival Les Intranquilles (Lyon)Konzept: Eszter Salamon; Musikalisches Konzept: Ferenc Salamon; Assistenz: Zoltàn Gémesi; Mit: Endre Liber, Róbert Liber, Róbert Csögör, Zoltàn Gémesi, Ferenc Salamon, Erszébet Salamon, Eszter Salamon; Musik: Stimme Bela Bartók Words to Cantata profana, Olyat vágok, háromfele (Gesang für Stocktanz), Richie Hawtin; Technische Leitung: Götz Dihlmann; Produktion/ Organisation: Alexandra Wellensiek, Produktion: Festival Les Intranquilles, Villa Gillet (Lyon), www.esther-salamon.com." target="_blank">www.esther-salamon.com>www.esther-salamon.com. In Kooperation mit der Kulturhauptstadt Europas ruhr.2010.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

FR 18/06/10 20:00 UHR
PACT Zollverein Bullmannaue 20a 45327 Essen


VVK 11,– € (erm. 6,– €, inkl. VRR-Ticket / AK 13,– € (erm. 8,– €, inkl. VRR-Ticket)
PACT Zollverein, Choreographisches Zentrum NRW, www.pact-zollverein.de
TicketCenter, 0201/81 22 200, tickets(at)theater-essen.de

18/06
20:00
D

TANZ

DIE LÄNGE VON 100 NADELN

MAGISCHER BILDERKOSMOS VON JOSEF NADJ

Die Inszenierung von surrealen Traumwelten zählt zu den Markenzeichen des renommierten Choreografen Josef Nadj. In «Die Länge von 100 Nadeln» erschafft er mit einem hervorragenden Ensemble aus acht Tänzern und Schauspielern und sieben Musikern einen magischen Bilderkosmos, in dem er heidnisch anmutende Rituale, Tanztheater-Elemente und mitreißende Livemusik mit avanciertem Jazz und Folk verwebt. Szenen von raffiniert inszeniertem Chaos wechseln sich mit streng komponierten und stillen Szenen zwischen schwarzem Humor und poetischen Momenten ab. Wie ein Bildermagier scheint der ungarische Choreograf die Bedeutung von Objekten, Räumen, Geräuschen und Rollen von Menschen auf kunstvolle und zugleich unterhaltsame Art zu verschieben und schafft ein ironisch gebrochenes Sinnbild für die Wandelbarkeit und Zeitlosigkeit von Ritualen. Josef Nadj zählt zu den renommiertesten Choreografen Europas und wird mit seinen Tanztheaterstücken weltweit zu Festivals eingeladen. 1957 in der Woywodina geboren, studierte er in Frankreich bei berühmten Mimen wie Marcel Marceau und Jaques Lecoq und ließ sich u.a. durch den japanischen Butoh in seiner choreografischen Entwicklung inspirieren. Seit 1995 leitet er das Choreografische Zentrum in Orleans und war 2006 «artist associé» beim Theaterfestival in Avignon. Gemeinsam mit dem Pina Bausch-Tänzer Dominique Mercy entwickelte er das Duett «Petit psaume du matin.»

Der serbische Komponist und Musiker Mezei Szilárd zählt zu den herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der osteuropäischen Musikszene und arbeitete mit Josef Nadj bereits seit 2001 für das hochgelobte Tanzstück «Les Philosophes» zusammen. «Die Länge von 100 Nadeln» feierte im November 2009 in Budapest Uraufführung und ist in Düsseldorf in deutscher Erstaufführung zu sehen. Der Titel bezieht sich auf ein altes ungarisches Sprichwort und ist ein Synonym für Arbeit, die sinnlos und vergebens getan wird.

FR 18/06/10 20:00 UHR
tanzhaus nrw Erkratherstr. 30 40233 Düsseldorf


21,– € (Kategorie A) / 16,– € (Kategorie B)
tanzhaus nrw, www.tanzhaus-nrw.de
0211/172700

18/06
20:00
K

TANZ

THE SYMPTOMS

NOTHING THERE

Überwältigend und innovativ bis in die Knochen, das ist die Vorstellung von «The Symptoms» aus Budapest. Tanz und Technik sprechen eine gemeinsame Sprache, um unsere Träume, Ängste und Sehnsüchte zu erzählen. Die Visualität und die Bewegungen der Tänzer sind aufeinander abgestimmt, so dass der Eindruck eines lebendigen Gemäldes entsteht. «Meine Sinne, ich habe mich in euch getäuscht», schreibt Réka Szabó, Leiterin des Ensembles, «und auch in dir, liebe Fantasie. Ich überzeichne mich, überzeichne die Welt und alles andere. Ist dieses Gemälde die Welt? Wie könnte ich aus ihr herausschauen? Und was ist, wenn da draußen nichts ist?» Die interaktive real-time Video-Technologie, die bei dieser Aufführung zum Einsatz kommt, wurde vom Forschungslabor der Staatlichen Universität Budapest entwickelt. Sie reagiert auf die Position sowie die Bewegung des Körpers im Raum, auf die Richtung und die Dynamik. Sie wandelt dabei die Gestik der sechs Tänzer in eine Projektion ihrer Ängste und Fantasien um und schafft aus ihrem Beziehungsnetz ein abstraktes Gemälde.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld statt.

FR 18/06/10 20:00 UHR
Schauspiel Köln Halle Kalk Neerburgstr. 1 51103 Köln


17,– € (erm. 9,– €)
SCHAUSPIEL KÖLN www.schauspielkoeln.de
offizielle VORVERKAUFSSTELLEN

19/06
20:00
BI

MUSIK

GÁBOR WINAND QUARTETT FEAT. ELSA VALLE

INTONATION, EMOTIONALITÄT, IMPROVISATION – JAZZ

Der ungarische Sänger Gábor Winand ist einer der herausragenden ungarischen Jazzmusiker. Winand sieht seine Wurzeln vor allem in der Folklore und in der Klassik. Mit messerscharfer Intonation und einer besonderen Art gezügelter Emotionalität sowie immensem Improvisationsvermögen verzauberte er schon einen Könner wie Al Jarreau. «Ich bin ein empfindsamer Mensch. Wenn ich singe, durchdringt mich die Stimmung des Songs vollkommen». Sein Timbre und seine Musikalität hinterlassen ein tief bewegtes Publikum. Der 1964 geborene Winand studierte klassischen Gesang am Béla Bartók Konservatorium in Budapest. Seit Mitte der 80er Jahre bewegt er sich in der ungarischen Jazz-Szene, spielt aber auch mit vielen international bekannten Musikern. So trat er gemeinsam mit seiner Frau Elsa Valle, seinem Schwager Ramón Valle, Charlie Mariano und dem holländischen Trompeter Eric Vloeimans auf.

SA 19/06/10 20:00 UHR
Museum Waldhof (Open-Air) Welle 61 33602 Bielefeld


10,– € (erm. 6,– €), BI-Pass 1,–€
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

19/06
20:00
K

TANZ

THE SYMPTOMS

NOTHING THERE

Überwältigend und innovativ bis in die Knochen, das ist die Vorstellung von «The Symptoms» aus Budapest. Tanz und Technik sprechen eine gemeinsame Sprache, um unsere Träume, Ängste und Sehnsüchte zu erzählen. Die Visualität und die Bewegungen der Tänzer sind aufeinander abgestimmt, so dass der Eindruck eines lebendigen Gemäldes entsteht. «Meine Sinne, ich habe mich in euch getäuscht», schreibt Réka Szabó, Leiterin des Ensembles, «und auch in dir, liebe Fantasie. Ich überzeichne mich, überzeichne die Welt und alles andere. Ist dieses Gemälde die Welt? Wie könnte ich aus ihr herausschauen? Und was ist, wenn da draußen nichts ist?» Die interaktive real-time Video-Technologie, die bei dieser Aufführung zum Einsatz kommt, wurde vom Forschungslabor der Staatlichen Universität Budapest entwickelt. Sie reagiert auf die Position sowie die Bewegung des Körpers im Raum, auf die Richtung und die Dynamik. Sie wandelt dabei die Gestik der sechs Tänzer in eine Projektion ihrer Ängste und Fantasien um und schafft aus ihrem Beziehungsnetz ein abstraktes Gemälde.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld statt.

SA 19/06/10 20:00 UHR
Schauspiel Köln Halle Kalk Neerburgstr. 1 51103 Köln


17,– € (erm. 9,– €)
SCHAUSPIEL KÖLN www.schauspielkoeln.de
offizielle VORVERKAUFSSTELLEN

20/06
20:00
D

TANZ

MAGYAR TÁNCOK

ESZTER SALAMON

In «Magyar Táncok», was soviel bedeutet wie «Ungarische Tänze», begibt sich die Choreografin und Tänzerin Eszter Salamon auf Spurensuche nach ihren tänzerischen Wurzeln und ebendiesem Familienerbe: dem ungarischen Volkstanz, in dem sie selbst als Heranwachsende in Budapest ebenso wie im klassischen Ballett ausgebildet wurde. Für ihr 2005 entstandenes Stück setzte sie sich nicht nur intensiv mit ihrer Mutter, einer langjährigen Volkstanzlehrerin, auseinander, sondern auch mit zahlreichen anderen ungarischen MusikerInnen und TänzerInnen. Salamon erläutert die althergebrachten Bewegungstechniken, befragt und übersetzt sie in einen zeitgenössischen Kontext und kreiert eine fesselnde Performance zwischen der tänzerischen Gegenwart und der Tanztradition eines ganzen Landes.

Uraufführung: 18. Mai 2005 Festival Les Intranquilles (Lyon), Konzept: Eszter Salamon, Musikalisches Konzept: Ferenc Salamon, Assistenz: Zoltàn Gémesi. Mit Endre Liber, Róbert Liber, Róbert Csögör, Zoltàn Gémesi, Ferenc Salamon, Erszébet Salamon, Eszter Salamon, Musik: Stimme Bela Bartók Words to Cantata profana, Olyat vágok, háromfele (Gesang für Stocktanz), Richie Hawtin, Technische Leitung: Götz Dihlmann, Produktion/Organisation: Alexandra Wellensiek, Produktion: Festival Les Intranquilles, Villa Gillet (Lyon).

Im Vorfeld der Performance, um 19:00 Uhr, findet ein Einführungsvortrag zu Eszter Salamon von der Tanzwissenschaftlerin Yvonne Hardt statt. Zum Vortrag ist der Eintritt frei.

Diese Veranstaltung findet auch in Essen statt.

SO 20/06/10 20:00 UHR
tanzhaus nrw Erkratherstr. 30 40233 Düsseldorf


14,– €
tanzhaus nrw, www.tanzhaus-nrw.de
0211/172700

22/06
19:30
HA

TANZ

«FREGOLI SYNDROME» UND «DUNES»

EIN FASZINIERENDER TANZABEND

Ein riesiger Kleiderberg auf der Bühne, einzelne Stücke schweben im Raum. In «Fregoli syndrome» werden die beiden Tänzer Anna Réti und Milán Újvári zu Verwandlungskünstlern, die verspielt den Kampf mit 400 Kilogramm Blusen, Hosen, Kleidern, Hemden und Pullover aufnehmen. Poetische, witzige und charmante Bilder kontrastieren die durchaus ernste Thematik. Menschen mit dem Fregoli syndrome sind wahnhaft davon überzeugt, dass Leute aus ihrem Umfeld sich optisch verändern und als andere Personen auftreten. Réti und Újvári geben sich in ihrer Choreographie einem permanenten skurrilen Kleiderwechsel hin. Sie verkleiden sich, ziehen Schicht über Schicht an, ziehen sich um oder aus. Beide Tänzer wechseln in erstaunlicher Schnelligkeit ihre Kleidung, suchen auf einfühlsame Weise nach einer Standortbestimmung, ganz nach dem Vorbild des italienischen Schauspielers und Verwandlungskünstlers Leopold Fregoli, nach dem das Syndrom benannt ist. Sollen sie sich ausziehen? Welches Kleidungsstück sollen sie anbehalten? Oder sollen sie lieber nackt sein? Kleider machen in Fregoli syndrome Leute! Das Stück ist die erste Zusammenarbeit dieser beiden ausdrucksstarken Tänzer. Anna Réti studierte an der Rotterdamer Akadmie und arbeitete in Holland u.a. mit Galili Dance. Milán Újvári arbeitete bereits mit der «Compagnie Pal Frenak» sowie im «Cirque du Soleil.»

«Dunes» – das ist die unmittelbare Nähe zur Natur. Wie in all seinen Arbeiten, ist auch hier Ferenc Fehérs Tanz ein Medium für direkte sinnliche Erfahrungen. Die Bewegungen schwingen im Gleichklang mit der Musik, der Körper ist fokussiert auf seine eigenen Gesetze und wird zu einem Spielball, einem Medium innerer Stärke und Kräfte. Die Furchen im Sand sind die Furchen in unserem Gesicht, die Wüste – die Sanddünen (Dunes) – sind unsere authentische Spiegelung. Ferenc Fehér hatt nie eine formale Tanzausbildung absolviert, aber auf Grund der Genre, die seine Kunst beeinflusst haben (Free Style Tanz, fernöstliche Aktionskunst), haben er und seine Tänzer ihren eigenen Stil kreiert. Von 1999 bis 2007 arbeitete er mit der «Compagnie Finita la Commedia», unter der Leitung von Anikó Juhász zusammen. Seitdem erarbeit er eigene Choregrafien für Tanz- und Bewegungstheater, zeitgenössischen Tanz und «Physical Theatre».

Choreografie: Ferenc Fehér; Tänzer: Zsófi Nemes, Ákos Dózsa, Tünde Tonhaizer, Kata Hucker; Licht: Gabi Bánki, Musik: Ferenc Fehér; Beratung: Sándor Hegedüs.

«Dunes» findet auch in Dortmund und Wuppertal statt.

DI 22/06/10 19:30 UHR
opushagen Elberfelderstr. 65 58095 Hagen


12,– € (erm. 8,– €)
Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V., Kulturbüro der Stadt Hagen, www.tanzraeume.hagen.de
Theater- und Konzertkasse Hagen, 02331/207 3218, theaterkasse(at)stadt-hagen.de, www.theater.hagen.de

24/06
20:00
HA

TANZ

«DUNES» UND «ENDORPHIN»

UNGARN MEETS WUPPERTAL

«Endorphin»: Chun Hsien Wu stellt in seinem neuen Stück die Kernfrage: «Wie definiere ich eigentlich mein persönliches Glück und welchen Weg gibt es, dieses zu erlangen?» «Endorphin», eine Produktion der «Compagnie Double C», spielt mit diesen Zuständen und zeigt auch in humorvoller Weise, mit welchen technischen Hilfsmitteln der Mensch Glück erlangen kann.

«Dunes» – das ist die unmittelbare Nähe zur Natur. Wie in all seinen Arbeiten, ist auch hier Ferenc Fehérs Tanz ein Medium für direkte sinnliche Erfahrungen. Die Bewegungen schwingen im Gleichklang mit der Musik, der Körper ist fokussiert auf seine eigenen Gesetze und wird zu einem Spielball, einem Medium innerer Stärke und Kräfte. Die Furchen im Sand sind die Furchen in unserem Gesicht, die Wüste – die Sanddünen (Dunes) – sind unsere authentische Spiegelung. Ferenc Fehér hatt nie eine formale Tanzausbildung absolviert, aber auf Grund der Genre, die seine Kunst beeinflusst haben (Free Style Tanz, fernöstliche Aktionskunst), haben er und seine Tänzer ihren eigenen Stil kreiert.

«Dunes» findet auch in Dortmund und Hagen statt.

DO 24/06/10 20:00 UHR
die Börse Wolkenburg 100 42119 Wuppertal


13,– € (erm. 10,– €)
Kulturbüro Wuppertal, die börse e.V.
www.dieboerse-wtal.de

27/06
D

KUNST

ZSOLNAY

UNGARISCHE SEELE, ORIENTALISCHER GLANZ

Im Jahr 1865 übernahm Vilmos Zsolnay (1818–1900) die zwölf Jahre zuvor von seinem Vater Miklós (1800–1880) gegründete Keramikmanufaktur in Pécs. Sein wirtschaftliches und kreatives Engagement wurde auf der Pariser Weltausstellung 1878 nicht nur mit dem «Grand Prix» gewürdigt, sondern Vilmos wurde zudem auch mit den Orden der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. Die Ausstellung im Hetjens-Museum wird vor allem diese Blütezeit der berühmten «Keramikfabrik Zsolnay» beleuchten. Neben Werken des Historismus und des Jugendstils liegt das besondere Augenmerk auf dem historischen wie künstlerischen Einfluss des Orients auf die ungarische Keramik, die den Nationalstil des Landes prägte. Den thematischen Abschluss der Ausstellung bildet die baugebundene Keramik der Manufaktur Zsolnay mit kunstvollen Varianten an Formen und Glasuren.

SO 27/06/10
Hetjens-Museum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


5,– € (erm. 2,50 €) / Bis 18 Jahre – Eintritt frei
Hetjens-Museum Düsseldorf, Deutsches Keramikmuseum, www.duesseldorf.de/hetjens

03/07
11:00
E

KUNST

C.A.R. 2010

MEDIENKUNST-MESSE

contemporary art ruhr (c.a.r.) 2010, die Medienkunst-Messe, gibt einen lebendigen Einblick in die ungarische Galerieszene und präsentiert ungarische Videokunst, ungarische Fotografen sowie digitale Kunst. Exklusiv stellt die Budapester Videospace Galerie Arbeiten von vier ungarischen Künstlern – Tamás Komoróczky, Hajnal Németh, János Sugár und Eszter Szabó – aus ihrem Galerie-Programm vor. In der c.a.r. Video-Lounge inszeniert Videospace außerdem ein vielseitiges Spektrum ungarischer und internationaler Video-Kunst. Die Galerie wurde 2007 gegründet und befindet sich auf der Ráday Strasse, dem neuen kulturellen Zentrum in Budapest. Mit jährlich sechs bis acht Ausstellungen thematisiert Videospace Medienkunst im weitesten Sinn. Ausstellungen und Projekte von ungarischen und internationalen Künstlern werden von Events und Talks begleitet. c.a.r. Gallery/ Hungary, ein offener Wettbewerb für Fotografie und digitale Kunst, wird bis zum 01. Juni in Ungarn ausgeschrieben. Eine Jury entscheidet über die 10 bis 15 besten Einsendungen. Die ausgewählten Arbeiten werden auf der Website, in einem Sonderbereich während der Medienkunst-Messe sowie in Partner-Galerien präsentiert.

SA 03/07/10 11:00 UHR
Welterbe Zollverein, Kokerei, Areal A , Salzlager / The Palace of Projects, Gebäude C 88, Mischanlage, Gebäude C 70 Arendahls Wiese 45141 Essen


8,– € (erm. 6,– €)
Contemporary Art Ruhr, www.contemporaryartruhr.de
0201/5646500

04/07
11:00
E

KUNST

C.A.R. 2010

MEDIENKUNST-MESSE

contemporary art ruhr (c.a.r.) 2010, die Medienkunst-Messe, gibt einen lebendigen Einblick in die ungarische Galerieszene und präsentiert ungarische Videokunst, ungarische Fotografen sowie digitale Kunst. Exklusiv stellt die Budapester Videospace Galerie Arbeiten von vier ungarischen Künstlern – Tamás Komoróczky, Hajnal Németh, János Sugár und Eszter Szabó – aus ihrem Galerie-Programm vor. In der c.a.r. Video-Lounge inszeniert Videospace außerdem ein vielseitiges Spektrum ungarischer und internationaler Video-Kunst. Die Galerie wurde 2007 gegründet und befindet sich auf der Ráday Strasse, dem neuen kulturellen Zentrum in Budapest. Mit jährlich sechs bis acht Ausstellungen thematisiert Videospace Medienkunst im weitesten Sinn. Ausstellungen und Projekte von ungarischen und internationalen Künstlern werden von Events und Talks begleitet. c.a.r. Gallery/ Hungary, ein offener Wettbewerb für Fotografie und digitale Kunst, wird bis zum 01. Juni in Ungarn ausgeschrieben. Eine Jury entscheidet über die 10 bis 15 besten Einsendungen. Die ausgewählten Arbeiten werden auf der Website, in einem Sonderbereich während der Medienkunst-Messe sowie in Partner-Galerien präsentiert.

SO 04/07/10 11:00–19:00 UHR
Welterbe Zollverein, Kokerei, Areal A , Salzlager / The Palace of Projects, Gebäude C 88, Mischanlage, Gebäude C 70 Arendahls Wiese 45141 Essen


8,– € (erm. 6,– €)
Contemporary Art Ruhr, www.contemporaryartruhr.de
0201/5646500

05/07
K

TANZ

SZOLO DUO RESIDENCE

FINALISTEN DES SEMIFESTIVALS SZOLO DUO

2010 soll an ausgewählte TeilnehmerInnen aus Budapest sowie des Kölner Vornominierungsfestivals für Budapest 2011 unter dem Titel szolo duo residence ein kostenloses Coachingprogramm in Verbindung mit der Nutzung von Proberäumen vergeben werden. In diesem, nicht öffentlichen Arbeitsprozess bietet Barnes Crossing, das Choreografen-Netzwerk den TeilnehmerInnen einen Rahmen, in dem ihre künstlerische Arbeit und das erarbeitete Stück reflektiert werden können. Sie können sich darüber hinaus eine etablierte Choreografin oder Choreografen auswählen, die/der sie in dieser Woche beratend begleiten wird. Den Gewinnern wird selbst überlassen, ob sie an dem Stück, mit dem sie am Vorentscheid teilgenommen haben, weiter arbeiten möchten oder ob sie eine neue Arbeit beginnen.

MO 05/07/10
Barnes Crossing im Kunstzentrum Wachsfabrik Industriestr. 170 50999 Köln


Eintritt frei
Barnes Crossing Choreografen-Netzwerk, www.barnescrossing.de

07/07
20:00
BI

MUSIK

BEA PALYA TRIO

JAZZ UND ORIENTALISCHE LYRIK

Indem sie kontinuierlich Elemente aus verschiedenen Gesangstraditionen in ihre Musik einbaute, entwickelte Bea Palya eine vollendete stimmliche und gesangliche Qualität. Sie experimentiert mit der vokalen Nachahmung von Instrumenten (Flöten & Dudelsäcke). Sie entwickelte den rhythmischen Romagesang weiter und erforschte die für barocke Stücke erforderliche Gesangstechnik. Beáta Palya wurde 1976 in Makó, Südostungarn, geboren. Zu ihrer Vorliebe gesellte sich mit der Zeit die Liebe zum Jazz, zur Romamusik und zur persischen und indischen Musik. 2003 startete sie ihre Solokarriere. Sie gastierte u. a. in Paris, Amsterdam, London, Sao Paulo und Moskau. Nach Bielefeld kommt die Sängerin mit ihrem Trio.

MI 07/07/10 20:00 UHR
Sparrenburg Am Sparrenberg 38 33602 Bielefeld


Eintritt frei
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

09/07
18:00
D

KUNST

PRIVATE LANDSCAPES: JUNGE FOTOGRAFIE AUS UNGARN

DANACH MUSIK MIT DJS HANS NIESWANDT UND PÉTER SOLTÉSZ

Fotografie aus Ungarn? Klar: Brassaï, Robert Capa, László Moholy-Nagy. Aber was machen die jungen Fotografen? Wie sehen sie ihr Land, welche ästhetischen Schwerpunkte setzen sie, wie positionieren sie sich international?

Seit ein paar Jahren zeigt sich eine neue Generation ungarischer Fotografen der Welt und erobert sie mit zahlreichen Ausstellungen und Preisen. Die in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren geborenen und global agierenden Künstler Sári Ember, Marcell Esterházy, Donát Kékesi, Alexandra Emese Lázár, Ágnes Éva Molnár, Hajnal Németh, Anna Ildikó Pető, Peter Puklus und Bálint Rádóczy geben in der Gruppenausstellung „Private Landscapes: Junge Fotografie aus Ungarn“ sehr persönliche Einblicke in ihre (ungarischen) Lebenswelten: den Alltag, die Feste, die Entwicklung der Städte, die Sehnsucht nach der Natur.

Im Rahmen des Festivals SCENE UNGARN IN NRW zeigt der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen (kunstverein-düsseldorf.de) in Düsseldorf eine Auswahl der fotografischen und filmischen Werke. Die Ausstellung „Private Landscapes: Junge Fotografie aus Ungarn“, die von Eszter Tóth kuratiert wurde, wird am 9. Juli um 19 Uhr in Anwesenheit der Künstler in Düsseldorf eröffnet, ein Gespräch mit den Fotografen findet um 18 Uhr statt.

Anschließend gibt es musikalischen Austausch am Plattenteller zwischen dem DJ Hans Nieswandt und seinem ungarischen Kollegen Péter Soltész im Salon des Amateurs.

Nach einer gut zweiwöchigen Präsentation in Düsseldorf (bis 25.7.2010) wird die Ausstellung in die Stadthausgalerie in Münster wandern und dort von 29. Juli 2010 bis 15. August 2010 zu sehen sein.

FR 09/07/10 18:00 UHR
Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Grabbeplatz 4, 40213 Düsseldorf


frei

09/07
19:30
MS

KUNST

LITTLE WARSAW

ANDRÁS GÁLIK UND BÁLINT HAVAS

András Gàlik und Bálint Havas – das Künstlerpaar «Little Warsaw», zählt zu den international bedeutendsten ungarischen Künstlern ihrer Generation. «Little Warsaw» war 2003 für den Beitrag in dem ungarischen Pavillon auf der Biennale in Venedig verantwortlich. Das vielfältige Œuvre aus Objekten, Filmen und Installationen der Künstler beschäftigt sich mit der Entwicklung des historischen Bewusstseins als einem Produkt verschiedener Variablen wie persönlichen Biografien, sozio-ökonomischen Konditionen und kulturellen Normen. Die historische Erinnerung als kontinuierlicher Prozess und immer werdende Entwicklung des menschlichen Bewusstseins wird in ihren manchmal tragikkomischen Konsequenzen durch die Kunst von «Little Warsaw» aufgegriffen. Eine neue Arbeit, der Film «My dear Professor», der im Jahr 2009 entstand, ist eine künstlerische Dokumentation, die die Lebensgeschichte ihrer Kunstprofessur in Budapest zum Gegenstand macht und zeigt, wie wandelbar Erinnerungsvermögen und Wertvorstellungen sein können. Die Ausstellung von «Little Warsaw» in der azkm wird eine Auswahl ihres bereits entstandenen Œuvre zusammen mit neuen Arbeiten der Produktion zeigen.

FR 09/07/10 19:30 UHR
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster Speicher II Hafenweg 28 48155 Münster


Eintritt frei
Kulturamt Stadt Münster, www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle

10/07
20:00
BI

MUSIK

MIHÁLY DRESCH QUARTETT

FOLKLORE UND JAZZ

Der 1955 in Budapest geborene Mihály Dresch ist der bekannteste ungarische Jazzmusiker seiner Generation. Obwohl er anfänglich sehr von schwarzem amerikanischem Jazz fasziniert war, bezeichnet er seine musikalische Muttersprache als «mitteleuropäisch». Die englische Zeitung «The Guardian» charakterisierte Dresch als Mentor einer fruchtbaren Fusion von ungarischer Folklore und Jazz. Über die Jahre spielte Dresch mit einer Vielzahl bekannter Musiker von Archie Shepp bis Dewey Redman. Neben Dresch spielen in seinem Quartett Miklós Lukács (Cimbalom), István Baló (Schlagzeug) und Mátyás Szandai (Kontrabass) mit. Drei Instrumentalisten, die wie Mihàly Dresch selbst, zu den führenden Musikern Ungarns zählen. Das aktuelle Album des Mihály Dresch Quartetts, «Rare Bird», erschien im Frühjahr 2009.

Diese Veranstaltung findet auch in Dortmund statt.

SA 10/07/10 20:00 UHR
Museum Waldhof (Open-Air) Welle 61 33602 Bielefeld


10,– € (erm. 6,– €), BI-Pass 1,– €
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

14/07
20:00
HA

MUSIK

BESH O DROM

ETHNOFOLKPOP

Die futuristische Hochzeitskapelle «Besh o droM» ist ein zehnköpfiges, elektro-akustisches Kollektiv aus Budapest. Inspiriert von den Melodien des Balkans und ungarischer bzw. rumänischer Zigeunerweisen, ist ihr Sound ein Beispiel für die vitale, kreative Energie, die die gesamte Balkanregion beherrscht und Ost und West auf faszinierende Weise fusionieren läßt. 1999 von Ádám Pettik und Gergö Barcza gegründet, mischt «Besh o droM» in ihrer Musik verschiedenartigste musikalische Genres und Backgrounds. Nicht von ungefähr bedeutet «Besh o droM» in der Zigeunersprache «seinen eigenen Weg gehen». Und so verbindet die Band Volkstradition mit bester Clubkultur, den einzigartigen Klang des Cimbaloms und der Zigeunergeige mit Jazzimprovisation und Balkanbläser mit funky Grooves. Es entsteht ein musikalisches Hochleistungschaos so rasend schnell wie Fanfare Ciocárlia und so jazzig unkonventionell wie das Wilhelm Breuker Kollektief. Die junge Gruppe hat den Ehrgeiz, jede erdenkliche populäre Nummer im Repertoire zu haben. Sie machen es möglich und versöhnen Ethnofreaks, Jazzmaniacs und Dancefloorenthusiasten im gemeinsamen Tanzrausch!

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld, Bochum und Düsseldorf statt.

MI 14/07/10 20:00 UHR
Konzertmuschel Volkspark Körnerstraße 48 58095 Hagen


Eintritt frei
Kulturbüro Hagen, www.muschelsalat.hagen.de

18/07
20:30
BI

TANZ

BUDAPEST DANCE THEATRE

«FLABBERGAST», «CHOREOGRAPHER - CONFESSIONS» UND «BOLERO»

Zur Eröffnungsveranstaltung des Bielefelder Tanzfestivals präsentieren wir drei Stücke des Budapest Dance Theatre. «Flabbergast», ist ein buntes und dynamisches Stück, in dem humorvolle Archetypen auftauchen, die durch spanische Filme der 50er und 60er Jahre inspiriert sind. Choreografie: G. Ramírez Sansano. Weiter geht es mit «Choreografer - Confessions». Mehrere internationale Choreografen stellen sich mit kurzen Stücken vor. Sie «sprechen» über ihr  tägliches Leben und über ihre Gedanken, die sie heute bewegen. Choreografien: D. Touiti (Deutschland), J. Tmim (Israel), R. Hammadi (Frankreich), L. Zachár (Niederlande), B. Földi (Ungarn). Last but not least präsentieren wir in der deutschen Erstaufführung «Bolero» von Maurice Ravel. Es ist eines jener berühmten Stücke der Musikgeschichte, an dem sich viele Choreografen bereits versucht und bewährt haben. Raza Hammadi erarbeitete eine sehr impulsive Choreografie, eine Huldigung an die großen Meister des modernen Tanzes.
Dauer: je 20 Min. www.budapestdancetheatre.hu

SO 18/07/10 20:30 UHR
Theaterlabor im Tor 6 Hermann-Kleinewächterstr. 4 33602 Bielefeld


VVK: 16,– €* / 14,– €** (erm. 14,– €* / 12,– €**)/ AK: 18,– €* / 16,– €** (erm. 16,– €* / 14,– €**) / Workshop-Teilnehmende pauschal: 12,– €* / 10,– €** / * 1. Kategorie/** 2. Kategorie, BI-Pass 1,–€ (nur AK)
Kulturamt Bielefeld, kulturamt(at)bielefeld.de, www.tanzfestival-bielefeld.de , www.kulturamt-bielefeld.de
Tourist-Information im Neuen Rathaus, 0521/7516999, www.bielefeld-ticketservice.de , NW-Ticket-Hotline, 01803/322399, www.nw-ticket.de

21/07
20:30
BI

TANZ

THE SYMPTOMS – DANCE AND THEATRE COMPANY

YOU TRASH!

Erstmals präsentiert das Tanzfestival Bielefeld eine Tanzperformance für den öffentlichen Raum: «Big cleaning in the big outdoors, with a big scum band». Das Stück konzentriert sich auf das Thema der Verschwendung als unwillkommenes Nebenprodukt unserer Konsumgesellschaft. Mit Elementen aus Tanz, Musik und Pantomime präsentiert die Straßenperformance einen ironischen Blick auf ein akutes, gesellschaftlich nur scheinbar gelöstes Problem und entlarvt auf urkomische Weise eine Reihe unglaublicher Gewohnheiten. Unsere Recyclingstrategien werden durch einen spazieren gehenden Abfalleimer konterkariert, der Kleidung trägt, die mit Abfall voll gestopft ist. Er beginnt einen Tanz, der geradezu zum philosophischen Nachdenken provoziert!

Choreographie: Réka Szabó, Tänzer: Ákos Dózsa, Rita Góbi, István Gőz, László Kövesdi, Dániel Szász, Zsófia Tamara Vadas, Musik: Balázs Barna mix, Kostüme: Enikő Bodnár.

MI 21/07/10 20:30 UHR
Rathausplatz 33602 Bielefeld


Eintritt frei
www.tanzfestival-bielefeld.de , www.kulturamt-bielefeld.de
Kulturamt Bielefeld, kulturamt(at)bielefeld.de

22/07
20:30
BI

TANZ

THE SYMPTOMS – DANCE AND THEATRE COMPANY

NOTHING THERE – OR DO DREAMS GO TO SLEEP
DURING THE DAY?

Die Live-Videotechnologie des Stücks reagiert auf die Position des Körpers im Raum, auf seine Bewegung, seine Form, Richtung und Dynamik. Die Bewegungen der sechs Tänzer werden zum Zeichen ihrer Fantasien und Ängste, ihr Beziehungsnetz wandelt sich in ein bewegliches und abstraktes Gemälde. Réka Szabó schreibt zu ihrem Stück: «Meine sieben Sinne, ihr lasst mich im Stich. Meine Fantasie, mein ein und alles, Du auch! Aber ich bleibe dran, immer wieder,  und verbiege die Formen von allem und jedem, wie es mir gefällt. Aber reicht dies, um mir die Welt anzueignen, ein für allemal? Wie sieht einer wirklich aus, außerhalb meiner Wahrnehmung? Und was wäre, wenn es außerhalb davon nichts zu betrachten gäbe? Ist diese Vorstellung nichts weiter als eine weitere Projektion? Ich brauche Schutz vor der Außenwelt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es keine Wunder gibt.»

Choreographie: Réka Szabó, Tänzer: Ákos Dózsa, Rita Góbi, Andrea Nagy, Dániel Szász, Zsófia Tamara Vadas, Imre Vass, Musik: Albert Márkos, Licht: Attila Szirtes, Kostüme: Fruzsina Nagy.

DO 22/07/10 20:30 UHR
Theaterlabor im Tor 6 Hermann-Kleinewächterstr. 4 33602 Bielefeld


VVK 14,– €* / 12,– €** (erm. 12,– €* / 10,– €**) /AK 16,– €* / 14,– €** (erm. 14,– €* / 12,– €**) /Workshop-Teilnehmer pauschal: 12,– €* / 10,– €**/* 1. Kategorie/** 2. Kategorie, Bi-Pass 1,–€ (nur AK)
Kulturamt Bielefeld, kulturamt(at)bielefeld.de, www.tanzfestival-bielefeld.de , www.kulturamt-bielefeld.de
Tourist-Information im Neuen Rathaus, 0521/516999, www.bielefeld-ticketservice.de, NW-Ticket-Hotline, 01803/322399, www.nw-ticket.de

23/07
19:00
BI

KUNST

ESZTER SZABÓ

MOMENTAUFNAHMEN ALLTÄGLICHER SEHNSÜCHTE

Es scheint, als wolle die Frau beide Einkaufstüten in eine Hand nehmen, um die Hand des Mannes neben ihr ergreifen zu können. Stattdessen wechselt sie nur die linke Tüte nach rechts. Der Mann lässt kaum merklich seine Hand wieder sinken. Er wirkt enttäuscht. Eine solche Szene kann sich an jeder Straßenecke abspielen. Banal. Eine Momentaufnahme alltäglicher Sehnsüchte. Solche Beobachtungen sind der Inhalt von Eszter Szabós Arbeiten. Die Bilder der 1979 in Budapest geborenen Künstlerin setzen sich zusammen aus Aquarell-Malerei und animierten Bewegtbildern auf der Grundlage dieser Aquarelle. Aus der Kombination der beiden Medien entstehen charaktervolle gemalte Kurzfilme. Es entwickeln sich liebevolle, präzise Alltags-Portraits: Menschen mit Einkaufstaschen, unvorteilhaft gekleidet, abgebildet durch sensible, akkurate Linien. Sie wirken angreifbar und nah, die lasierenden Farben lassen sie zu zerbrechlichen Protagonisten werden. Eszter Szabó präsentierte ihre Arbeiten mehrfach in Ungarn und beteiligte sich unter anderem an Ausstellungen in Paris, London und Prag. «Artists Unlimited» freut sich darauf, ihre Arbeiten in der Artists Unlimited Galerie auszustellen und Eszter Szabó für einen Monat als Gastkünstlerin im Haus begrüßen zu dürfen.

FR 23/07/10 19:00 UHR
Artists Unlimited Galerie Viktoriastr. 24 33602 Bielefeld


Eintritt frei
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de, Artists Unlimited, www.artistsunlimited.de

26/07
20:30
BI

TANZ

FERENC FEHÉR COMPANY

ORPHEUS MARATHON – ON THE THRONE
OF THE ELECTRIC CHAIR

Der in Budapest ansässige Tänzer und Choreograph Ferenc Fehér gehört zweifellos zu den jungen Wilden der ungarischen Tanzszene, die vehement und zu recht auf das internationale Tanzparkett drängen. Fehér absolvierte keine klassische Tanzausbildung, vielmehr entwickelte er einen individuellen und unverwechselbaren Tanzstil, beeinflusst durch seine Wurzeln im Streetdance. Als einer der wenigen Protagonisten der ungarischen Tanzszene gelingt Fehér eine  spannende Verbindung zwischen Streetdance- und Martial Arts-Elementen mit traditionellen Tanzzitaten. Für Fehér ist Tanz das Medium einer sinnlichen, direkten Erfahrung der Natur. Seiner Auffassung nach verbinden sich Bewegung und Musik, der Körper konzentriert sich auf seine eigene Gesetze und wird ein Spielzeug, ein Medium für die eigenen inneren Kräfte.

MO 26/07/10 20:30 UHR
Theaterlabor im Tor 6 Hermann-Kleinewächterstr. 4 33602 Bielefeld


VVK 12,– €* / 10,– €** (erm. 10,– €* / 8,– €**) / AK 14,– €* / 12,– €** (erm. 12,– €* / 10,– €**) / Workshop-Teilnehmende pauschal: 10,– €* / 8,– €** / * 1. Kategorie/** 2. Kategorie, Bi-Pass 1,–€ (nur AK)
Kulturamt Bielefeld, kulturamt(at)bielefeld.de, www.tanzfestival-bielefeld.de , www.kulturamt-bielefeld.de
Tourist-Information im Neuen Rathaus, 0521/516999, www.bielefeld-ticketservice.de, NW-Ticket-Hotline, 01803/322399, www.nw-ticket.de

29/07
19:00
MS

KUNST

PRIVATE LANDSCAPES: JUNGE FOTOGRAFIE AUS UNGARN

NEUE GENERATION UNGARISCHER KÜNSTLER

Fotografie aus Ungarn? Klar: Brassaï, Robert Capa, László Moholy-Nagy. Aber was machen die jungen Fotografen? Wie sehen sie ihr Land, welche ästhetischen Schwerpunkte setzen sie, wie positionieren sie sich international?

Seit ein paar Jahren zeigt sich eine neue Generation ungarischer Fotografen der Welt und erobert sie mit zahlreichen Ausstellungen und Preisen. Die in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren geborenen und global agierenden Künstler Sári Ember, Marcell Esterházy, Donát Kékesi, Alexandra Emese Lázár, Ágnes Éva Molnár, Hajnal Németh, Anna Ildikó Pető, Peter Puklus und Bálint Rádóczy geben in der Gruppenausstellung „Private Landscapes: Junge Fotografie aus Ungarn“ sehr persönliche Einblicke in ihre (ungarischen) Lebenswelten: den Alltag, die Feste, die Entwicklung der Städte, die Sehnsucht nach der Natur.

Im Rahmen des Festivals SCENE UNGARN IN NRW zeigt die Stadthausgalerie in Düsseldorf eine Auswahl der fotografischen und filmischen Werke. Die Ausstellung „Private Landscapes: Junge Fotografie aus Ungarn“, die von Eszter Tóth kuratiert wurde, wird am 29. Juli um 19 Uhr in Anwesenheit der Kuratorin vom Bürgermeister Holger Wigger eröffnet und läuft bis zum 15.8.2010.

DO 29/07/10 19:00 UHR
Stadthausgalerie, Platz des Westfälischen Friedens, Münster


frei

29/07
20:30
BI

TANZ

PÁL FRENÁK COMPANY

INTIME

Bereits im Jahr 2007 konnten wir die «Company Pál Frenák» mit dem Stück «Apokalypszis-frisson» in Bielefeld bewundern, wo sie eine geradezu wahnwitzige Performance auf einer eigens konstruierten Bühne ablieferte. Nach diesem, vom Publikum frenetisch gefeierten Auftritt, freuen wir uns nun auf ihre neuste Kreation. Im Anschluss an das Anti-Beziehungs-Stück «Instinct» gibt uns «InTimE», einen Einblick in die Feinsinnigkeit und Komplexität menschlicher Beziehungen. Im Stück wechseln die Tänzer des Öfteren ihre Rollen. Entweder beobachten sie sich gegenseitig aus einer gewissen Distanz oder nehmen direkt Teil am täglichen Kampf der Beziehungen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage nach der Wahrhaftigkeit der Liebe, der Körper sowie nach der Verletzbarkeit der Liebenden.

Choreographie: Pál Frenák, Tänzer: Viktoria Kolozsi, Nelson Reguera, Lisa Kostur, Emese Janter, Zoltan Fekete, Balázs Czéh, Musik: Attila Gergely, Licht: Janos Marton, Ton: Attila Hajas, Színpad, Péter Molnár, Kostüme: Gergely Szabó.

DO 29/07/10 20:30 UHR
Theaterlabor im Tor 6 Hermann-Kleinewächterstr. 4 33602 Bielefeld


VVK 16,– €* / 14,– € ** (erm. 14,– €* / 12,– €**) / AK 18,– €* / 16,– € ** (erm. 16,– €* / 14,– €**) / Workshop-Teilnehmende pauschal: 12,– €* / 10,– € **/ * 1. Kategorie/** 2. Kategorie, Bi-Pass 1,–€ (nur AK)
Kulturamt Bielefeld, kulturamt(at)bielefeld.de, www.tanzfestival-bielefeld.de , www.kulturamt-bielefeld.de
Tourist-Information im Neuen Rathaus, 0521/516999, www.bielefeld-ticketservice.de, NW-Ticket-Hotline, 01803/322399, www.nw-ticket.de

05/08
18:15
D

FILM

FEUERWEHRGASSE 25 – TÜZOLTÓ UTCA 25

ISTVÁN SZABÓ

In der Nacht vor dem Abbruch eines großen Mietshauses in Budapest überkommt die Bewohner noch einmal die Erinnerung an Menschen und Ereignisse, die sie in diesem Haus erlebt und überlebt haben. Ein Bild der Bewährung und Gefährdung von Kommunikation, Solidarität und Liebe in Extremsituationen, zugleich ein Spiegel ungarischer Zeitgeschichte. Szabós preisgekrönter Film «Tüzoltó utca 25» (Feuerwehrgasse 25) wirkt im Spiel mit verschiedenen Handlungs- und Realitätsebenen etwas verwirrend, ist aber auch stilistisch äußerst eindrucksvoll. (Film-Dienst)

Der Regisseur István Szabó zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des europäischen Films. Szabó wurde am 18. Februar 1938 in Budapest geboren. Bereits in jungen Jahren kam er zum Film. Von 1956 bis 1961 studierte er Regie an der ungarischen Hochschule der Künste für Theater und Film. Schon mit seiner Abschlussarbeit, dem Kurzfilm «Konzert» (1961), erregte er Aufsehen bei einigen Festivals. «Mephisto» (1981), «Oberst Redl» (1985) und «Hanussen» (1988) jeweils mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle, machten Regisseur und Hauptdarsteller international bekannt. «Mephisto» bekam 1981 den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Ungarn 1973, 92 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Lucyna Winnicka, Margit Makay, Károly Kovács u.a.

DO 05/08/10 18:15 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

08/08
20:00
D

FILM

FEUERWEHRGASSE 25 – TÜZOLTÓ UTCA 25

ISTVÁN SZABÓ

In der Nacht vor dem Abbruch eines großen Mietshauses in Budapest überkommt die Bewohner noch einmal die Erinnerung an Menschen und Ereignisse, die sie in diesem Haus erlebt und überlebt haben. Ein Bild der Bewährung und Gefährdung von Kommunikation, Solidarität und Liebe in Extremsituationen, zugleich ein Spiegel ungarischer Zeitgeschichte. Szabós preisgekrönter Film «Tüzoltó utca 25» (Feuerwehrgasse 25) wirkt im Spiel mit verschiedenen Handlungs- und Realitätsebenen etwas verwirrend, ist aber auch stilistisch äußerst eindrucksvoll. (Film-Dienst)

Der Regisseur István Szabó zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten des europäischen Films. Szabó wurde am 18. Februar 1938 in Budapest geboren. Bereits in jungen Jahren kam er zum Film. Von 1956 bis 1961 studierte er Regie an der ungarischen Hochschule der Künste für Theater und Film. Schon mit seiner Abschlussarbeit, dem Kurzfilm «Konzert» (1961), erregte er Aufsehen bei einigen Festivals. «Mephisto» (1981), «Oberst Redl» (1985) und «Hanussen» (1988) jeweils mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle, machten Regisseur und Hauptdarsteller international bekannt. «Mephisto» bekam 1981 den Oscar als bester fremdsprachiger Film.

Ungarn 1973, 92 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Lucyna Winnicka, Margit Makay, Károly Kovács u.a.

SO 08/08/10 20:00 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

10/08
20:00
NE

THEATER

AS YOU LIKE IT

THEATRE OF BEREGSZÁSZ

«Ahogy tetszik» ist der ungarische Titel der ebenso turbulenten wie melancholisch-poetischen Komödie «Wie es euch gefällt» von William Shakespeare. Atilla Vidnyánszky hat das berühmte Shakespearestück in eine zauberhafte Version gebracht, die in ihren Bezügen zur russischen Theatertradition und in ihrer musikalischen und bühnentechnischen Umsetzung bemerkenswert ist. In großer Besetzung reist die Kompanie aus Beregszász, einer ungarischsprachigen Enklave in der Ukraine an, um am 20. Shakespeare-Festival im «Globe» Neuss teilzunehmen. Bei der Produktion handelt es sich um eine Koproduktion zwischen dem Gyula Castle Theatre, dem Csokonai Theatre of Debrecen und dem Illyés Gyula Magyar National Theatre aus Beregszász.

DI 10/08/10 20:00 UHR
Globe Neuss Hammer-Land-Str. 2 41460 Neuss


35,– € (erm. 29,50 €)/25,– € (erm. 20,50 € )/15,– €
Kulturamt der Stadt Neuss, www.shakespeare-festival.de , www.neuss-kultur.de
TOURIST-INFO, 02131/4037795

11/08
20:00
NE

THEATER

AS YOU LIKE IT

THEATRE OF BEREGSZÁSZ

«Ahogy tetszik» ist der ungarische Titel der ebenso turbulenten wie melancholisch-poetischen Komödie «Wie es euch gefällt» von William Shakespeare. Atilla Vidnyánszky hat das berühmte Shakespearestück in eine zauberhafte Version gebracht, die in ihren Bezügen zur russischen Theatertradition und in ihrer musikalischen und bühnentechnischen Umsetzung bemerkenswert ist. In großer Besetzung reist die Kompanie aus Beregszász, einer ungarischsprachigen Enklave in der Ukraine an, um am 20. Shakespeare-Festival im «Globe» Neuss teilzunehmen. Bei der Produktion handelt es sich um eine Koproduktion zwischen dem Gyula Castle Theatre, dem Csokonai Theatre of Debrecen und dem Illyés Gyula Magyar National Theatre aus Beregszász.

MI 11/08/10 20:00 UHR
Globe Neuss Hammer-Land-Str. 2 41460 Neuss


35,– € (erm. 29,50 €)/25,– € (erm. 20,50 € )/15,– €
Kulturamt der Stadt Neuss, www.shakespeare-festival.de , www.neuss-kultur.de
TOURIST-INFO, 02131/4037795

12/08
18:15
D

FILM

BUDAPESTER LEGENDEN – BUDAPESTI MESÉK

ISTVÁN SZABÓ

Verzweiflung und Ziellosigkeit prägen die Menschen in Budapest unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Da wird ein umgekippter Straßenbahnwagen am Stadtrand zum Hoffnungsschimmer. Der Waggon, zunächst nur aufgerichtet, um ein Dach über dem Kopf zu haben, wird für die Menschen zum Ausgangspunkt zielgerichteter Aktivitäten: Sie wollen die Straßenbahn auf Schienen setzen, um wieder fahren zu können. «Budapesti mesék» (Budapester Legende) ist ein allegorischer, sehr pathetischer Film über Menschen in einer extremen Lage und ihre Fähigkeit, gegen alle Schwierigkeiten ein in die Zukunft weisendes Ziel zu verfolgen. (Film-Dienst)

Dieser Film ist eine historische Erstaufführung von 1976, denn der Film war im «Westen» noch nicht zu sehen.

Ungarn 1976, 92 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Ági Mészáros, Maja Komorowska, Franciszek Pieczka u.a.

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

DO 12/08/10 18:15 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

14/08
15:00
D

MUSIK

SNÉTBERGER / FRIEDMAN DUO

JAZZ UND WELTMUSIK IM HOFGARTEN

Der aus Ungarn stammende Gitarrist Ferenc Snétberger und der New Yorker Vibraphonist David Friedman, beide in Berlin lebend, bringen auf höchstem künstlerischen Niveau ihre musikalische Herkunft zusammen. Mit Virtuosität und großer Lust an der Improvisation entsteht ein filigranes und dabei erdiges Geflecht von Tönen und Klängen. Zwischen dem von Roma-Musik und Jazz geprägten Snétberger sowie dem urbanen Jazz- und Improvisationsmusiker Friedman entwickelt sich so unverwechselbare, gleichzeitig in Klängen schwelgende wie mitreißend rhythmische Musik. Der gebürtige New Yorker Friedman, seit vielen Jahren Professor für Percussion an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, und der von der Roma-Tradition und auch von brasilianischer Musik beeinflusste Ungar Snétberger, bilden zusammen eines der beeindruckendsten kammermusikalischen Duette der Gegenwart. Es ist eine faszinierende Klangwelt, die zwischen Klassik, Jazz und Folklore steht, ohne damit «wurzellos» oder «eklektisch» zu wirken. Hier trifft ungarisches Temperament auf New Yorker Urbanität.

Diese Veranstaltung findet auch in Bielefeld statt.

SA 14/08/10 15:00 UHR
Musikpavillion im düsseldorfer Hofgarten An der Reitallee 40213 Düsseldorf


Eintritt frei
Jazz in Düsseldorf e. V., www.jazz-schmiede.de

14/08
20:00
BI

MUSIK

SNÉTBERGER / FRIEDMAN DUO

JAZZ UND WELTMUSIK

Der aus Ungarn stammende Gitarrist Ferenc Snétberger und der New Yorker Vibraphonist David Friedman, beide in Berlin lebend, bringen auf höchstem künstlerischem Niveau ihre musikalische Herkunft zusammen. Mit Virtuosität und großer Lust an der Improvisation entsteht ein filigranes und dabei erdiges Geflecht von Tönen und Klängen. Zwischen dem von Roma-Musik und Jazz geprägten Snétberger, und dem urbanen Jazz und Improvisationsmusiker Friedman entwickelt sich so unverwechselbare, gleichzeitig in Klängen schwelgende wie mitreißend rhythmische Musik. Der gebürtige New Yorker Friedman, seit vielen Jahren Professor für Percussion an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, und der von der Roma-Tradition und auch von brasilianischer Musik beeinflusste Ungar Snétberger, bilden zusammen eines der beeindruckendsten kammermusikalischen Duette der Gegenwart.

Diese Veranstaltung findet auch in Düsseldorf statt.

SA 14/08/10 20:00 UHR
Museum Waldhof (Open-Air) Welle 61 33602 Bielefeld


10,– € (erm. 6,– €), BI-Pass 1,– €
Kulturamt Bielefeld, www.kulturamt-bielefeld.de

15/08
20:00
D

FILM

BUDAPESTER LEGENDEN – BUDAPESTI MESÉK

ISTVÁN SZABÓ

Verzweiflung und Ziellosigkeit prägen die Menschen in Budapest unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Da wird ein umgekippter Straßenbahnwagen am Stadtrand zum Hoffnungsschimmer. Der Waggon, zunächst nur aufgerichtet, um ein Dach über dem Kopf zu haben, wird für die Menschen zum Ausgangspunkt zielgerichteter Aktivitäten: Sie wollen die Straßenbahn auf Schienen setzen, um wieder fahren zu können. «Budapesti mesék» (Budapester Legende) ist ein allegorischer, sehr pathetischer Film über Menschen in einer extremen Lage und ihre Fähigkeit, gegen alle Schwierigkeiten ein in die Zukunft weisendes Ziel zu verfolgen. (Film-Dienst)

Dieser Film ist eine historische Erstaufführung von 1976, denn der Film war im «Westen» noch nicht zu sehen.

Ungarn 1976, 92 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Ági Mészáros, Maja Komorowska, Franciszek Pieczka u.a.

Diese Veranstaltung findet auch in Bonn statt.

SO 15/08/10 20:00 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

19/08
17:15
D

FILM

MEPHISTO

ISTVÁN SZABÓ

Der Aufstieg des Theaterschauspielers Hendrik Höfgen, gespielt von Klaus Maria Brandauer, vom Provinzmimen zum Intendanten der Berliner Staatsschauspiele während der Nazi-Zeit. Nach Motiven des Romans von Klaus Mann gestaltetes Psychogramm eines Karrierebesessenen, der seine Überzeugungen dem Erfolg opfert. Höfgens Aufstieg ist zugleich ein Modellfall für einen vielschichtigen filmischen Diskurs über Politik, Macht, Moral, Kunst und Kultur unter den Bedingungen totalitärer Systeme. Herausragend ist die Leistung des Hauptdarstellers. (Film-Dienst)

Ungarn 1979, 144 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Klaus Maria Brandauer, Krystyna Janda, Rolf Hoppe

DO 19/08/10 17:15 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

22/08
10:00
D

FILM

MEPHISTO

ISTVÁN SZABÓ

Der Aufstieg des Theaterschauspielers Hendrik Höfgen, gespielt von Klaus Maria Brandauer, vom Provinzmimen zum Intendanten der Berliner Staatsschauspiele während der Nazi-Zeit. Nach Motiven des Romans von Klaus Mann gestaltetes Psychogramm eines Karrierebesessenen, der seine Überzeugungen dem Erfolg opfert. Höfgens Aufstieg ist zugleich ein Modellfall für einen vielschichtigen filmischen Diskurs über Politik, Macht, Moral, Kunst und Kultur unter den Bedingungen totalitärer Systeme. Herausragend ist die Leistung des Hauptdarstellers. (Film-Dienst)

Ungarn 1979, 144 Min., DF, Regie: István Szabó, mit Klaus Maria Brandauer, Krystyna Janda, Rolf Hoppe

SO 22/08/10 10:00 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

26/08
17:45
D

FILM

HANUSSEN

EIN FILM VON ISTVÁN SZABÓ

Lebensweg und Schicksal des unbekannten Varieté-Illusionisten Klaus Schneider, der abenteuerlich-triumphal zum gefeierten und gefürchteten Hellseher Eric Jan Hanussen aufstieg. Indem er Hitlers Wahl zum Reichskanzler voraussagt, wird er von den Nazis gehätschelt. Als er jedoch den Reichstagsbrand prophezeit, wird er den Machthabern lästig. In einem Rausch seiner Vorausdeutungen unterschätzt er völlig die politische Gefahr und sein Unmut wird ihm zum Verhängnis. Ein diskutabler Beitrag zur wichtigen Thematik der Machtsituationen unseres Jahrhunderts. (Film-Dienst)

Ungarn 1988, 120 Min., DF (ab 12), Regie: István Szabó, mit Klaus Maria Brandauer, Erland Josephson, Ildikó Bánsági u.a.

DO 26/08/10 17:45 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

26/08
18:00
W

TANZ

VISION OF A COMMON EUROPE

HIPHOP DER EXTRAKLASSE

«Vision of a Common Europe» ist eine Internationale Begegnung mit Jugendlichen aus Ungarn, Estland, Deutschland und der Türkei. Die Jugendlichen aus den vier unterschiedlichen Nationen kommen am Ende der Sommerferien zu einem HipHop-Event der Extraklasse in der Jugendbildungsstätte Berchum zusammen. «rapschool» Hagen entwickelt gemeinsam mit den Jugendlichen die Vision eines vereinten Europas – als kulturübergreifende Sprache funktioniert hier Hip Hop! In verschiedenen Workshops wird getanzt, gerappt, es werden Songs entwickelt und ein Video produziert. Professionelle Musiker und Tanzpädagogen stehen den Jugendlichen zur Seite und begleiten sie durch die spannende und aufregende Woche. Das einwöchige Training mündet in einer Veranstaltung, in der die Jugendlichen die Workshopergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren.

DO 26/08/10 18:00 UHR
Kultopia Hagen Konkordiastr. 23 58095 Hagen


Eintritt frei
Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit in Westfalen (BK) e.V.

29/08
20:00
D

FILM

HANUSSEN

EIN FILM VON ISTVÁN SZABÓ

Lebensweg und Schicksal des unbekannten Varieté-Illusionisten Klaus Schneider, der abenteuerlich-triumphal zum gefeierten und gefürchteten Hellseher Eric Jan Hanussen aufstieg. Indem er Hitlers Wahl zum Reichskanzler voraussagt, wird er von den Nazis gehätschelt. Als er jedoch den Reichstagsbrand prophezeit, wird er den Machthabern lästig. In einem Rausch seiner Vorausdeutungen unterschätzt er völlig die politische Gefahr und sein Unmut wird ihm zum Verhängnis. Ein diskutabler Beitrag zur wichtigen Thematik der Machtsituationen unseres Jahrhunderts. (Film-Dienst)

Ungarn 1988, 120 Min., DF (ab 12), Regie: István Szabó, mit Klaus Maria Brandauer, Erland Josephson, Ildikó Bánsági u.a.

SO 29/08/10 20:00 UHR
Black Box – Kino im Filmmuseum Düsseldorf Schulstr. 4 40213 Düsseldorf


6,50 € (erm. 4,50 €)
Black Box, www.duesseldorf.de/filmmuseum
0211/8992232

01/09
MS

KUNST

LITTLE WARSAW

EINE AUSSTELLUNG VON ANDRÁS GÀLIK UND BÁLINT HAVAS

András Gàlik (1970 Budapest) und Bálint Havas (1971 Budapest) – das Künstlerpaar Little Warsaw, zählt zu den international bedeutendsten ungarischen Künstlern ihrer Generation. «Little Warsaw» war 2003 für den Beitrag in dem ungarischen Pavillon auf der Biennale in Venedig verantwortlich. Weitere internationale wichtige Ausstellungsbeteiligungen waren unter anderem die Teilnahme an der 2. Berliner Biennale  und der Manifesta 2008 in Südtirol. Desweiteren waren sie mit Ausstellungen im Stedelijk Museum Amsterdam, der Apex Art Gallery New York, dem Kunstverein Frankfurt, dem Hamburger Kunstverein und der Kunsthalle Budapest vertreten. Das vielfältige Œuvre (Objekte, Filme, Installation) von Little Warsaw beschäftigt sich mit der Entwicklung des historischen Bewusstseins als einem Produkt verschiedener Variablen wie persönlichen Biografien, sozio- ökonomischen Konditionen und kulturellen Normen. Die historische Erinnerung als kontinuierlicher Prozess und immer werdende Entwicklung des menschlichen Bewusstseins wird in ihrer manchmal tragikomischen Konsequenzen durch die Kunst von Little Warsaw aufgegriffen. Eine neue Arbeit, der Film «My dear Professor» – entstanden im Jahr 2009, ist eine künstlerische Dokumentation, die die Lebensgeschichte ihrer Kunstprofessor in Budapest zum Gegenstand macht und zeigt, wie wandelbar Erinnerungsvermögen und Wertvorstellungen sein können. Die Ausstellung von «Little Warsaw» in der AZKM wird eine Auswahl ihres bereits entstandenen Œuvre zusammen mit neuen Arbeiten der Produktion zeigen.

MI 01/09/10
Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster Speicher II Hafenweg 28 48155 Münster


Eintritt frei
Kulturamt Stadt Münster, www.muenster.de/stadt/ausstellungshalle